Devin 1954-1965 - erfolgreiche Kunststoff-Sportwagen aus USA

Erstellt am 1. Januar 2011
, Leselänge 3min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Daniel Reinhard 
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Lucio Pompeo 
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Archiv www.forgottenfiberglass.com 
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AR-Archiv 
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Bruno von Rotz 
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Bill Devin wurde 1915 in Rocky, Oklahoma geboren. Henry Manney beschrieb in einst als „Enzo Ferrari aus den Okie Flats“. Bills Vater hatte eine Autoreparatur-Werkstatt und später eine Chevrolet-Garage und der neugierige Bill beschäftige sich mit Autos lange bevor sein Vater in an die Arbeit setzte.

Bill Devin begann schon früh in seinem Leben, Autos zu bauen, er war aber auch ein erfolgreicher Rennfahrer.

1954 entschied Devin, dass er mindestens so gut Autos bauen konnte, wie jeder andere, besonders wie die Europäer. Er richtete einen Hühnerstall her und begann die Devin-Panhards zu bauen. Dabei arbeitete er mit Polyester-Karosserien, was in den frühen 50ern noch sehr innovativ war. Devin lernte die Kunst, mit Polyester Karosserien herzustellen, sehr schnell, die Devin-Panhards nutzen diese von Beginn weg.

Ein weiterer Meilenstein war der eingesetzte Motor, der mit einem durch einen Riemen angetriebene obenliegende Nockenwelle ausgerüstet war. Leider vergass Devin, diese Idee zu patentieren, da ihm die Papierarbeit ein Greuel war.

Das nächste Kapitel im Leben von Bill Devin ist vermutlich das bekannteste. Die attraktiven und in 27 Variationen einzeln erhältlichen Devin-Karrosserien basierten auf dem Design des Ferrari 750 Monza, respektive des Erminis. Mit diesen Karosserien konnten die unterschiedlichsten Chassis ausgestattet werden, vom kleinen Crosley, über den Triumph TR2/3 bis zum Allard. Devin wurde schnell der grösste und erfolgreichste Produzent dieser Karrosserien. Mit 50 Händlern lieferte er Tausende dieser Karrosserien in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika und sogar Südafrika aus.

Devins Konkurrenten zu jener Zeit waren Firmen wie Byers, Almquist, Alken, La Dawri, Microbond, Fiberfab, Fibersport, Atlas, Kellison, Alied, Conquest, Victress und Microplas, die meisten davon schon lange vergessen. Der Name Devin aber hielt und er stand für Qualität bei günstigen Kosten - für USD 295 konnte man eine ganze Karosserie kaufen. Devin-Karrosserien waren immer sehr glatt und das Finishing war besser als bei Konkurrenzprodukten.

Bill Devin baute auf Basis des Erfolges der Karosserien auch vollständige Autos, respektive komplette Body-/Chassis-Kits. Der Devin C (Corvair) und der Devin D (VW/Porsche) konnten den Markt aber nicht vollständig überzeugen. Auch eine europäische Produktion (in Belgien) war nicht von Erfolg gekrönt.

Mit dem Devin SS verwirklichte sich Devin seinen Traum, schnelle komplette Autos zu bauen. Der Devin SS wurde ein berühmtes und auf der Rennstrecke erfolgreiches Auto, der finanzielle Erfolg blieb jedoch aus.

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