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Passione Caracciola 2019
Bild (1/2): Maserati A6G 2000 Frua Spider #2017 (1951) - wer möchte da nicht einsteigen? (© Bonhams, 2018)
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    Der Maserati der Kellnerin – A6G 2000 Spider von Pietro Frua

    9. Januar 2019
    Text:
    Stefan Dierkes
    Fotos:
    Bonhams 
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    Stefan Dierkes 
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    Bruno von Rotz 
    (2)
    Stefano Bricarelli, Torino (I) 
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    Courtesy Bonhams 
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    Am 17. Januar 2019 wird bei der Bonhams Scottsdale-Auktion in Arizona der zweite der fünf gebauten Maserati A6G 2000 Spider von Pietro Frua versteigert.

    Maserati A6G 2000 Frua Spider #2017 (1951) - offen noch schöner
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Vom schwachen Anfang …

    Maserati nahm einen langen Anlauf, um neben Rennwagen auch in die Produktion von Seriensportwagen einzusteigen. Das erste von 1946 bis 1950 gebaute Modell 1500 Gran Sport (Tipo A6, wobei A für den Firmenmitgründer Alfieri und 6 für die Zylinderzahl steht) erwies sich mit seinem 65 PS 1,5-Liter-Motor als zu schwach und wurde in nur 61 Exemplaren mit – bis auf ein Zagato Coupé – Pinin Farina Coupé-Karosserie gebaut.

    … zum ernstzunehmenden Sportwagen

    Von 1951 bis 1953 folgte der auf 2 Liter Hubraum aufgebohrte A6G 2000 (G für Grauguss; ital. Ghisa) mit 100 PS, von dem 16 Fahrzeuge gebaut wurden: darunter neun Pinin Farina Coupés, fünf Frua Spider, ein Frua Coupé und ein Vignale Coupé. Bei den Frua-Spidern lassen sich drei 1950 und 1951 fertiggestellte Fahrzeuge (Chassisnummern 2015, 2017 und 2018) mit um 10 cm verkürztem Chassis (Radstand 2.450 mm) und zwei 1951 und 1952 fertiggestellte (Chassisnummern 2029 und 2030) mit langem Chassis (Radstand 2.550 mm) unterteilen. Diese Frua-Fahrzeuge unterschieden sich auch in einigen Karosseriedetails.

    Maserati A6G 2000 Frua Spider #2017 (1951) - sicherlich eine der schönsten Frua-Kreationen
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Während die Frua-Spider mit kurzem Chassis noch den charakteristischen Zyklopenscheinwerfer (ital. Monofaro) der frühen A6GCS-Rennsportwagen im Kühlergrill trugen sowie eine geteilte Windschutzscheibe hatten, entfiel der Zentralscheinwerfer bei den beiden späteren Spidern, die zudem eine durchgehende Windschutzscheibe und Dank des verlängerten Radstandes eine kleine Rücksitzbank aufwiesen.

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    Vorstellung des ersten Frua-Spiders

    Pietro Frua begann seine langjährige Zusammenarbeit mit Maserati mit dem Anfang Mai 1950 auf dem Turiner Salon vorgestellten A6G 2000 Spider mit der Chassisnummer 2015. Der Zweisitzer war dunkelrot lackiert, hatte eine Lederinnenausstattung im gleichen Farbton und – wie die Automobil Revue in ihrer Ausgabe vom 10. Mai 1950 notiert – einen Dreivergasermotor. Dass es sich gleichzeitig um das Debut des neuen Zweilitermotors handelte, verriet Maserati zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wohl um den Verkauf der letzten bereits fertiggestellten A6 1500 Pininfarina Coupés nicht zu gefährden.

    Der Auftraggeber Maserati hatte dafür ein um 10 cm verkürztes A6-1500-Chassis an die aufstrebende Carrozzeria Frua in Turin geliefert. Einen Monat nach dem Turiner Salon notierte Maseratis Chef-Mechaniker Guerrino Bertocchi die erste Testfahrt mit dem Wagen, der mit dem neuen Motor 100 PS Leistung und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichte.

    Der erste Spider überlebte nicht

    Im Sommer 1950 und im Frühjahr 1951 erschien eine ganzseitige Anzeige der Carrozzeria Frua mit dem roten Spider in der Motor Italia. Die darin genannte Bezeichnung des Fahrzeugs lautete „Cabriolet a due posti gran sport su Maserati sei cilindri“. Am 12. Februar 1951 wurde der Wagen schließlich über den römischen Maserati-Händler Guglielmo Dei an seinen ersten Besitzer, den Inhaber der Società Giammaria in Rom, ausgeliefert.

    Maserati A6G 2000 Frua Spider #2015 (1950) - Werbesujet
    © Copyright / Fotograf: Stefano Bricarelli, Torino (I)

    Der Wagen tauchte zuletzt im März 1954 in der Öffentlichkeit auf, als damit der in Rom lebenden Regisseur Angelo Pannacciò mit der Schauspielerin Giuseppina „Scilla“ Vannucci bei der 1. Rallye Automobilistico del Cinema von Rom nach San Remo teilnahm.

    Kurze Sequenzen in den italienischen Wochenschauen „Mondo Libero“ und „La Settimana“ zeigen den Spider mit der aufgemalten Startnummer 164. Laut Etceterini-Registrar John de Boer wurde der erste Frua-Spider danach noch in Brescia, Mailand und Como zugelassen, bevor er schließlich verschrottet wurde.

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    Der Wagen der Kellnerin

    Zwei Monate nach dem Turiner Salon lieferte Maserati am 24. Juli 1950 ein zweites verkürztes Chassis mit der Nummer 2017 an die Carrozzeria Frua nach Turin. Am 20. Januar 1951 ging der mit einer Aluminiumkarosserie versehene Spider zurück zu Maserati nach Mailand. Der laut Produktionsliste als Cabrio, aber laut Lieferschein fälschlich als Limousine bezeichnete Wagen wurde am 17. Mai 1951 wiederum über Guglielmo Dei an seinen ersten Besitzer Luigi Trevisan in Rom ausgeliefert, der laut Maserati-Historiker Adolfo Orsi in der Filmbranche arbeitete.

    Ein Jahr später wurde der Wagen an seinen zweiten Besitzer, den Regieassistenten Franco Di Stefano verkauft.

    1957 gelangte #2017 schließlich nach Kalifornien zum nächsten Besitzer Gene Tice in Santa Monica. Er ließ einen Corvette V8-Motor einbauen und dafür die Karosseriefront modifizieren. 1963 erwarb schließlich Robert Paul Yorba aus dem kalifornischen Cambria den Frua-Spider. Er nahm damit an Rennen des Sports Car Club of America teil, danach verliert sich die Spur bis 10 Jahre später der belgische Autor Tony Adriaensens in der britischen Oldtimerzeitschrift Classic and Sportscar (März 1998) von einem bemerkenswerten Restaurantbesuch berichtete. Er unterhielt sich bei einem Italiener südlich von San Francisco lebhaft mit einer Gruppe Enthusiasten über alle möglichen italienischen Exoten wie Fiat 8V und Siata, als die geduldig wartende Kellnerin die Runde mit der Feststellung unterbrach, dass sie auch ein italienisches Auto besäße.

    Maserati A6G 2000 Frua Spider #2017 (1951) - die Bellezza im Abendlicht
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Während die meisten sie in der Annahme ignorierten, dass es sich wohl um einen gewöhnlich Fiat handeln würde, fragten die Höflicheren nach dem Modell. „Es ist ein Maserati A6G Frua-Spider“ antwortete Dee-Dee, worauf die Gruppe mit offenen Mündern verstummte.
    Dianne Leichtfuss, so der vollständige Name der Kellnerin, lud Adriaensen und zwei weitere Teilnehmer der Runde am nächsten Tag in ihr Haus ein, um ihnen den restaurierungsbedürftigen Maserati ihres verstorbenen Vaters Robert Yorba zu zeigen.

    Wiederaufbau

    Es dauerte nach diesem Ereignis im Oktober 1997 noch über zwei Jahre, bis schließlich der ehemalige texanische Shell-CEO und Maserati-Sammler John F. Bookout Jr. das stark lädierte Restaurierungsobjekt erwarb. Außer dem Motor fehlten auch das Getriebe, die originalen Borrani-Speichenräder und einige Instrumente im Armaturenbrett.

    Die Restaurierung übernahm Egidio Brandoli südlich von Modena unter der Beratung des bereits erwähnten Historikers Adolfo Orsi, dem Enkel des gleichnamigen Maserati-Inhabers. Die ursprüngliche Aluminium-Front wurde rekonstruiert. Als Vorlage für den verchromten Messingkühlergrill mit dem Mittelscheinwerfer und den Stoßstangen dienten diejenigen des A6G Frua-Coupés #2028 von John de Boers Vater Jarl de Boer als Vorlage.

    Maserati A6G 2000 Frua Spider #2017 (1951) - mit montiertem Dach
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Strittig war die Frage der Originallackierung. Während die Maserati A6G-Produktionsliste diese mit Blau listete, war auf dem Lieferschein von #2017 vermerkt, dass das Fahrzeug schwarz lackiert wurde. Eine mikroskopische Untersuchung des Heckblechs durch den Autor zeigten, dass dort die unterste Decklackschicht tatsächlich Schwarz war. Fotos von Adolfo Orsi zeigen schwarzen Lack (sowie ein späteres Hellblau) auch an der Innenseite der Beifahrertür.

    Maserati A6G 2000 Frua Spider #2017 (1951) - appetitliches Interieur
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Die Entscheidung fiel schließlich auf ein dunkles Blau in Kombination mit einer roten Innenausstattung. Als Motor wurde derjenige des ersten mit Zweilitermotor gebauten A6G Pininfarina Coupés mit der Chassisnummer 2013 eingebaut. Dieses Fahrzeug war auf dem Turiner Salon 1951 ausgestellt. Der Originalmotor von #2017 soll übrigens 1991 mit neu eingeschlagener Nummer 061 in das A6 1500 Pininfarina Coupé #061 eingebaut worden sein.

    Grosser Auftritt

    Im April 2006 hatte der restaurierte Frua-Spider schließlich sein Debüt beim Concorso d´Eleganza Villa d´Este am Comer See, wo er als zweiter in seiner Klasse mit dem „Targa d´Argento“ der Jury prämiert wurde.

    Maserati A6G 2000 Frua Spider #2017 (1951) - John F. Bookout Jr. mit Beifahrer Adolfo Orsi am Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2006
    © Copyright / Fotograf: Stefan Dierkes

    Acht Jahre nach der Restaurierung erhielt #2017 beim Pebble Beach d´Elegance im August 2014 den 3. Platz in der Klasse zum 100-jährigen Jubiläum von Maserati.

    Der A6G Frua-Spider soll nun am 17. Januar 2019 bei der Bonhams-Auktion in Scottsdale mit einem Schätzwert von 2,5 bis 3,0 Millionen Euro versteigert werden.

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    Der dritte Frua-Spider auf Kuba

    Auch der dritte A6G Frua Spider mit verkürztem Chassis hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Zeitgleich mit #2017 wurde auch das Chassis #2018 am 24. Juli 1950 an die Carrozzeria Frua geliefert. Der hellgrau lackierte Spider mit blauer Lederpolsterung wurde auf dem Turiner Salon im April 1951 ausgestellt und Ende desselben Monats von Frua an Maserati geliefert. Er wurde mit Maserati-Lieferschein vom 4. September 1951 – wie die anderen beiden Fahrzeuge über Guglielmo Dei –nach Kuba ausgeliefert, gewann aber zuvor noch den 1. Preis beim Concorso d´Eleganza an der Villa Borghese in Rom.

    Maserati A6G 2000 Spider #2018 (1951) - elegantes Cabriolet, gezeichnet von Pietro Frua, gezeigt in Turin 1951
    © Archiv Automobil Revue

    Der Erstbesitzer Amadeo Barletta hatte italienische Wurzeln und war ein erfolgreicher Unternehmer in Havanna. Er war unter anderem General Motors-Repräsentant, Verleger der Tageszeitung „El Mundo“ und Direktor des Cuban-Venezuelan Oil Voting Trust tätig. Nicht nur Banken, Casinos und Nachtclubs gehörten zu seinen Geschäften, sondern auch eine führende Rolle in der kubanischen Mafia vor dem zweiten Weltkrieg ist dokumentiert.

    1960 wurde Barletta von Fidel Castro enteignet und musste mit seiner Familie Kuba verlassen und dort den Frua-Spider zurücklassen. Dieser verrottete unter freiem Himmel und wurde nach und nach ausgeschlachtet. Leider fehlen nicht nur Motor und Getriebe, sondern auch die Chassisnummer. Immer wieder wurde das Fahrzeug zum Verkauf angeboten, mehrere Personen gaben sich als Besitzer des Fahrzeugs aus. Auch der Autor dieser Zeilen versuchte 2004 das Fahrzeug über einen Kontaktmann bei einer kubanischen Import-Export-Firma aus Kuba zu holen. Leider ging dieser Kontakt durch die Kündigung des jungen Mannes verloren.

    Als schließlich 2011 die teilweise Freigabe des seit über 50 Jahren verbotenen Handels mit Personenwagen durch die kubanische Regierung erfolgte, hatte ein Brite die Nase vorn und konnte Chassis 2018 mit der ausgeweideten Aluminiumkarosserie erwerben. Das Fahrzeug befindet sich seitdem in der Provinz Modena in Restaurierung.

    Nach den drei Wagen mit kurzem Radstand entstanden im Jahr 1952 noch zwei mit längerem Radstand, welche die Chassisnummern #2029 und #2030 trugen. 

    Maserati A6G 2000 Frua Cabriolet #2030 (1952) - Teilnehmer in der Klasse E - Prancing Horse versus Trident - am Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2013
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

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