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Bild (1/16): Ford Mustang (1964) - der neue Mustang Baujahr 1965 wird an der Weltausstellung im April 1964 in New York den Medien vorgestellt (© Ford Motor Company, 1964)
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Coupé, 97 PS, 2799 cm3
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Ford (USA) Mustang II (1974-1979)
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    Das Auf und Ab beim Ford Mustang über fünf Generationenwechsel

    8. Dezember 2013
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Ford Motor Company 
    (89)
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    (2)
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    Der Ford Mustang ist vermutlich der bekannteste amerikanische Sportwagen, obschon er eigentlich gar kein Sportwagen ist. Er wird immer wieder zum beliebtesten amerikanischen Klassiker gewählt und jedes Kind kennt ihn. 2014 wird der Serien-Mustang 50 Jahre alt und dies wird mit der dann sechsten Auflage gefeiert.

    Ford Mustang (1964) - Werbeaufnahme
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Unbekannter Vorläufer

    Bereits vor dem 1964 lancierten Ford Mustang gab es einen Mustang bei Ford. 1962 bereits wurde ein rennsportlich auftretender Mittelmotorsportwagen namens Mustang präsentiert. Der Motor stammte aus Deutschland und hatte seine vier Zylinder in V-Anordnung. Die Aufhängungstechnik profitierte von Lotus-Knowhow.

    Ford Mustang Concept (1962) - mit Mittelmotor und vier Zylindern
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Aber es war schnell klar, dass ein derartiger Sportwagen zwar für Aufsehen sorgen würde, aber nicht zuletzt wegen der teuren Produktionskosten nie für grosse Stückzahlen konnte. Also wurde bereits 1962 an einem viersitzigen Sportwagen mit Frontmotor gearbeitet, der sich nach Vorstellungen von Lee Iacocca gut vermarkten lassen sollte.

    Der ultimative Pony-Car (die erste Generation)

    An der Weltausstellung in New York konnte am 17. April 1964 der auf der Ford Falcon Plattform aufgebaute Ford Mustang für die Serie präsentiert werden.

    Ford Mustang (1964) - Henry Ford II posiert for dem neuen Mustang, dem Sportwagen für USD 2368, der nach dem berühmten P-51-Mustang Flugzeug benannt wurde
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Für die Lancierung wurde eine riesige Marketing-Kampagne auf globaler Ebene initiiert und der Erfolg blieb nicht aus.
    Der Wagen traf den Nerv der Zeit. Er war vergleichsweise kompakt, aber gleichzeitig geräumig. Damit war er sowohl für Amerikaner als auch Europäer kaufbar.

    Der Preis des Basis-Mustangs, den es als Hardtop-Coupé und als Cabriolet, später auch als Fliessheckcoupé gab, war günstig und dem Käufer boten sich eine Vielzahl von Optionen, um den Wagen schöner, stärker, komfortabler oder sportlicher zu machen.
    Carroll Shelby fügte mit dem GT350 noch eine rennsportlich ambitionierte Version dazu.

    Der neue Wagen verkaufte sich wie warme Semmeln und Präsenz in einer Vielzahl von Filmen tat das übrige. Bis 1966 waren bereits rund 1,3 Millionen Exemplare produziert.

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    Grösser, schwerer und stärker (Evolution der ersten Generation)

    Über die Jahre wuchst der Mustang entlang aller Dimensionen, er wurde schwerer aber auch stärker. Während sich die Modelljahre 1967 und 1968 designmässig noch am Original orientierten, trug die dritte Serie ab 1969 bereits neue Züge und für die vierte Serie ab 1971 wurde die Optik nochmals umfangreich überarbeitet. Inzwischen war der Mustang 4,8 Meter lang und 1,9 Meter breit geworden. Mit bis 375 PS hielt die Motorleistung aber mit dem Wachstum wacker mit.

    Ford Mustang Mach 1 (1971) - der bis dahin grösste Mustang und auch schwerer, dafür mit einem grossen Motor, dem 429 Super Cobra Jet
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Einen grossen Auftritt hatte ein dunkelgrüner Mustang mit Fliessheck im Film Bullit. Minuten lang scheuchte Steve McQueen den Wagen durch Strassen und über Kuppen in und rund um San Fransisco. Nicolas Cage zeigte im Film «Gone in sixty seconds» im Jahr 2000 wohl den längsten Sprung eines Shelby Mustang GT 500 aus jener Zeit, «Eleanor» hiess der Spitzname jenes besonderen Exemplars. Für die Legendenbildung jedenfalls geriet gerade diese beiden Filmautritte zum Volltreffer.

    Downsizing (die zweite Generation)

    Die Entwicklung der zweiten Generation des Mustangs ging nicht zuletzt auf die Ford-Investorin Anna Muccioli zurück, die anlässlich des Aktionärsmeetings im Mai 1968 auf die Bühne trat und die Ford-Manager angriff: “Ich habe einen 65-er Mustang und mir gefällt gar nicht, was aktuell passiert. Eure Jungs blasen das Auto auf! Wieso könnt ihr den Sportwagen nicht kompakt bleiben lassen? ..”

    Ford Mustang II (1974) - Grössenvergleich mit direktem Vorgänger und mit der Urversion
    © Archiv Automobil Revue

    Zudem begann in jenen Jahren der Bedarf für kleinere Wagen zu wachsen, 1973 gehörten bereits 40% der verkauften Fahrzeuge zur Kompaktwagen-Kategorie.

    Mit dem Mustang II wurde dann 1973 gerade rechtzeitig zur Ölkrise ein neues kleineres und leichteres Modell eingeführt, der kürzeste Mustang aller Zeiten. Zum Sechszylinder-Motor gesellte sich alsbald ein V8 und trotz geringerer Leistung als bei den Vorgängern konnten sich die Fahrleistungen mit der Ur-Version vergleichen lassen. Und die Verkaufszahlen stimmten auch, über eine Million des Sportwagens wurden in nur vier Jahren verkauft, damit lag man im Spitzenjahr nur unwesentlich unter den Zahlen der ersten Generation.

    Ford Mustang Cobra II (1976) - die Hutze vorne war ohne Funktion, sah einfach gut aus, genauso wie der Heckspoiler
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Mitgeholfen haben dabei dürften die vielen Auftritte in der Krimifernsehserie «Charlie’s Angels» (Drei Engel für Charlie). Allerdings ein Cabriolet gab es nicht, erst mit dem Nachfolger sollte es ab 1983 wieder möglich sein, einen offenen Mustang zu fahren. Und ob die Vierzylinder-Version zum Ruhm der Baureihe beigetragen haben dürfte, ist fraglich.

    SC73

    Publikumserfolg dank Euro-Design (die dritte Generation)

    Bereits Mitte der Siebzigerjahre machten sich die Designer in Dearborn daran, einen Nachfolger für den Mustang II zu entwickeln. Als technische Basis musste die «Fox»-Plattform mit knapp über 2,5 Metern Radstand herhalten. Als Zielrichtung wurden eine verbesserte Aerodynamik und mehr Sicherheit vereinbart. Die ersten Zeichnungen unter Gene Bordinat gerieten recht konventionell.

    Ford Mustang (1979) - 'Fox Body' - der Produktions Mustang Corba
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Erst mit Jack Telnack erhielten die Zeichner mehr Freiheit und die Gestaltung geriet europäischer und windschlüpfriger. Im Herbst 1976 war man dem Serienmodell schon recht nahe.

    1978 stellte man das neue Modell vor, das mit 0,44 cw für den Fastback einen vergleichsweise geringen Luftwiderstand aufwies. Zudem war der Wagen übersichtlich und geräumig geraten.

    Der neue Mustang wurde zum Langläufer, bis 1993 verkaufte sich die dritte Generation - für das Baujahr 1987 war die Front geglättet worden - über 2,6 Millionen Mal. Dank Technikfortschritten konnte sogar die Leistung mit bis zu annähernd 230 PS auch wieder mit dem Äusseren mithalten.

    Runder und eckiger (die vierte Generation)

    1993 zeigte Ford das Konzeptfahrzeug Ford Mustang Mach III auf der North American International Auto Show in Detroit und wies damit auf das zukünftige Aussehen des Mustangs hin. Er war wieder gewachsen und hatte vor allem an Gewicht zugelegt, wohl um den gestiegenen Komfortansprüchen und Sicherheitsvorschriften zu genügen.

    Ford Mustang (1994) - zusammen mit dem Modell von 1965 und 1999
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    1330 der 1850 Teile, die für den Bau eines Mustangs nötig waren, wurden geändert. Das Publikum war mit dem etwas weichgespülten Design nicht ganz glücklich, so dass bereits nach fünf Jahren ein komplettes Restyling für mehr Kanten sorgte. Leistungsmässig mussten sich Mustang-Käufer nicht beklagen, annähernd 400 PS konnten beim Ford-Händler bestellt werden. Ein Verkaufserfolg war der in die Jahre gekommene Sportwagen trotzdem nicht.

    Mit Retrodesign zum neuen Liebling (die fünfte Generation)

    Um die alten Fans wiederzugewinnen, entschied sich Ford bei der fünften Generation, stärker auf die wertvolle Tradition der Modelllinie zu achten. Geschickt kombinierte man Gesichtszüge des Urmodells mit damals aktuellen “New Edge”-Designtrends und schuf wiederum einen Sportwagen, der nicht nur Mustang hiess, sondern auch danach ausschaute. Auch leistungsmässig ging es gleich mehrere Schritte vorwärts, selbst das Aggregat aus dem Ford GT fand Platz unter der langen Motorhaube.

    Ford Mustang Shelby GT (2007) - Carroll Shelby mit seinem Mustang
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Von 2005 bis 2013 wurde die fünfte Generation gebaut, ein geschicktes Facelift im für das Modelljahr 2010 brachte den Sportwagen noch näher an das Original.

    Bonhams Chantilly 2019 Teil 2

    Neubelebung des Mythos (die sechste Generation)

    Im Dezember 2013 stellte Ford die nunmehr sechste Generation des Ford Mustang vor, eine modern wirkende Hommage an den Ur-Mustang. Ausgerüstet mit Vier- und Achtzylindermotoren scheint der Mustang für die Neuzeit gerüstet.

    Ford Mustang (2013) - er soll die Tradition fortsetzen
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Sechs Mustang-Generationen im Vergleich

    Generation Jahr von Jahr bis Länge Breite Gewicht ab Leistung von Leistung bis Kommentar
    1, Serie 1 1964 1966 4.613 1.735 1109 99 267 als Hardtop, Convertible und Fliessheck-Coupé, R6 oder V8
    1, Serie 2 1967 1968 4.663 1.801 1168 114 330 als Hardtop, Convertible und Fliessheck-Coupé, R6 oder V8
    1, Serie 3 1969 1970 4.76 1.824 1219 114 370 als Hardtop, Convertible und Fliessheck-Coupé, R6 oder V8
    1, Serie 4 1971 1973 4.801 1.905 1236 87 375 als Hardtop, Convertible und Fliessheck-Coupé, R6 oder V8
    2 1974 1978 4.445 1.783 1181 83 141 Basis Ford Pinto, nur Coupé, R4, V6 oder V8
    3, Serie 1 1979 1986 4.549 1.735 1101 86 225 Basis Ford-Plattform/Ford Fairmont, R4, V6/R6 oder V8
    3, Serie 2 1987 1993 4.549 1.735 1101 86 229 Basis Ford-Plattform/Ford Fairmont, R4, V6/R6 oder V8
    4, Serie 1 1994 1998 4.61 1.824 1383 145 304 Basis Ford-Plattform/Ford Fairmont, V6 oder V8
    4, Serie 2 1999 2004 4.61 1.824 1383 145 389 Basis Ford-Plattform/Ford Fairmont, V6 oder V8
    5, Serie 1 2005 2009 4.775 1.877 1520 210 493 DEW98-Plattform als Startpunkt, V6 oder V8
    5, Serie 2 2010 2013 4.778 1.877 1520 309 650 DEW98-Plattform als Startpunkt, V6 oder V8, für einige Märkte bis 2014 gebaut
    6 2014         309 426 Einzelradaufhängung hinten, Cabrio und Coupé, R4 oder V8, in Europa ab 2015 offiziell erhältlich

     

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    219w105:
    20.12.2016 (08:56)
    Hallo, endlich gab es in den 2000er Jahren wieder einen sportlichen Wagen mit Heckantrieb! Der Frontantrieb macht Autos nur vermeintlich sicherer, denn deren Heck kann beim Gaswegnehmen genauso ausbrechen wie bei einem Hecktriebler, nur: was mache ich dann als Fahrer mit meinem vermeintlich sicheren Auto? Vollgas geben zur Stabilisierung? Es gab aber einen Grund, vom Gas zu gehen!
    Meine Lateinkenntnisse sind jetzt zu Ende!
    ch******:
    17.12.2013 (06:45)
    Guten tag, die Mustan Generation liste stimmt nicht gang.
    5. Serie 2 2010 - 2014 309 HP - 650 HP

    New generation 2015. In USA ab Herbst 2014 und in Europe ab Fruehling 2015 erhaeltlich.

    Freundliche gruesse,
    Daniel Sforza
    Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
    17.12.2013 (06:49)
    Vielen Dank, wir haben die Tabelle nachgeführt.
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    Ford (USA) Mustang II (1974-1979)
    Coupé, 97 PS, 2799 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Ford (USA) Mustang II (1974-1979)
    Coupé, 129 PS, 4950 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Ford (USA) Mustang (1964-1966)
    Coupé, 120 PS, 3277 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Ford (USA) Mustang (1971-1973)
    Coupé, 210 PS, 4950 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Ford (USA) Mustang (1964-1966)
    Cabriolet, 210 PS, 4735 cm3
    Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019: Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019