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Die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt von 1950 bis 1990 (Einführung)

Erstellt am 7. September 2011
, Leselänge 4min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Opel / General Motors 
1
Volkswagen / Werk 
1
Archiv 
27

Die erste IAA nach dem zweiten Weltkrieg ging 1951 in Frankfurt über die Bühne, nachher fand die Auto-Ausstellung im zweijährigen Turnus statt. Eine Ausnahme bildete 1971, als die Messe wegen finanzieller Engpässe ausfiel.

Dieser Übersichtsartikel fasst wesentlich Entwicklungen und das Umfeld zusammen, verweist aber insbesondere auf die pro Jahrzehnt verfassten Detail-Berichte. insgesamt wurden über 300 Fotos aus den Archiven hervorgesucht, um einen Eindruck der Entwicklungen über 50 Jahre zu geben.

VW (1953) - Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt 1953 - VW-Halle
Archiv Automobil Revue

Die Fünfzigerjahre

Die Fünfzigerjahre bleiben aus Sicht der deutschen Autoindustrie als ein Jahrzehnt der Wechselbäder in Erinnerung, aber auch als eine Periode ungeheuren und kaum für möglich gehaltenen Wachstums.

Nach einer langen und kriegs-, wirtschafts- sowie politik-bedingten Pause eröffnete im Frühling 1951 die erste neue Internationale Automobilausstellung in Frankfurt die Pforten. Die deutsche Industrie, insbesondere aber die Fahrzeugherstellung war seit dem zweiten Weltkrieg richtig aufgeblüht.

Das neu bezogene Messegelände in Frankfurt a. M. mit seinen  weit verstreuten Hallen eignete sich aus Sicht des AR-Korrespondenten nicht sehr gut für eine Automobilschau, vor allem wenn ein Vergleich zu Paris, London, Turin oder Genf gezogen werde. Dafür bot die reichlich vorhandene Fläche aber auch viel Freiraum, so dass die grossen Hersteller wie VW oder Mercedes-Benz eigene Messehallen mit neuen Ideen gestalten konnten.

Wichtigste Neuerscheinungen und Premieren waren: Mercedes Benz 220 und 300, Borgward Rennsportwagen 1,5 Liter, BMW 501, Porsche 356 1,3-Liter, Messerschmitt Kabinenroller, BMW 503, 507, Mercedes Benz 190 SL Coupé, Opel Kapitän, MG A, Alfa Romeo Giulietta Spider, VW Karmann-Ghia, DKW 1000, Messerschmitt Tiger, Opel Olympia, Tatra 603, Skoda 445 Cabriolet, Ford Edsel, Borgward Isabella Coupé, Opel 1200, BMW 700, usw.

Ein detaillierter Bericht über die Fünfzigerjahre an der IAA geht auf das Umfeld und die Neuerscheinungen vertieft ein.

Audi (1965) - Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt 1965 - wirtschaftliche Zusammenarbeit steht im Vordergrund
Archiv Automobil Revue

Die Sechzigerjahre

Wie schon die Fünfzigerjahre waren auch die Sechzigerjahre geprägt von jähen Wechseln, Auf-/Ab-Bewegungen und ständigen Veränderungen. Die deutsche Autoindustrie hatte sich, nicht zuletzt wegen des hohen Exportanteils und des gleichzeitig schnell wachsenden Inlandbedarfs, zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt und beschäftigte einen erheblichen Anteil der Arbeitnehmer.

Die Internationale Automobilausstellung (IAA) wuchs stetig in den Sechzigerjahren, mehr Fläche und mehr Aussteller machten die Ausstellung in Frankfurt zur grössten Fahrzeugausstellung in Europa. Nachdem man sich vor allem in den Fünfziger- und den frühen Sechzigerjahren noch mit sich selbst beschäftigt hatte, wurden die Import-Marken immer präsenter und gewichtiger gegen Ende des Jahrzehnts.

Technisch waren die Sechzigerjahre geprägt durch das Aufkommen des Wankelmotors und das Wachsen von Sicherheits-, Effizienz- und Umweltverträglichkeitsanstrengungen. Scheibenbremsen und Automatik-Getriebe setzten sich mehr und mehr durch, die Fahrzeuggrösse und die Motorenleistung wuchsen beständig.

Am Ende der Sechzigerjahre konnte man auf ein Jahrzehnt mit beinahe unglaublichem Wachstum zurückschauen und auch der Blick in die Zukunft war von Optimismus geprägt.

Wichtigeste Neuheiten, die in Frankfurt gezeigt wurden, waren: VW 1500, BMW 1500, Glas S 1004, Mercedes Benz 220 SE Cabriolet, Fiat 2300 S, Mercedes Benz 600, NSU Wankel Spider, Porsche 901, BMW 1800 ti, Auto Union F 102, Glas 1300 GT, Opel Rekord Coupé, Alfa Romeo Giulia Sprint GT, Audi, Glas Goupé 2600, Opel Kadett, BMW 2000 CS Coupé, VW 1600 TL, NSU Prinz 1000 TT, Glas 1304 TS, Mercedes Benz 300 SEL, Iso Grifo Lusso, NSU Ro 80, Bond Equipe, Porsche 911T, Rolls Royce Mulliner Park Ward Drophead Coupé, Honda N600, VW-Porsche 914, Opel CD Coupé, Mercedes Benz C111, Opel Aero GT, Audi Coupé, VW Typ 181, BMW 2000 tii, Ford 26M, Fiat 128, Ferrari 365 GTS 4 (Daytona Spider), Iso Rivolta Lele, usw.

Ein detaillierter Bericht über die Sechzigerjahre an der IAA schildert Umfeld und Neuerscheinungen.

Opel Kadett (1973) - bedeutsame Neuheit auf dem Opel-Stand - Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt 1973
Archiv Automobil Revue

Die Siebzigerjahre

Die Siebzigerjahre begannen für die IAA mit einem Paukenschlag, die zweijährlich stattfindende Ausstellung fiel 1971 nämlich aus! Der Verband der Automobilindustrie hatte die Veranstaltung aus Sparsamkeitsgründen abgesagt. Nicht nur dies, sondern auch die immer stärker abseits von Publikumsveranstaltungen präsentierten Neuheiten führten zu mancher Diskussion über die Notwendigkeit von derartigen Ausstellungskonzepten.

Prägendes Ereignis der Siebzigerjahre war sicher die Energiekrise. Der Imperativ, sparsame und immer saubere Fahrzeuge herzustellen, entwickelte sich in den Siebzigerjahren zum wichtigen Thema. Aber auch das politische Kontinuum zwischen absoluter Verteufelung des Autos bis zum kritiklosen Fortschrittsglauben beeinflussten die Entwicklung zwischen 1971 und 1979.

Wichtigste Neuerscheinungen waren: Porsche Turbo, Bitter CD, Jaguar XJ6 Coupé, VW Golf GTI, Mercedes Benz 450 SEL 6.9, Opel Kadett, Opel Ascona, Opel Manta, Matra-Simca Bagheera, Jaguar XJ-S, Cadillac Seville, Mercedes-Benz T-Modell, Audi 100 Avant, BMW 745i, Ferrari 308 GTS, Mitsubishi Sapporo, Saab 99 Turbo, Fiat Ritmo Cabriolet, Mercedes-Benz S-Klasse, VW Jetta, Opel Senator/Monza, usw..

Ein detaillierter Bericht über die Siebzigerjahre an der IAA  weist auf Neuerscheinungen und Umstände hin.

Opel (1985) - Opel-Stand auf der IAA 1985
Copyright / Fotograf: Opel / General Motors

Die Achtzigerjahre

Die Achtzigerjahre schienen es nicht gut mit dem Automobil zu meinen. Nationenübergreifend würden politische Parteien gegründet, die als “Grüne” der Individualmobilität an den Kragen wollten. Dabei hatte man noch nie bessere und sauberere Automobile produziert. Der Katalysator begann sich Mitte der Achtzigerjahre durchzusetzen, die Fahrzeughersteller trieben ihre Ingenieure zu Höchstleistungen an, um Autos zu entwickeln, die weniger verbrauchten und unschädlichere Abgase produzierten.

Es entstanden Aerodynamik-Wunder und Supersportwagen vom Schlage eines Ferrari F40 oder Porsche 959, aber auch der BMW M3 und der Mercedes-Benz 190E 2.3-16.

Ein detaillierter Bericht über die Achzigerjahre an der IAA  weist auf Neuerscheinungen und Umstände hin.

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