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Bild (1/1): Bugatti Type 101 (1950) - am Chantilly Arts & Elégance 2014 (© Bromberger BROmedia, 2014)
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    Der Bugatti Typ 101 - rare Verschmelzung von Vergangenheit und Zukunft

    23. August 2015
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bonhams 
    (21)
    Courtesy Bonhams 
    (4)
    RM Auction Darin Schnabel 
    (1)
    Bromberger BROmedia 
    (1)
    Archiv 
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    Der Firma Bugatti ging es nach dem zweiten Weltkrieg nicht gut. Kaum war man über den tragischen Unfalltod von Jean Bugatti, dem begabten Sohn Ettores, im Jahr 1939 hinweggekommen, verschied 1947 auch der Firmengründer Ettore selber.

    Mangels Alternativen entschied man im September 1949, eine weitere kleine Serie von 16 Exemplaren des Vorkriegstyps 57/57C zu fertigen, doch mehr als drei Fahrzeuge wurden nicht daraus. Gegen die neuen Entwürfe der Konkurrenz wirkten die Bugatti-Modelle reichlich altbacken.

    So entschlossen sich Roland Bugatti, Ettores jüngerer Sohn, und Pierre Marco, der die Fabrik leitete, die Marke mit einem neuen Modell neu zu lancieren. Und so entstand der Typ 101.

    Bugatti Typ 101C Antem Coupé (1954) - der Kühler wurde deutlich stärker in die Ponton-Karosserie integriert als bei anderen Typ 101
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Bei Null beginnen konnte man freilich mangels Kapazität und finanzieller Mittel nicht, so musste der bereits 1934 vorgestellte Typ 57 einmal mehr als Basis herhalten.

    Verbesserungen im Detail

    Statt des Stromberg-Vergasers setzte man eine Alternative von Weber auf den Motor, als Option wurde ein elektrisches Cotalgetriebe angeboten, statt der 18-Zoll-Räder verwendete man 17-Zoll-Versionen.

    Bugatti 101 (1951) - der Prototyp als viertürige Limousine
    © Archiv Automobil Revue

    Nur wenig wurde am Fahrwerk geändert, was bedeutete, dass auch der Typ 101 vordere und hintere Starrachsen aufwies. Wie beim Typ 57 wurden Versionen des Motors, der weiterhin acht Zylinder in Reihe, 3257 cm3 und zwei obenliegende Nockenwellen aufwies, mit und ohne Kompressor verkauft.

    Premiere am Pariser Autosalon 1951

    Trotz kaum veränderter Technik erhielten die neuen Bugatti-Modelle in Paris im Oktober 1951 viel Aufmerksamkeit. Allerdings wirkte der Bugatti 101 gerade im Vergleich zum supermodernen spanischen Sportwagen Pegaso ein wenig wie ein Relikt aus einer anderen Zeit.

    Bugatti 101 Gangloff (1952) - das zweite Gangloff-Cabriolet in Paris
    © Archiv Automobil Revue

    Und so kommentierte denn auch die Automobil Revue unter dem Titel “Bugatti ist wieder da”:

    “Ist der Pegaso ein Neuling, so gehört die Marke Bugatti, der man am diesjährigen Salon wieder begegnet, zu den grossen historischen Namen im Automobilbau. Das Molsheimer Werk, das heute unter der Leitung von M. Marco steht, hat sich als erstes die Aufgabe gestellt, den Typ 57, einen 8-Zylinder mit 3,3 Liter Hubraum, gegenüber seiner Ausführung von 1939 in Einzelheiten zu verbessern, zeigt aber keine eigentlichen Neukonstruktionen. Die beiden ausgestellten Wagen sind von Gangloff in Kolmar als Coupé und als Cabriolet karossiert worden. Man sieht es ihnen an, dass es keine einfache Aufgabe war, die traditionelle Kühlerform harmonisch mit der Pontonkarosserie zu kombinieren. Der Motor kann je nach Wunsch mit oder ohne Kompressor geliefert werden und leistet 200 bzw. 150 Brems-PS. Der Motorblock zeigt die traditionelle glatte Form mit scharfen Kanten, doch sind die beiden obenliegenden Nockenwellen nunmehr durch eine Kette angetrieben. Mit einiger Überraschung stellte man fest, dass sich an der vorderen Starrachse nichts geändert hat; nach wie vor zeigt sie einen runden Querschnitt und ist poliert. Als Stossdämpfer wählte man die Teleskop-Ausführung von Allinquant. Die Bremsen umfassen acht unabhängige hydraulische Kreisläufe und je zwei Primärbacken pro Rad. Der neue Bugatti soll vorerst in einer Serie von 50 Stück gebaut werden und etwa 3 Millionen französische Francs kosten.”

    War es nicht die Technik, so musste der Wagen vor allem durch seine karosserien überzeugen. Und hier leisteten die angestammten Karosseriebauer, mit denen Bugatti arbeitete, ganze Arbeit.

    Bugatti 101 C Gangloff (1952) - elegantes Cabriolet, ausgestellt in Genf im Jahr 1952
    © Archiv Automobil Revue

    Etwa ein halbes Jahr nach der ersten Präsentation in Paris wurden die neuen Modelle auch am Genfer Autosalon gezeigt. Die Automobil Revue schrieb diesmal unter dem TItel “Kompressor und Starrachsen”:

    “Auf dem Stand von Bugatti absolviert der ebenfalls mit Spannung erwartete Typ 101 C sein schweizerisches Debüt. Dieser Wagen stellt die Weiterentwicklung des von Bugatti vor dem Krieg gebauten Modells 57 dar und besitzt wie dieser einen Reihenachtzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen, das von vielen verschiedenen Opuszahlen des «Patron» bekannte Fahrgestell mit starrer Vorderachse, durch welche die Halbelliptikfedern hindurchgeführt sind, sowie eine starre Hinterachse, abgefedert durch zwei Viertelelliptikfedern, die hinter der Achse am Fahrgestell montiert sind. Der Typ 101, am Salon in der Ausführung mit Kompressor und der Typenbezeichnung 101 C gezeigt, ist demnach keine Neukonstruktion, sondern gehört noch zu den unter Ettore Bugattis persönlicher Leitung geschaffenen Typen, ist also ein «richtiger» Bugatti.
    Das elektrische Cotal-Vierganggetriebe mit seinem kurzen Schalthebel links vom Lenkrad, die hydraulischen Vierradbremsen und die unmittelbar Vor dem Fahrer angeordneten Instrumente gehören zwar zu jenen Änderungen, die Bugatti selbst nicht mehr erlebte, aber ohne den typischen Charakter des Wagens zu verfälschen, haben sie einige wichtige Verbesserungen mit sich gebracht.“

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    Nur knapp mehr als eine Handvoll Exemplare

    Ein Prototyp und sechs Produktionsfahrzeuge wurden gebaut, dazu kamen noch zwei umgebaute Typ 57.

    Bugatti 101 (1952) - Gangloff-Coupé in Paris im Jahr 1952
    © Archiv Automobil Revue

    Kein Typ 101 glich dem anderen, tatsächlich reichte das Spektrum vom zweitürigen Cabriolet bis zur viertürigen Limousine. Die Fahrzeuge haben augenscheinlich alle überlebt. 

    Übersicht über die Bugatti Typ 101 Fahrgestelle

    Chassis Jahr Aufbau Kommentar
    57299 1935   Prototyp? Coupé-Aufbau
    57314 1935 Gangloff Stelvio Cabriolet, umgebaut auf 101-Spezifikation
    57454 1951 Gangloff Coupé auf Basis eines umgebauten Typ-57-Fahrgestells, gezeigt in Paris 1951
    101500 1952 Guilloré viertürige Limousine
    101501 1952 Gangloff Cabriolet, gezeigt in Paris 1952
    101502 1952 Guilloré Zweitürige Limousine mit freistehenden Kotflügeln
    101503 1952 Gangloff Cabriolet
    101504 1954 Antem Zweitüriges Coupé
    101506 1965 Ghia Roadster-Karosserie nach einem Virgil Exner Design auf gekürztem Chassis


    Eine Besonderheit war das Cabriolet, das Ghia 1965 für einen neuen Wiederbelebungsversuch von Bugatti nach einem Entwurf Virgil Exners baute. Auch dieses blieb aber ein Einzelstück.

    Bugatti 101 Ghia (1965) - Cabriolet nach einem Entwurf von Virgil Exner
    © Archiv Automobil Revue

    Das Coupé von Antem

    Jean Antem war ein angesehener Karosseriebauer, der seine Firma bereits 1919 etabliert hatte. Seine Entwürfe nutzten unter anderem Fahrgestelle von Bentley-, Delahaye, Hispano Suiza und natürlich Bugatti.

    Bugatti Typ 101C Antem Coupé (1954) - weit nach hinten versetztes Cockpit, Tribut an den langbauenden Reihenachtzylinder
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Antems langgezogenes Coupé entstand vermutlich erst 1954 auf dem Fahrgestell von 101504. Es unterschied sich in seiner Linienführung und in den Details deutlich von den früheren Typ 101 Varianten. Der ursprünglich grüne Wagen mit beige-farbigem Leder-Interieur wurde im Mai 1954 für den Strassenverkehr zugelassen und von René Bolloré, der 1951 Ettore Bugattis zweite Frau geheiratet hatte, gefahren.

    Bugatti Typ 101C Antem (1954) - einfarbig, schwarz, aufgenommen vermutlich in Belgien
    © Copyright / Fotograf: Courtesy Bonhams

    1959 wechselte das Coupé, nun schwarz lackiert, zweimal die Hand und gelangte in die USA. Hernach wechselte das Einzelstück einige weitere Male den Besitzer, darunter der Schauspieler Nicolas Cage und der bekannte Sammler Gene Ponder.

    2009 kaufte ein belgischer Bugatti-Liebhaber den Wagen, 2011 wurde er in einer RM-Versteigerung (Monterey) angeboten, aber nicht verkauft.
    Bis heute hat Fahrgestell 101504 nur 14’300 Kilometer zurückgelegt und soll sich weitgehend im Originalzustand befinden, auch wenn die Karosserie inzwischen in Rot-Schwarz gehalten und das Interieur in passender Farbe neu bezogen wurde.

    Bugatti Typ 101C Antem Coupé (1954) - zweisitziges Interieur
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Bonhams bietet den einmaligen Bugatti Typ 101C mit Antem-Karosserie nun am 5. September 2015 für Euro 1,5 bis 1,8 Millionen an, ob die Bieter diesem Vorschlag folgen werden, wird man schon bald wissen.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    gi******:
    25.08.2015 (12:45)
    Von diesem, wenn nicht gerade schönen, aber doch beeindruckenden Auto gibt es aktuell ein Modell in 1:43, einen Bericht darüber haben wir unter
    http://www.auto-und-modell.de/pages/unter-der-lupe/1712/Der-letzte-echte-Bugatti-Typ-101-Coupe-Antem-1954-von-Matrix-Scale-Models-143/
    veröffentlicht.
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