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Bild (1/14): Piquets Autosammlung in Brasilia (© ams, 2014)
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    Wie das letzte Türchen des Adventskalenders - Nelson Piquets Autosammlung

    24. Dezember 2015
    Text:
    ams
    Fotos:
    ams 
    (125)
     
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    In der Adventszeit werden von Kindern täglich Türen geöffnet, wenn auch nur am Adventskalender. Wir hatten das besondere Vergnügen das grosse Tor mit der Nummer 24 zu öffnen und dabei einen Blick auf die Automobil-Sammlung des brasilianischen F1-Weltmeisters Nelson Piquet zu werfen.

    Piquets Autosammlung in Brasilia
    © Copyright / Fotograf: ams

    Nelson Piquet verdient heute mit seiner Firma "Autotrac" (Ortungssystem für Logistikunternehmen verhindert Leerfahrten und Zusatzkilometer) mehr Geld, als er während seiner kompletten Rennkarriere zusammen, eingenommen hat.

    Auto-Passion fast schon in die Wiege gelegt

    Angefangen hat die Freude an Autos schon im jungen Alter von zehn Jahren.

    Cadillac Eldorado - Besuch in Nelson Piquets Autosammlung
    © Copyright / Fotograf: ams

    "Meine Mutter fuhr einen alten DKW. Ein Freund der Familie hatte einen Cadillac. Was für ein Schiff. Was für ein Fahrgefühl im Vergleich zu unserem DKW. Ich verliebte mich in diese Autos, auch die ganzen Details an dem Auto waren absolut einzigartig. Seht die Tankklappe, die ist hier unter dem Rücklicht versteckt. Ist doch genial. Deshalb war das erste Auto meiner Sammlung ein Cadillac Eldorado von 1956. Inzwischen habe ich vier Modelle davon. Einer wird gerade restauriert."

    Schmutzige Finger

    Fünf Mitarbeiter helfen Piquet, alle diese Autos, rund 50 an der Zahl, zu unterhalten und die Sammlung in einem absoluten Top-Zustand zu bewahren. Der 23-fache GP-Sieger macht sich aber auch gerne selbst mal die Finger schmutzig. "Ich habe ja mal als Mechaniker angefangen. Bei VW-Motoren macht mir so schnell keiner was vor."

    De Tomaso Pantera - Besuch in Nelson Piquets Autosammlung
    © Copyright / Fotograf: ams

    In der Werkstatt stehen gerade ein Ford von 1929, eine türkisblauer Cadillac Eldorado mit 315 PS, ein Jeep und ein in seine Einzelteile zerlegter de Tomaso Pantera. "Der wird in einem halben Jahr fertig sein", verspricht Piquet.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Bestens organisiert

    Hinter der Werkstatt befinden sich noch zwei gut gefüllte Ersatzteillager. Da stapelt sich so alles, von Motoren, Turbolader, Getriebe, ganze Achsen, aber auch Zahnriemen, Reifen, Felgen, Dichtungen, bis zu Blechteilen aller Art um beschädigte Karosserieteile auszutauschen.

    Ersatzteillager
    © Copyright / Fotograf: ams

    Ein ganzes Regal füllt die Lektüre zu den Autos, die Piquet fährt. Mit dem Sammeln kam natürlich auch das Interesse. Der Ex-Champion weiß erstaunlich viel über die Geschichte seiner Autos. Er führt auch selbst für jedes Fahrzeug eine Art Fahrtenbuch. Vermerkt wird da, wo der Wagen herkommt herkommt, wie viele Vorbesitzer er hatte, wie viele Kilometer, welche Reparaturen, welches Tuning.

    Jungfräulicher Rolls-Royce aus dem Jahr 1926

    Nun stellt sich auch die Frage nach dem wohl wertvollsten Auto der Sammlung. Piquet zeigt auf einen Rolls Royce aus dem Jahr 1926 und erzählt eine eindrückliche Geschichte dazu. "Er gehörte ursprünglich den Besitzern des Copacabana Palace Hotels in Rio de Janeiro. Die haben ihn an einen Geschäftsmann in Sao Paulo verkauft. Als ich von dem Auto Wind bekam, hieß es, er sei nur wenig gefahren worden."

    "Ich habe mir den Rolls angeschaut und gesehen, dass der noch keinen Meter zurückgelegt hatte. Das Öl im Motor hatte sich über all die Jahre in Fett verwandelt, das Benzin im Tank wurde zu Pulver. Wir haben penibel gereinigt, alles durchgespült, dann Benzin und Öl eingefüllt, den Motor gestartet und siehe da das Auto lief. Da schon damals keine Gummidichtungen oder sonstige kurzlebige Materialien verbaut wurden konnte sich nur wenig zersetzen. Alles solide Mechanik. Für die Motorsteuerung nahmen sie einen Lederriemen."

    Rolls-Royce - Besuch in Nelson Piquets Autosammlung
    © Copyright / Fotograf: ams

    Heute dürfte das Auto rund 2,5 Millionen Dollar wert sein. Aber es ist natürlich unverkäuflich. Piquet öffnet den Kofferraum und kramt das Benutzerhandbuch hervor. Schon allein dieses Buch ist für sich gesehen ein Museumsstück: "Schau dir das an. Es ist mehr eine Bauanleitung als eine Gebrauchsanweisung. Mit einer Schnittzeichnung vom Motor, der genauen Getriebeübersetzung und dem Schaltplan der Elektrik. Damit könntest du sogar den Kabelbaum selbst zusammenbauen"

    Es ist nicht der einzige Rolls in Piquet`s Sammlung. Ein Corniche aus dem Jahre 1977 und ein aktueller Ghost (2012) gehören noch mit dazu.

    Raritäten, aber auch ehemalige Alltagsautos

    Das Gegenstück zu den Luxuskarossen der britischen Edelmarke ist sicher der Renault 4CV. Piquet schätzt seinen Preis auf 10.000 Dollar. Auch ein echter Käfer aus Brasilien darf natürlich nicht fehlen. "1974 hier in Brasilia gebaut. Er hat gerade mal 1.000 Kilometer auf der Uhr."

    BMW M3 Cabrio E36 - Besuch in Nelson Piquets Autosammlung
    © Copyright / Fotograf: ams

    Manchmal wird der letzte Playboy unter den Formel 1-Weltmeistern sentimental. "Ich hatte mal ein BMW M3 Cabrio. Den hatte ich leider verkauft. Später aber fand ich ihn wieder in einem Inserat hier in Brasilia. Ich habe ihn mir sofort zurückgeholt."

    Brasilianische Exoten

    Neben Klassikern wie einem Porsche 356 von 1959, drei Jaguar E-Types, zwei Minis, einem Mustang, zwei Corvettes, einem Karmann Ghia von 1970, einem Ferrari 308 GTSi von 1980 und einen 10 Jahre älteren Dino, stehen auch ein paar echte Exoten auf dem exklusiven Parkplatz des Ex-Weltmeisters. Zum Beispiel der Interlagos. Ein Auto mit 65 PS, das 1975 in Sao Paulo gebaut wurde und seine Ähnlichkeit mit dem Renault Alpine A110 nicht verleugnen kann.

    Willys Overland Interlagos - Besuch in Nelson Piquets Autosammlung
    © Copyright / Fotograf: ams

    Natürlich darf der Puma, auch ein Auto aus brasilianischer Produktion, nicht fehlen. Piquet besitzt zwei Modelle der aus Porto Allegre stammenden Marke. Der P018 ist noch im Originalzustand mit Vierzylinder VW-Motor aus dem Jahr 1984.

    Puma 2000 - Besuch in Nelson Piquets Autosammlung
    © Copyright / Fotograf: ams

    Das zweite Auto wurde getunt und das gleich mal richtig. Nelson lacht und sagt: "Ich habe mir einen  F-1-Motor von BMW aus den 80er Jahren besorgt und das Ding samt Ladeluftkühler ins Heck gebaut. Mit 1,8 bar Ladedruck hat er 650 PS. Das Auto ist gemeingefährlich. Kann vor lauter Kraft kaum mehr geradeaus fahren."        

    Original oder mordsmässig getunt        

    Bei Piquet müssen nicht alle Autos im Originalzustand dastehen. Er liebt die Gegensätze, entweder original oder dann mal richtig aufgemotzt. So wie einen der beiden Minis, der jetzt rund 300 PS hat. Oder den Bulli, der erst drei Jahre alt, aber total auf Retro gemacht wurde und mit einem Turbo-Motor versehen ist.

    Lincoln - Besuch in Nelson Piquets Autosammlung
    © Copyright / Fotograf: ams

    Oder der Lincoln von 1927, mit dem er selbst auch historische Rennen fuhr. "Ursprünglich wurde das Auto für die 500 Meilen von Indianapolis gebaut und hat deshalb nur hinten Bremsen. Ich fahre gerne auf echten Rennstrecken damit. Mit zwei Trommelbremsen wäre das lebensgefährlich. Also habe ich vorne zwei Scheibenbremsen eingebaut und hinten eine zusätzliche Feder, damit das Fahrwerk nicht so hart ist."

    Auf der Flugzeugpiste

    Heute fahren wir damit wie später auch mit dem Ford GT40 auf die Landebahn. Richtig gelesen. Piquet hat, natürlich für seine Flugzeuge gedacht, eine eigene Landebahn auf seinem 100 Hektar grossen Grundstück.

    Auf dem 900 Meter langen Asphaltstück mitten im Wald gibt er dem Ex-Indy-Car so richtig die Sporen. "Aber nur bergauf. So wie wir auch mit den Fluggeräten landen. Bergab ist mir viel zu gefährlich, bei einem Bremsversagen, würde ich im Wald liegen."

    Etliche Youngtimer und Neo-Klassiker

    In seiner Sammlung stehen auch jüngere Fahrzeuge wie der BMW Z8, von dem nur insgesamt 4 Exemplare in Brasilien verkauft wurden. Dazu gesellen sich ein  Ferrari FF, ein Ferrari 599 und ein McLaren MP4-12C. Der Jaguar XJ220 ist schon eher wieder ein Exot. Nur 288 Stück wurden von dem 790 PS starken Sportwagen gebaut, der in Le Mans fahren sollte. Piquet hat das Auto von einem Onkel des Ex-Sauber F1 Piloten Pedro Diniz erstanden.

    Jaguar XJ 220 - Besuch in Nelson Piquets Autosammlung
    © Copyright / Fotograf: ams

    Dann steht da noch ein Cobra-Nachbau mit einer Karosserie aus Karbon. "Die Karosserie wiegt nur 85 Kilogramm", verrät Piquet.

    Kaum F1-Autos

    Das absolut stärkste Auto im Portfolio ist der Ford GT40, dem Piquet einen monströsen Heckflügel verpasst hat, weil dieses Auto oft auch auf der Rennstrecke gefahren wird.

    Die Tankstelle mit dem Karmann an der Tanksäule ist aber bewiesenermassen keine Show. Aus der alten Texaco-Säule fliesst tatsächlich frischer Sprit.

    Williams FW 11B - Besuch in Nelson Piquets Autosammlung
    © Copyright / Fotograf: ams

    Eine letzte Frage an den heute 63 jährigen Brasilianer bezog sich auf sein Interesse an seinen alten Rennautos? "Ich habe leider nur den Williams von 1987 zuhause. Den habe ich mir von Frank gekauft. Leider hatte ich damals vergessen, mir vertraglich meine Rennautos zu sichern."

    Dafür liess er alle seine Ex-Rennwagen in ihrer Silhouette auf blauem Grund malen. Die Bilder umrahmen die ganze Halle.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    ha******:
    05.01.2016 (23:52)
    Toller Bericht, als grosser Piguet Fan komme ich schon bei meinem ersten Login zu so einem tollen Beitrag. Ich habe ein tolles Foto welches Daniel Reinhard gemacht hat, Nelson in den Gluten des Autos
    ka******:
    31.12.2015
    Super Bericht - Weiter so -
    Gruß Peter Walusch
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