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Bild (1/41): Arbeit an einer Mercedes 220 S Limousine - Einblicke in die Arbeit der Ponton-Manufaktur (© Daniel Reinhard, 2014)
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    Zu Besuch bei der Ponton-Manufaktur - wo aus Fast-Abbruchobjekten wieder glänzende Klassiker werden

    21. März 2014
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
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    Es braucht sicher eine besondere Zuneigung zu den hochbeinigen und rundlichen Mercedes-Ponton-Limousinen und Zweitürern, um ein Geschäft wie die Ponton-Manufaktur aufzubauen. Doch diese Zuneigung verspürte Thomas Hanna bereits in jungen Jahren und so war es nur konsequent, dass er früher oder später sein Hobby zum Beruf machte und die Ponton-Manufaktur im Norden von München gründete. Und auch dies liegt nun schon wieder viele Jahre zurück und seither sind unzählige Mercedes-Ponton durch seine Hände gegangen.

    Mercedes Benz 190 (1960) - vor seinen Ponton-Brüdern
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Bewahrer

    Die Ponton-Manufaktur kann man nicht zuletzt als Bewahrerin der Mercedes-Ponton-Population sehen. Immer wieder werden Fahrzeuge gefunden, bei denen sich eine Restaurierung nicht mehr lohnt. Diese werden sorgfältig ausgeweidet und alles, was noch verwendbar ist, wird auf die Seite gelegt, kommt ins umfangreiche Teilelager, das sowohl Alt- wie auch Neuteile enthält.

    Lenkräder, Türen, Hauben - Einblicke in die Arbeit der Ponton-Manufaktur
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Manches Wrack wird, weil es Besonderheiten offeriert oder von den Produktionszahlen her interessant ist, auf die Seite gelegt. Dort wartet der Wagen dann auf eine Zeit, bis sich die Restaurierung lohnt oder ein Kunde dann genau ein solches Fahrzeug will.

    Das ständig wachsende Ersatzteillager umfasst rund 50 Motoren, viele Blechteile, Instrumente, Radios und Zubehörelemente. Zu den Besonderheiten gehört die Getriebe-Halbautomatik Hydrak, für die Hanna auch einiges an Ersatzteilen hortet. Tatsächlich werden diese Getriebe heute meist ausgebaut, weil sie nur mit guter Sachkenntnis und beträchtlichem Mechanikereinsatz sauber am Funktionieren gehalten werden können.

    Schöpfer

    Die Ponton-Manufaktur hat ihren Namen nicht von ungefähr. Man versteht sich als handwerklicher Wiedererbauer von Ponton-Mercedes-Fahrzeugen.

    Fahrzeuge in unterschiedlichen Zustandsstufen stehen in Warteposition - Einblicke in die Arbeit der Ponton-Manufaktur
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Fortwährend werden restaurationswürdige Objekte vom Blech her neu aufgebaut. Die Karosseriespengler- und Malerarbeiten werden hierzu meist in Polen und Ungarn durchgeführt, wo man mit bewährten Partner zusammenarbeitet. Zu diesem Zwecke wird die Rohkarosserie zu den spezialisierten Betrieben befördert, wird dort komplett überarbeitet und mit Ersatzteilen neu aufgebaut und kommt hinterher komplett lackiert wieder nach Deutschland zurück.

    Im Norden Münchens wird dann der Wagen wieder komplettiert, Sattlerarbeiten werden bei entsprechenden Spezialbetrieben in Auftrag gegeben. Zum Schluss wird der Wagen hohlraumbehandelt und poliert, so dass er sich dem Kunden auch wirklich (fast) wie ein Neufahrzeug präsentiert.

    Der Kunde kauft das Projekt zum Fixpreis, eine Vierzylinder-Ponton-Limousine liegt bei rund 60’000 bis 70’000 Euro, das begehrte 220 S Cabriolet knapp über 200’000 Euro, Coupés und Sechszylindervarianten dazwischen. Nur dank klarer Fokussierung und stetigen Effizienzverbesserungen sind solche Restaurierungspreise für ein deutsches Unternehmen überhaupt machbar.

    Auf Kundenwunsch werden die Autos auch durchaus etwas in den Spezifikationen angehoben. So zählt das Schiebedach zum Wunschzubehör der meisten Käufer und bei den Dieselmotoren sorgen Optimierungen für etwas mehr Dampf und bessere Abgaswerte. Und eine 12-Volt-Umrüstung sorgt dafür, dass die Batterie nicht so schnell schlapp macht. Auch moderne Radios oder Servolenkungen werden auf Kundenwunsch eingebaut, obschon Hanna eigentlich originalgetreue Restaurierungen präferiert.

    Im Gespräch erklärt Thomas Hanna: “Der Restaurierungsstandard ist heute viel höher als noch vor 10 oder 15 Jahren, die Qualität unserer Pontons übertrifft in vielen Punkten die Serienqualität der Fünfzigerjahre, so passen wir heute Blechpartien an, bis sie wirklich passen und verzichten auf unnötiges Zinn für die Anpassung von Fugen.”

    Der Perfektionist Hanna weiss wovon er spricht. Und er erklärt, dass alleine das Anbringen der Zierleisten schnell mehrere Tage Aufwand sein können, weil alles individuell angepasst werden muss.

    Aber auch dies ist vielleicht ein Grund, warum zum Beispiel Günther Jauch seinen Ponton von Hanna hat. Und auch, dass ein restaurierter Ponton-Mercedes meist eine höhere Lebenserwartung hat als der Käufer, nämlich 50 Jahre oder mehr, aber nur solange sie häufig abgeschmiert und oldtimer-gerecht behandelt werden. Aber auch dies bringt Hanna dem neuen Ponton-Besitzer gerne bei.

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    Alte Fahrzeuge verlangen natürlich auch jederzeit nach Wartungseingriffen.

    Sympathisch eingerichtete Arbeitsräume - Einblicke in die Arbeit der Ponton-Manufaktur
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Auch hier ist die Ponton-Manufaktur zur Stelle und hilft den Besitzern mit Rat und Tat. In einer Zeit, wo immer weniger Mercedes-Betriebe noch Mechaniker mit Kenntnissen der Fahrzeuge vor 1980 haben, wird gerade dieser Aspekt für die Ponton-Fahrer immer wichtiger.

    Händler

    Wer einen Mercedes Benz 180, 190 oder 220 der Ponton-Reihe, ob als Limousine, Coupé, Cabriolet oder gar als seltenen (Binz-) Kombi sucht, der ist ist bei der Ponton-Manufaktur an der richtigen Adresse. Ständig stehen mindestens 20 Fahrzeuge zum Verkauf, teilweise in unrestauriertem Zustand, teilweise als Fertigfahrzeuge.

    Im Verkaufsraum strahlen die Pontons um die Wette - Einblicke in die Arbeit der Ponton-Manufaktur
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Im Verkaufsraum im Kartoffelkeller - früher wurden hier tatsächlich die Knollen aus dem Boden darin gelagert - zeigt Hanna dem interessierten Kunden gerne die verschiedenen fahrfertigen Ponton-Varianten und auch einer Probefahrt spricht nichts entgegen.

    Auch unrestaurierte und vollständig einsatzbereite Fahrzeuge sind im Angebot, was natürlich gerade dem neuen Trend zum patinierten Oldtimer entspricht.

    “Warum kaufen sich die Leute heute wieder gerne eine Ponton-Limousine?, fragen wir Hanna. “Weil man als Kind auf der Rücksitzbank sass, weil sie sympatisch aussehen und weil sie auch heute noch gut im Alltagsverkehr mithalten können - und nicht zu vergessen, weil diese liebenswerten Klassiker inzwischen zu begehrten Sammler- und Investmentobjekten mit hoher Wertsteigerung geworden sind”, antwortet uns der Ponton-Mann mit Überzeugung.

    Eine beträchtliche Anzahl der über 400’000 gebauten Ponton-Mercedes ist noch am Leben, aber jede ist irgendwie einzigartig. Wie sich die Fahrt anfühlt, kann man hier nachlesen .

    Mercedes Benz 190 (1960) - dank gutem Fahrwerk waren auch schnellere Reisedurchschnitte möglich
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Rennfahrer und Alltagsnutzer

    2006 siegte Thomas Hanna, der auch im Alltag einen Ponton als Geschäftswagen bewegt, auf einem Mercedes Benz 190 bei der Carrera Panamericana in seiner Klasse. Bei diesem Rennen, um ein solches handelt es sich auch heute noch, liess sich die Zuverlässigkeit des Pontons bestens zeigen.

    Für die Zukunft hat sich Hanna ein weiteres Ziel gesetzt, die Teilnahme bei der East African Safari im Jahr 2016. Auch hier soll wiederum ein Ponton genutzt werden. Nur restauriert muss er vorher noch werden. Man darf gespannt sein.

    Die Ponton-Manufaktur stellt in Essen an der Techno Classica (26. bis 30. März 2014) aus. Ein Besuch auf dem Stand 527 in der Halle 2 lohnt sich sicher, nur schon um einige der unzähligen Anekdoten aus Hannas langer Restaurierungserfahrung zu hören.

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