Ist er wirklich ‘super’? Der VW 1500S (im historischen Test)

Erstellt am 25. September 1963
, Leselänge 7min
Text:
Eugen K. Schwarz
Fotos:
Volkswagen 
1
Archiv 
34

Zusammenfassung

hobby-Tester Eugen K. Schwarz ging der Sache mit dem 'S' am Heck des grossen VW im Jahr 1963 auf den Grund und fuhr auf der gleichen Strecke und unter gleichen Bedingungen den normalen VW 1500 und seinen anspruchsvolleren Bruder VW 1500 S. Zu welchen Ergebnissen er dabei kam, schildert er in dem vorliegenden Bericht. Und lässt auch noch gleich ein paar Alltagsfahrer hinters Steuer und zu Wort kommen. Dieser Artikel gibt den Originalwortlaut des Testberichts wieder und zeigt den Mittelklasse-Volkswagen auf historischen Bildern.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel

  • Zur Technik des 1500S
  • Schwachstelle Getriebe
  • Relativ sparsam
  • Nicht für Anfänger!
  • Zuviel Kraft nötig
  • Bewährte VW-Qualität
  • Nur knapp Super
  • Vergleich der Fahrleistungswerte
  • Und das meinen die VW-Eigner

Geschätzte Lesedauer: 7min

Leseprobe (Beginn des Artikels)

Ein verchromtes S auf schwarzem Wappen an der Kennzeichenleuchte gehört mit zur Visitenkarte des 'Kraftprotzen' aus Wolfsburg. Und auch sonst blinkt und blitzt der Neue. Etwas verschwenderisch schmücken Leisten, Zierkappen, Griffe und Blenden aus Chrom sein Äußeres und machen ihn damit zu einem 'feinen Bruder' des VW 1500. Doch mehr noch als der Putz besticht der Leistungs- und Fahrcharakter des Neuen. Es sind nicht nur die 9 PS Mehrleistung, die er gegenüber der 45-PS-Normalausführung hat, sondern es ist vielmehr die Wandlung aus dem brav bürgerlichen 1500-Volkswagen in ein temperamentvolles und schnelles Gefährt, dessen vollendeter Motor mit dem des gezähmtesten Vierzylinder-Boxer im Porsche zu vergleichen ist.

 
7min
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Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von wo******
15.02.2019 (11:24)
Antworten
Ein guter Bericht, aber in der Fotogalerie haben sich Fehler eingeschlichen: Bild 22 zeigt meines Erachtens nach die Vorder- und nicht die Hinterachse, Bild 28 zeigt einen Ausschnitt aus dem Armaturenbrett des Käfers und nicht des 1500-er.
Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
15.02.2019 (11:42)
Gut beobachtet! Wir haben dies korrigiert.
von Stefan Fritschi
05.02.2019 (14:48)
Antworten
Beim VW Käfer waren nicht unbedingt die Produkteigenschaften für den Erfolg ausschlaggebend, sondern viele andere Aspekte wie Wiederverkaufswert, Service, Zuverlässigkeit etc. Ausserdem war der Käfer ja nach dem Krieg absolut konkurrenzfähig und veraltete erst später.

Beim Typ 3 ging man davon aus, dass sich dieses Prinzip wiederholen lässt, aber 1961 hatten sich die Ansprüche bereits gewandelt, ohne dass man es in Wolfsburg gemerkt hatte. Wäre er wie der VW Typ 2 unmittelbar nach dem Käfer erschienen, wäre er sicher erfolgreicher gewesen.
Antwort von ru******
08.02.2019 (18:16)
....wieso soll der VW 1500/1600 nicht erfolgreich gewesen sein? Er war zeitweise nach dem Käfer das zweithäufigst verkaufte Modell. Knapp 3 Millionen Autos sind höchstens am Käfer selbst gemessen "wenig", aber doch nicht im Allgemeinen. Dieses Auto funktionierte für den Markt Anf./Mitte der 60er prima, es war erst ab Ende der 60er veraltet. So wie der unsägliche Nasenbär (VW 411/412), der hatte nur 10% der Verkaufszahlen des 1500/1600 erreicht, er war ein echtes Desaster....
Antwort von Stefan Fritschi
11.02.2019 (13:40)
Die 2,5 Millionen Exemplare in 12 Jahren waren sicher nicht so schlecht, aber für VW-Verhältnisse hinter den Erwartungen. Und ja, der Typ 4 war dann wirklich ein Fehler, der nicht hätte passieren dürfen.
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