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    40 Jahre im Dienste der Youngtimer und Oldtimer - 40 Jahre Touring Garage

    5. Mai 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
    (12)
    Touring Garage 
    (11)
     
    23 Fotogalerie

    In den Siebzigerjahren sprach man noch nicht von Oldtimern, sondern von Veteranen. Der Begriff “Youngtimer” war noch nicht einmal geboren, Autos aus der Nachkriegszeit galten im Prinzip als Occasion oder Gebrauchtwagen, auch wenn sie sich oft für den alltäglichen Gebrauch gar nicht mehr eigneten. “Es waren einfach alte Autos”, meint Peter Rau, der 1977 die Touring Garage gründete, im Gespräch.

    Touring Garage im Jahr 1978
    © Copyright / Fotograf: Touring Garage

    Als Kaufmann hatte er damals die Renault-Garage von Jean Wicki übernommen und begonnen, Neuwagen und jüngere Gebrauchtfahrzeuge zu verkaufen. Doch bald stellte Peter Rau auch ältere Fahrzeuge dazu, Autos vom Schlage eines MG A oder Triumph Spitfire. Darüber war der Renault-Vertrieb gar nicht glücklich und so wurde diese Geschäftspartnerschaft beendet.

    Schwierig adressierbarer Markt

    Zu jener Zeit war Rau neben Guggisberg der einzige Oldtimer-Händler in der Schweiz, auch die Zahl der Interessenten hielt sich in Grenzen und sie waren gar nicht so einfach aufzuspüren. So begann Peter Rau seine Autos in der Automobil Revue und im Tages-Anzeiger zu inserieren.

    Allerdings gingen diese nur allzu oft zwischen den neuwertigen Gebrauchten unter, es fehlte eine eigene Rubrik für “Klassiker”. Rau bekniete den “Tagi” über zwei Jahre lang, bis die Blattmacher dort ein Einsehen hatten und einen gesonderten Oldtimer-Teil einrichteten. Und siehe da, es erschienen immer mehr Inserate, immer mehr Leute begannen sich für die Autos zu interessieren.

    Was sind die Autos wert?

    Eine Schwierigkeit der Pionierzeit im Oldtimer-Handel war es, dass niemand wusste, wieviel diese alten Autos wert sein sollten. Durch seine ständige Beschäftigung mit diesen Autos hatte sich Peter Rau aber einen soliden Erfahrungsschatz aufgebaut, konnte jederzeit nachschlagen, für wieviel er ein ähnliches Fahrzeug verkauft hatte. Zudem war seine Telefonnummer “01 856 11 11” inzwischen landesweit bekannt und so erhielt er immer wieder Anrufe, wenn jemand sich altershalber von seinem Fahrzeug trennen wollte oder eines in einem Schuppen gefunden wurde, was damals durchaus noch Gang und Gäbe war.

    “Auf Autoabbrüchen konnte man damals aus heutiger Sicht echte Klassiker aufgestapelt finden”, erinnert sich Rau. “Ich konnte zum Beispiel einen Alfa Romeo Giulietta Sprint Veloce mit Alukarosserie für 1000 Franken einkaufen, mit einer Marge weitergeben, später für 3000 Franken wieder zurückkaufen ... und heute wäre das Auto locker 200’000 Franken oder mehr wert”.

    Vor- und Nachkriegsklassiker vor der Touring Garage in den Achtzigerjahren
    © Copyright / Fotograf: Touring Garage

    Peter Rau fallen im Gespräch auch immer wieder Anekdoten aus der Frühzeit ein: “Da kam einmal ein älteres Eherpaar mit einem viertürigen Studebaker Lark in sehr gutem Zustand. Aus Erfahrung wusste ich, dass solche Fahrzeuge schon einmal über 6000 Franken bringen konnten. Nach einer Probefahrt, die Ehefrau sass derweil im Fond, fragte ich den Besitzer, wieviel er denn für das Auto haben wolle. Dieser antwortete 2000 Franken, worauf die Ehefrau sich von hinten mit der Bemerkung hören liess, dass er nicht so unverschämt sein solle, 1000 Franken würden auch genügen”.

    Aber es gab Situationen, wo kein Handel möglich war, wie zum Beispiel als ein Mann im Alter von 92 Jahren in einem Alfa Romeo Touring Spider 2600 auf den Hof gefahren kam, um sein Auto zu verkaufen. Auf ein Angebot von 30’000 Franken antwortete der alte Mann, dann würde er den Wagen lieber noch ein paar weitere Jahre fahren, denn der Preis war ihm offensichtlich zu tief.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Von Jung auf angefressen

    Peter Rau hatte schon von früh her ein Faible für elegante Nachkriegsautos. Bereits im Alter von 20 Jahren hatte er sich einen Jaguar XK 120 gekauft, notabene für 500 Franken auf einem Abbruch, musste aber schnell erkennen, dass die Unterhaltskosten seine Möglichkeiten überschritten. So tauschte er den Jaguar gegen ein Mercedes Benz 220A Cabriolet ein. Aus dem Hobby wurde schnell ein veritables Nebengeschäft. Am Morgen arbeitete Rau als kaufmännischer Angestellter im Textilbetrieb seines Vaters mit, am Nachmittag handelte er mit Autos - und verdiente prompt am Nachmittag mehr als am Vormittag. Schliesslich sattelte er um und machte den Autohandel zu seinem Hauptgeschäft.

    Klassiker und Liebhaberfahrzeuge bei der Touring Garage in den Achtzigerjahren
    © Copyright / Fotograf: Touring Garage

    Damals gab es natürlich noch weder Veteranenzulassungen (oder H-Kennzeicen) noch ein grosses Interesse an Originalzustand und “matching numbers”. Die Autos sollten einfach Spass machen und einem möglichst nicht im Stich lassen. Sie waren auch billig, ein Mercedes Benz 190 SL etwa wechselte für 5500 Franken den Besitzer, ein Porsche 356 schon mal für 2500 Franken. Lärm oder Abgasqualität standen bei den Prüfstellen der Motorfahrzeugkontrolle (oder dem Tüv) noch nicht im Vordergrund, eher ein korrektes Funktionieren von Bremsen und Licht sowie natürlich ein einigermassen rostfreies Erscheinungsbild.

    Millionen für Ferraris

    Und dann kam die erste Hochpreisphase. Rau erinnert sich an einen Ferrari 250 GT SWB, den er zusammen mit einem Geschäftspartner in Mailand entdeckt hatte. Nach ersten Nachfragen und Recherchen entpuppte sich der Wagen als kaum gefahrenes Juwel. Der achtzigjährige Besitzer wollte aber nicht verkaufen und die Marktpreise stiegen Ende der Achtzigerjahre schnell an. Schliesslich war der Mann bereit, den Wagen für 2,5 Millionen Franken herzugeben.

    Dies war damals eine komplizierte Transaktion, denn keiner wollte vom anderen hintergangen werden. Aber alles klappte am Schluss, doch urplötzlich hatte der Ferrari-Boom ein Ende, die Preise begannen schnell zu fallen, der Besitz des 250 GT SWB wurde zur Belastung. Mit einer gehörigen Portion Glück konnten die beiden Geschäftspartner den Ferrari bei einer Auktion in Monaco noch für 2,05 Millionen abstossen, der Wagen soll heute noch in der Schweiz sein. Das originale und abgestempelte Service-Heft aber befindet sich noch in Peter Raus Unterlagen.

    Sympatische Einstiegsklassiker bevorzugt

    Doch Peter Rau erinnert sich lieber an die einfacheren Autos vom Schlage eines VW Käfers oder Fiat Topollino. Mit diesen Wagen hatte er selber viel Spass, auch wenn er mit den teureren Klassikern vielleicht mehr Geld verdient habe, meint er. Man darf ihn zurecht als einen der Pioniere im schweizerischen Oldtimer-Handel rühmen.

    Die nächste Generation

    Seit bald einem Jahrzehnt ist nun aber Tocher Katrin Schena-Rau am Ruder. Sie führt das Geschäft im Sinne ihres Vaters weiter, hat aber auch ein Herz für die jüngeren Klassiker.

    Die heutige Geschäftsführerin der Touring Garage - Katrin Schena-Rau
    © Copyright / Fotograf: Touring Garage

    Zielstrebig hat sie das Marketing der Zeit angepasst, die Webseite renoviert und ihre Präsenz im Markt vergrössert. Katrin Schena-Rau wird durch den erfahrenen Mechaniker Mario Niffeler und Yvonne Marchesi, verantwortlich für die Administration und die Präsentation der Fahrzeuge, unterstützt. Ein junges Team, und voller Tatendrang.

    40 Jahre Touring Garage

    Im Frühling 2017 wird die Touring Garage nun 40 Jahre alt und ist damit einer der ältesten Betriebe in diesem Geschäft. Über 40 Jahre ist man sich in Oberweningen treu geblieben, hatte immer ein Herz für besondere, aber auch kaufbare Klassiker, verschmähte ehemalige Brot-und-Butter-Autos genauso wenig wie kaum bekannte Exoten. Und Vater und Tocher handeln nicht nur mit den alten Autos, sie lieben sie auch. Das spürt man sofort.
    Wer das besser verstehen will, der besuche doch einfach einmal die Ausstellung mit jeweils rund 50 bis 70 Fahrzeugen an der Wehnhalerstrasse 25.

    Touring Garage heutzutage
    © Copyright / Fotograf: Touring Garage

    Zur Feier des 40. Geburtstags lud die Touring Garage ihre Kunden und Freunde am 20. Mai 2017 zu sich zum Garagenfest ein. Es wurde viel diskutiert, gegessen und getrunken und die Basis für die nächsten 40 Jahreh gelegt.

    Garagenfest der Touring Garage zum 40. Geburtstag am 20. Mai 2017 - die Touring Garage heute
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Weitere Informationen gibt es natürlich auch noch auf der Website der Touring Garage . Das Fahrzeugangebot der Touring Garage findet man auch auf zwischengas.com.

    Alle 23 Bilder zu diesem Artikel

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