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Bild (1/3): Buick Eight Series 40 Tüscher Cabriolet (1937) (© Bruno von Rotz, 2012)
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    Buick Eight Series 40 Tüscher Cabriolet - offene Schweizer Wertarbeit aus den Dreissigerjahren

    1. Juni 2012
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
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    Die Gebrüder Tüscher waren Karosseriebauer in Zürich, die wir ihre Konkurrenz Graber, Langenthal oder Beutler, um nur einige zu nennen, Aufbauten unterschiedlichster Ausführungen auf Chassis verschiedener Hersteller bauten. Insbesondere die amerikanischen Fahrgestelle, z.B. von Buick, eigneten sich wegen ihrer robusten Bauweise und der meist opulenten Motorisierung gut für diesen Zweck.

    Förderung des Karrosseriegewerbes

    Unterstützt wurde die Wahl einer amerikanischen Basis durch die staatliche Förderung des Karosseriebauer-Gewerbes, indem auf einen Teil der Zollabgaben verzichtet wurde, was die US-Chassis preislich attraktiv machte. So kamen dann auch Fahrgestelle des Buick Eight über die Agence Américaine, den Basler Vertreter der General Motors in die Schweiz und wurden unter anderem von der Karosseriefirma Tüscher, die ihre Produkte - zwei Chrysler-Cabrolets, eine Studebaker-Limousine, ein Studebaker Cabriolet und ein Buick-Cabriolet mit zwei Türen - am Genfer Automobilsalon 1937 der Öffentlichkeit zeigte, zu Cabriolets fertiggebaut. Buick lieferte dabei den Rahmen, inklusive Motor und Front des Fahrzeugs, die bis zur A-Säule, also dem vorderen Teil der Türöffnung reichte. Die Tüscher-Brüder erstellten den Mittel- und Heckbereich des Fahrzeugs samt Dach und Innenausstattung.

    Requiriert durch die Armee

    Offensichtlich konnte der Wagen vor dem Krieg nicht verkauft werden und wurde durch die Armee eingezogen (requiriert). Ob er dabei zum Einsatz für das Militär kam, ist nicht überliefert. General Guisan liess sich in einem ähnlichen Fahrzeug (zwei entsprechende Cabriolets wurden von Reinbolt&Christé, ein weiteres durch die Firma Langenthal erbaut) chauffieren, allerdings hatte dieses vier Türen. Natürlich eignete sich der Buick ideal für Truppenpräsentationen, wenn sich “höhere” Tiere in der Bewunderung der Zuschauer sonnen wollten. Und die Parade-Haltestangen hinten an den vorderen Sitzen garantierten den sicheren Stand der Defilierenden.

    Hausbesuche im Thurgau

    Einige Jahre nach dem Krieg, genauer am 24. Januar 1956, erwarb ein Arzt aus Kreuzlingen im Kanton Thurgau den schönen Wagen, der,  da die Chassisauslieferung auf den 21. März 1937 zurückging, inzwischen bereits fast zwanzig Jahre alt war. Der Hausarzt benutzte das Cabriolet unter anderem für Hausbesuche bis in die Sechzigerjahre hinein, wobei sich die gute Steigfähigkeit des Wagen in positivem Licht dargestellt haben dürfte, währenddem die ausladenden Dimensionen wohl ab und zu für Ärger sorgten. Irgendwann dann wurde der Wagen zu alt und aufwändig. Er wurde “stehengelassen”.

    Zerfall und Wiederaufbau

    Mitte der Achtzigerjahre wurde der Buick Eight wiederentdeckt, in der Meinung, dass es sich beim Aufbau um ein Werk der Karosserie Langenthal handle. Umso überraschter war man, als nach Entfernung einiger Schichten Spachtel die roten Tüscher-Embleme auftauchten.

    Der Aufbau des Wagens war in einem erbärmlichen Zustand und musste vollständig rekonstruiert werden. Das Chassis hatte dank seiner robusten Bauweise die Zeit relativ gut überstanden und auch Aufhängungsteile und andere Technikkomponenten konnten aufbereitet werden. Während generell die mechanischen Elemente in der Restaurierung keine Probleme machten, da vieles noch erhältlich ist oder nachfabriziert wird, mussten bei den Tüscher-spezifischen Sachen viel Zeit und “altes Wissen” investiert werden, um das Fahrzeug in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Dass der ganze Wiederaufbau deshalb Jahre dauerte und einen rechten Batzen kostete, erstaunt daher nicht.

    Stabile und schwergewichtige Basis

    Das Buick-Chassis, das es in verschiedenen Längen gab, ist eine typische Vorkriegskonstruktion und besteht im Prinzip aus einem massiven Rahmen, dem durch Kreuzverstrebungen zusätzliche Stabilität verliehen wurde. Der Antriebsstrang samt Motor wurde dann darauf geschraubt, die Karosserie auf den Rahmen aufgebaut.

    Vorne wurden die Räder durch Parallelhebel quer zum Wagen geführt, sie hingen jeweils einzeln an Schraubenfedern. Hinten kam eine Starrachse mit Schraubenfedern zum Einsatz. Die Stossdämpfer waren hydraulisch, wobei hinten Teleskopdämpfer verwendet wurden.

    100 PS für rund 1,7 Tonnen

    Beim Motor handelt es sich beim Buick Eight Series 40 um einen Vierliter mit rund 100 PS. Grössere Motoren waren zwar erhältlich, doch kosteten diese höhere Steuern, respektive wurden gar nicht in die Schweiz importiert. Der Reihenachtzylindermotor war fünffach gelagert und hatte bereits obengesteuerte Ventile. Das Dreiganggetriebe wurde von Hand geschaltet.

    Die Automobil Revue testete im Jahr 1937 eine Buick 40 Limousine und attestierte ihr “geradezu sportliche Rasse”. Dies äusserte sich in Beschleunigungszeiten von knapp über sechs Sekunden von 0 bis 60 km/h, respektive 20 Sekunden bis 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit des 1’700 kg schweren Wagens wurde mit 132 km/h gemessen. Beeindruckend für die Zeit! Auch die Attribute “amerikanische Geräumigkeit und Fahrkomfort” gefielen den Testfahrern. Dass die Bremsleistung der hydraulisch operierten Trommeln aus heutiger Sicht nicht im Einklang mit den Fahrleistungen stand (rund 22 Meter Anhalteweg von Tempo 60 km/h) wurde damals nicht als Nachteil gesehen.

    Elegante Cabriolet-Karosserie

    Die Gebrüder Tüscher setzten eine zweckmässige viersitzige Cabriolet-Karosserie auf das Chassis. Insbesondere der Wetterfestigkeit wurde viel Gewicht beigemessen. So wurde das Dach vom Sattler mehrschichtig ausgeführt. Auf die Sonnenland-Aussenhaut folgte eine Innenhaut, dann eine Isolationsschicht aus echtem Rosshaar und schliesslich der innen sichtbare Himmel. Dass sich ein derartig solide ausstaffiertes Dach im geöffneten Zustand dann relativ hoch auftürmt, versteht sich von selber, es musste ja auch ein über zwei Meter langer Innenraum überdeckt werden. Die gesamte Karosserie war knapp über fünf Meter lang bei einer Aussenbreite von 1,58 Metern.

    Zwei nach hinten öffnende Türen gaben Einlass zu den vorderen Einzelsitzen und der hinteren Sitzbank. Für die Parade waren die Vordersitze mit Haltestangen ausgerüstet, so dass man stehend nicht den Halt verlor.

    Viele interessante Detaillösungen

    Buick baute in seine Fahrzeuge manches ein, was aus damaliger Sicht praktisch erschien. So gibt es für das Licht zum Beispiel drei unterschiedliche Stellungen je nach Fahrzustand: Stadt, Landstrasse, Autobahn. Je nach gewähltem Fahrmodus werden die Scheinwerfer anders angesteuert. So wird zum Beispiel in der Stellung “Highway” nur der linke Scheinwerfer abgeblendet, während der Rechts weiterhin die maximale Reichweite ausleuchtet.

    Buick brüstete sich 1937, einen grösseren Aschenbecher zu haben, als dies damals “im allgemeinen” üblich war. Die Lichtmaschine war grosszügig ausgelegt, um genügend Kapazität für Radio und anderes Zubehör zu haben. Und auch ein kombiniertes Lenk- und Zündschloss hatten damals nur wenige Automobile.

    Komfortabel zu fahren

    Auf guten Strassen fährt sich der fast 80-jährige Buick komfortabel. Selbst das Anlassen bereitet keine Probleme - einfach Zündung einschalten und Gaspedal drücken. Der Anlasser wird durch einen Vakuumschalter im Ansaugrohr gesteuert.

    Drei Gänge wollen sortiert werden, zum normalen Fahren benötigt man eigentlich nur den zweiten und den dritten, während der erste primär für das Anfahren am Berg eingelegt wird. Dank stattlichem Drehmoment kommt der Vierlitermotor mit dem Gewicht des Buick gut zurecht und ermöglicht ein gepflegtes Mitschwimmen im Normalverkehr. Geschwindigkeiten über 100 km/h sind möglich, aber nicht gemütlich.

    Die Lenkung ist stark untersetzt, erfordert daher keine Bärenkräfte. Dafür muss einiges gekurbelt werden, wenn gröbere Fahrtrichtungswechseln angesagt sind. Bei unebener Strasse ist man wegen der grossen und schmalen Reifen und der Vorkriegsfahrwerkkonstruktion ständig am Korrigieren, um die Fuhre auf Kurs zu halten.

    Rund 12 bis 15 Liter Benzin müssen bei zügigem Überlandverkehr pro 100 km in den Tank geschüttet werden, im Stau oder im Stadtverkehr kann es auch die doppelte Menge sein.

    Helfende Hände empfohlen

    Der Buick ist riesig, selbst für heutige Verhältnisse. Beim Rangieren ist man froh, um einweisende Hände. Will man das Dach öffnen oder schliessen, benötigt man tatkräftige Unterstützung. Da erstaunt es nicht, dass die Herrschaften sich früher einen Chauffeur leisteten, der diese teilweise anstrengenden Arbeiten rund um das Auto, aber auch Wartung, Schmierung und kleinere Reparaturen übernahm.

    Wer heute eine kleine Reise mit dem Buick Eight Series 40 Tüscher Cabriolet antreten will, wird aber sicher Freunde und Bekannte finden, die ihm zur Hand gehen, nur, um auch einmal in den Genuss einer Fahrt im eleganten Schweiz-Amerikaner zu kommen.

    Der hier gezeigte Buick Eight Series 40 mit Tüscher-Cabriolet-Aufbau aus dem Jahr 1937 wurde uns von der Oldtimer Galerie Toffen zur Verfügung gestellt. Wir danken.

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