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Oldtimer Messe Gt. Gallen:

Zwischengas Blog


Harte und wetterfeste Oldtimer-Sportfahrer in Arosa

Bruno von Rotz - 31.08.2012

Alfa Romeo 8C in der Nässe von Arosa

Das muss man ihnen lassen, sie liessen sich weder vom Regen, noch von der kühlen Witterung davon abhalten, am traditionellen Corso zu Beginn des Arosa ClassicCar Bergrennens teilzunehmen.

MG Vorkriegssportwagen im Regen von Arosa

Doch die Widerstandskraft der Oldtimer-Fahrer wird über die nächsten Tage wohl noch mehr gefordert werden. Temperaturen knapp über 0 Grad und Schneeregen werden durch die meteorologischen Dienste angesagt, da wird es den einen oder anderen Vorkriegsbesitzer noch arg frieren.

American LaFrance bei Regen und Nebel in Arosa

Am Corso jedenfalls liessen sich die Besatzungen ihre Freude nicht nehmen. Aus dem offenen Auto wurde gewinkt und gejauchzt.

MG L Magna im Regen von Arosa

Und die dunkle und neblige Stimmung sorgte für atmosphärische Bilder, wie man hier bei den gezeigten Beispielen sehen kann.

Lindner-Jaguar am Corso von Arosa ClassicCar 2012

Tags: Corso, Arosa, Veranstaltung, Bilder (fast) ohne Worte



Die Welt des VW Karmann-Ghia Typ 34 in Pastellfarben

Bruno von Rotz - 30.08.2012

Erhältliche Farbtöne für den VW Karmann-Ghia Typ 34

Zwischen 1961 und 1968 baute Volkswagen gut 42’000 grosse VW Karmann-Ghia, man spricht vom Typ 34. Der Wagen konnte als teuerstes Volkswagen-Produkt kommerziell nicht an den parallel gebauten kleineren Typ 14 anschliessen, trotz moderner Linienführung und fortschrittlicher Technik.

An der angebotenen Farbpalette sollte es nicht gelegen haben, konnte man doch beim Baujahr unter immerhin zehn Aussenfarben, auf Wunsch auch mit kontrastierendem Dach, auswählen: Seeblau, Pacificblau, Terrabraun, Manilagelb, Rubin (-rot), Schwarz, Perlweiss, Smaragdgrün, Polarblau und Anthrazit. Auch heute, fast 50 Jahre später, wäre diese Farbpalette nicht völlig abwegig. Die Polsterbezüge würden da schon eher anecken.

Seite aus der Broschüre Farbpalette VW Karmann-Ghia Typ 34 - Polarblau

In der Farbbroschüre wurden sie jeweils zusammen mit den Lackvorschlägen dargestellt.

VW Karmann-Ghia in Schwarz im Verkaufsprospekt

Im Verkaufsprospekt für das Baujahr 1964 wagte man dann allerdings keine Experimente und setzte auf ein schwarzes Fahrzeug. Doch auch so, sah es sehr attraktiv aus und man wundert sich nicht, dass die Titelseite von zwei bewundernden jungen Menschen dominiert wurde.

Bewunderung für den VW Karmann-Ghia Typ 34

Einen zeitgenössischen Test-/Fahrbericht haben wir kürzlich publiziert und natürlich finden sich auch der Verkaufsprospekt und die Farbpalette im Zwischengas-Archiv.

Tags: Farben, Design, Bilder (fast) ohne Worte, vergessene Automobile



VW - von wegen unsportlich

Holger Merten - 29.08.2012

Sportliche Volkswagen im Musuem in einer Sonderausstellung in Wolfsburg

Wie sportlich ist ein VW? War erst ein GTI so etwas wie ein Sportwagen? Unsinn, noch bevor der erste Käfer vom Band rollte, war der Berlin-Rom-Wagen, Uridee des späteren Porsche, auf vier Rädern sportlich unterwegs. Der Motorsport bei VW hat Tradition und kann nun im AutoMuseum Volkswagen eingehend betrachtet werden.

Am 10. Juli 2012 fiel der Startschuss für die neue Sonderausstellung des AutoMuseum Volkswagen. „Motorsport mit Volkswagen“ dokumentiert, wie der Rensport den Volkswagen seit dessen Anfängen begleitet hat: vom Berlin-Rom-Wagen der 30er Jahre bis hin zum Polo R WRC, der im kommenden Jahr die Rallye-Weltmeisterschaft bestreiten wird.

Berlin-Rom-Wagen auf Basis des Volkswagen, Ende der Dreissigerjahre

Bereits Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts entstand bei Porsche auf einer Käfer-Plattform der Berlin-Rom-Wagen für die gleichnamige Fernfahrt. Diese fand allerdings wegen des Kriegsausbruchs nie statt.

Stellvertretend für die zahlreichen privaten Engagements mit Volkswagen in den 50er und 60er Jahren stehen im AutoMuseum die Rekonstruktion des Mille Miglia-Käfers von Paul Ernst Strähle sowie ein Dragster-Käfer, der einst die legendären Beschleunigungs-Rennen über eine Viertel Meile bestritt.

Forrmel V im AutoMuseum in Wolfsburg

Mit der Formel Vau, basierend auf der Technologie des Volkswagen Käfers, begann das offizielle Engagement von Volkswagen im Motorsport. Namhafte Rennfahrer, wie beispielsweise Niki Lauda, gingen daraus hervor. Die Ausstellung zeigt eines der ältesten heute noch erhaltenen, sogenannten „Formcars”, das Mitte der 1960er Jahre in den USA entstand.

Volkswagen entwickelte nach diesem Engagement seine motorsportlichen Aktivitäten konsequent weiter: Marken-Pokale und als Motorenlieferant die Formel 3 waren die nächsten Etappen. Davon zeugt in der Sonderausstellung das Meisterauto von Kris Nissen, dem ehemaligen Direktor der Volkswagen Motorsport GmbH.

Technologisch setzt Volkswagen Motorsport heute auf innovative, sparsame und umweltschonende Antriebskonzepte. Beispiele sind der 2,5 Liter TDI-Motor im Race Touareg für den Einsatz bei der Rallye Dakar und die Erdgas-Varianten für den Scirocco R Cup und das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Der Race Touareg, der 2010 und 2011 den Sieg holte, steht dem ersten Volkswagen, der die Rallye in Afrika bereits 1980 gewann, gegenüber, dem VW Iltis.

Auch bei weiteren Rallyemeisterschaften der 70er bis Mitte der 80er Jahre feierte Volkswagen Erfolge: erster Platz mit dem sogenannten Rheila-Golf bei der Deutschen Rallyemeisterschaft 1981 und erster Platz mit dem Triumph-Adler Golf in der Gruppe A bei der Rallye-Weltmeisterschaft 1986.

Die Sonderausstellung „Motorsport mit Volkswagen” im AutoMuseum Volkswagen lässt über 60 Jahre Motorsport mit Volkswagen Revue passieren und wird bis 30. September zu sehen sein.

Tags: Historische Rennwagen, Ausstellung, Museum



Der sportliche Simca Aronde beim Bergrennen

Daniel Reinhard - 28.08.2012

Simca Aronde beim Bergrennen Vaduz-Triesenberg von 1958

„Hier ist ein ‘Normalverbraucher’ geschaffen worden, den man, wie kaum einen zweiten, sportlich fahren kann. Man muss es erlebt haben, wie der ‘Aronde’ selbst in scharfen Kurven auf der Strasse klebt, wie er bei minimalem Steuerdruck auch extremen Einschlägen gehorcht, dass man meinen könnte, es müsste eher die Pneus von den Felgen ziehen, als dass die Räder aus der Spur brechen“, so stand es in der Zeitschrift „hobby“ Nr. 4 von 1958.

Nun zeigen wir das “Beweisfoto”, das am Bergrennen Vaduz-Triesenberg im Jahre 1958 aufgenommen wurde.

Den damaligen Testbericht findet man natürlich im Zwischengas-Archiv.

Tags: Bergrennen, Bilder (fast) ohne Worte, vergessene Automobile



Der Schwiegermuttersitz in Aktion

Daniel Reinhard - 27.08.2012

Vorkriegs-Buick auf Schloss Dyck im Jahr 2012

Ein Buick mit „Schwiegermuttersitz“, eine ironische Bezeichnung für einen aus dem Heck herausklappbaren, unüberdachten zusätzlichen Notsitz, wie er für einige Roadster aus den Dreissigerjahren charakteristisch war.

Allerdings befindet sich im Buick keine Schwiegermutter, sondern eine stolze Mutter von Zwillingen.

Der Schwiegermuttersitz mit Mutter samt Zwillingen - Schloss Dyck 2012

Selbstverständlich sind alle drei zeitgemäss gekleidet. Kein anderes Bild könnte diese Veranstaltung im Schloss Dyck besser darstellen: Familiär und gemütlich und das Ganze in einem wunderschönen Schloss-Park.

Tags: Bilder (fast) ohne Worte, Veranstaltungen



Oldsmobile Toronado – Das Auto meines Lebens

Stefan Fritschi - 26.08.2012

Oldsmobile Toronado von 1967

Wichtige Leute schreiben Memoiren. Aber auch Normalsterbliche dürfen auf ihr Leben zurückblicken. Auf diese Weise stösst man immer wieder auf fahrbare Untersätze, die sich wie eine Filzlaus in unserem Gedächtnis festgesetzt haben. Und irgendwann trifft man es dann wieder – das Auto seines Lebens.

In der Kindheit fängt es an

Bei automobilen Träumen ähneln sich die Geschichten: der Nachbar parkte ihn vor meinem Zimmerfenster, unsere Familie fuhr damit in die Ferien, den Patenonkel hörte man schon von weitem, wenn er damit ankam... Die Erlebnisse, Geräusche, Gerüche sind in unseren Erinnerungen in allen Details irreparabel eingegraben. Es haben sich starke Synapsen gebildet, würde der Gehirnforscher sagen.

Meine Auto-Synapse heisst Oldsmobile Toronado. Die elterliche Firma hatte Ende der 60er Jahre kurze Zeit einen im Fuhrpark, der sonst nur aus VWs und einem Ford 17M bestand. Heute weiss ich, dass der Toro ein Meilenstein der Formgestaltung ist, und der verantwortliche Designer David North nebenbei die „Toronado-Linie“ erfunden hat. Damals als Kind wusste ich nur, dass er mich enorm beeindruckte. Und dass er wuchtig war. Wuchtig war ein wichtiges Wort, welches ich als Knirps immer wieder hörte. Denn da waren sich Vater, Onkel, Freunde, Geschäftspartner und Verwandte einig: der Toronado ist wuchtig! Wenn Vater nach der Schule mit dem goldenen Toronado vorfuhr, war man gefühlte zwölf Zentimeter grösser als die Klassenkameraden. Und solche Gefühle sind es, die auch dann noch da sind, wenn das betreffende Auto schon längst im Shredder ist.

Zurück in die späten Sechziger. Ich war noch kaum im Kindergarten, als zwei preisgünstig geschossene Amerikaner, ein weisser 1966er Oldsmobile Cutlass und besagter goldener 1967er Toronado, auftauchten. Sie blieben ein paar Jahre. Dann kam die Ölkrise, und sie mussten vernünftigeren Autos weichen. Die Liebschaft währte also nur kurze Zeit, aber der Olds-Virus war drin.

Oldsmobile Toronado von 1967 in der Werbung

Ölkrise und Sicherheitsdenken killten die Ami-Schiffe

In Europa wuchs man in jener Zeit mit der Linie der Vernunft auf. Der runde Käfer kam aus der Mode und wurde durch Kanten und Keilform ersetzt, welche keinem Tier mehr ähnlich waren. Die Amis aller Couleur waren immer noch wuchtig, aber mittlerweile plüschig geworden. Die Stossfänger massiv wie Eisenbahnschienen, und die tollen Formen und die Fahrleistungen waren ganz weg. Die Ölkrise brachte schliesslich das Downsizing, was nichts anderes bedeutete, als dass man sich gleich einen Opel oder Ford kaufen konnte. Es gab keine Amerikaner mehr. Deshalb wandte ich mich der Grande Nation zu. Für den Schuljungen waren Franzosen fortan die besten Autos der Welt, weil sie intelligent und eigensinnig waren. Diese (theoretische) Einsicht überdauerte sogar die ersten eigenen (praktischen) Autoerfahrungen: nach bestandener Führerscheinprüfung wurde das Ersparte gegen einen Citroën GSA Break eingetauscht.

Die 60er Jahre waren doch die Schönsten…

Doch dann, irgendwann, als ich nach vielen vielen modernen Autoerlebnissen unmerklich im 21. Jahrhundert angelangt war, begab es sich, dass alte Fotoalben auf den mütterlichen Küchentisch geholt wurden. Und auf die Frage, welches denn nun die schönsten Jahre waren, sagt Mama ganz entschlossen: „die Sechziger – da waren wir so unvernünftig!“. Die Strassen waren frei, die Spritpreise niedrig, die Autos einzigartig – einige jedenfalls. Der Vorrat an Blech schien unerschöpflich - auch ohne die früheren Flossenorgien.

… also holen wir sie zurück

Als mich dann ein paar Tage später in einer Scheune die halbverschlafenen Augen eines heruntergekommenen 67er Toros anblickten, kam mir das Stichwort an Mutters Küchentisch wieder in den Sinn: unvernünftig. Ich gab also dem armen Toro ein Versprechen: „Wir schreiben die Familiengeschichte weiter, welche die Ölkrise damals beendet hatte. Du kommst bald wieder auf die Strasse.“

Oldsmobile Toronado 1966 - Werbung in einem US Magazin im Jahr 1966

Und so kam es, dass nach viel Arbeit und Geld der goldene Toronado wieder vor mir stand. Und das war weit mehr als ein Auto. Der Verstand schaltete sich ab, die Erinnerung öffnete beim ersten Schlüsseldreh nach erfolgreicher Restaurierung die alten Schubladen wieder. 35 Jahre waren sie verschlossen gewesen. Sie knarzten, aber schliesslich gingen sie auf. Der Geruch kam als Erster. Er war besonders intensiv, wenn der Wagen an einem schönen Sonntagnachmittag lange an der Sonne stand und der typische PVC jener Jahre sein Parfum verteilte. Und dann waren da die Pforten, die mir als Vierjähriger wie tonnenschwere Tresortüren vorkamen und aus denen man locker einen Mini pressen könnte. Dazu die ganzen Details, welche ein Kind beeindrucken: die schönen, rot auslackierten Oldsmobile-Logos mit der leuchtenden Rakete und die massiven Drehknöpfe, die damals toll in unsere kleinen Händchen passten. Alles wieder da!

Nachbars Kinder staunten

Ich kann mich noch genau an den Schub erinnern, den der 7-Liter-V8 produzierte, wenn Vater den Kick-Down benutze. Die Opels, Fiats und Volvos der Nachbarn hatten keine Chance, der gute 17M ebenfalls nicht. Dazu passte, dass sich alles mit Elektromotoren per Knopfdruck verstellen liess und jegliche Handarbeit überflüssig war. Die Türen hatten zweifarbige Lämpchen, der Fussraum war erhellt, und das 8-Spur Kassettenradio verteilte Elvis‘ Stimme direkt aus der Lehne der Rücksitzbank. Aber das allercoolste war – zu einer Zeit, als es das Wort „cool“ in unserem Sprachgebrauch noch gar nicht gab – die Klimaanlage. Man konnte bei brütender Hitze demonstrativ mit geschlossenen Scheiben an der Ampel stehen ohne mit der Wimper zu zucken und auch nur ein Tröpfchen Schweiss zu vergeuden.

Heute steige ich aus dem Toronado, und meine Freunde blicken mich mit grossen Augen an: „Sag mal; bist du etwa gewachsen? Es müssen mindestens zwölf Zentimeter sein…“

Einen umfangreichen Bericht zum Oldsmobile Toronado haben wir kürzlich veröffentlicht, mit über 100 Bildern, Verkaufsprospekten und sogar dem Handbuch.

Tags: Vergessene Fahrzeuge, Oldtimer, Erinnerungen



Stilgerechter Transport

Daniel Reinhard - 25.08.2012

Porsche 550 Spider auf VW-Bus

Mit dem verlängerten VWBulli“ einen Porsche 550 Spider zu transportieren, das passt zusammen.

Nachdem der VW Konzern Porsche übernommen hat, gibt es endlich auch passende Nutzfahrzeuge um die Sportwagen stilgerecht transportieren zu können.

Mit dem Ausdruck „State of Art“ bezeichnet man im englischen Sprachraum einen hohen Entwicklungszustand einer Technologie oder eines Produkts. Es entspricht weitgehend dem deutschen Begriff „Stand der Technik“. Umgangssprachlich wird damit meist das höher entwickelte verfügbare technische Gerät seiner Klasse bezeichnet.

Da haben wir`s auf den Punkt gebracht, der Bulli ist das höher entwickelte Nutzfahrzeug und der Porsche der höher entwickelte Sportwagen. Passt!

Tags: seltene Fahrzeuge, Bilder (fast) ohne Worte, historische Rennveranstaltungen



Driften im Mercedes-Benz 500 SL Rallye

Daniel Reinhard - 24.08.2012

Mercedes-Benz 500 SL von 1981 im Drift

Am Nürburgring ging eine Einladung von Mercedes-Benz-Motorsport-Chef Norbert Haug an BMW Motorsport-Chef Jens Marquard für ein paar schnelle Runden im Mercedes Benz 500 SL Rallye-Auto von 1981.

Mercedes-Benz 500 SL von 1981 mit Rallye-Beleuchtung

Mit dem rund 300 PS starken Rallye Auto ging es dann hauptsächlich quer um den Grand Prix Kurs.

Mercedes-Benz 500 SL von 1981 - Halterungen fuer Kofferraumdeckel

Über das Fahrkönnen von Norbert Haug gibt es keine Diskussion, denn gerade das Driften gehört zu seinen absoluten Stärken. Ein Dreher in der letzten Kurve vor Start und Ziel war natürlich mit inbegriffen.
Aber beide Chefs genossen die Runden und verliessen mit einem breiten Grinsen den 500SL.

BMW- und Mercedes-Motorsport-Chef nach dem Driften im Mercedes-Benz 500 SL von 1981

Tags: Rallye, Veranstaltungen



Es geht los - RAID Prolog 2012

Bruno von Rotz - 23.08.2012

Ferrari 212 Inter Berlinetta Pinin Farina 1953

Bereits zum zehnten Mal läutete der RAID Prolog den heute beginnenden RAID Basel-Paris 2012 ein. Und einmal mehr lachte die Sonne und einmal mehr eroberten nicht nur besondere Autos den Bürkliplatz in Zürich, sondern scharten sich auch viele Leute um die Raritäten. Nicht zuletzt der Ferrari 212 Inter Berlinetta Pinin Farina von 1953, den einst Rossellini seiner bezaubernden Frau Ingrid Bergmann schenkte, war eine Attraktion für sich. Und sah mit den Koffern auf dem Dach aus, als wolle er eben nochmals wie vor fast 50 Jahren die Strecke Italien-Schweden in einer Nacht meistern (Bild oben).

Touristen, Passanten und Fans interessierten sich aber auch für andere Fahrzeuge, so den Lagonda 16/80 Tourer Van den Plas von 1932 ...

Lagonda 16/80 Tourer Van den Plas 1932

... oder den Nash Rambler von 1954.

Nash Rambler von 1954

Auch der Bugatti 37 A von 1926, ein echter Grand-Prix-Wagen, war oft vor lauter Leute kaum mehr zu sehen.

Bugatti 37 A 1926

Aber auch ehemalige Alltagsautos wie der BMW 2002 von 1972 zeigten, dass sie inzwischen zum echten Klassiker gereift sind.

BMW 2002 von 1972 am RAID Prolog in Zürich

Und auf die heute startende Rallye nach Paris machte der VW Karmann-Ghia von 1970 aufmerksam, indem er die Sportutensilien gut sichtbar auf dem Dach zeigte.

Vorbereitung ist alles - Karmann-Ghia am RAID-Prolog in Zürich

Tags: Veranstaltungen, Rallye, Concours d'Elegance



Die Verkaufsrekorde purzelten in Pebble Beach und Monterey

Bruno von Rotz - 22.08.2012

Mercedes-Benz 540 K Special Roadster von 1934

Autosammler können aufatmen. Die Preise für hochklassige Oldtimer sind definitiv nicht ins Rutschen gekommen. Im Gegenteil! Was die drei Versteigerungsfirmen RM Auction, Gooding & Company und Mecum über das letzte Wochenende in Kalifornien abzogen, kann wohl am besten als Verkaufsfeuerwerk beschrieben werden. Die Verkaufsweltrekorde purzelten nur so, vor allem im höchstpreisigen Segment.

Ford GT 40 Gulf Mirage Lightweight - zum Rekordpreis verkauft von RM Auction

RM Auction verkaufte bereits am Freitag den Ford GT40 Gulf/Mirage Lightweight Racing Car von 1968 für USD 11 Millionen. Diese Summe konnte Gooding & Company noch übertreffen, der Mercedes-Benz 540 K Special Roadster von 1936 wurde für USD 11’770’000 zugeschlagen (inklusive Aufpreise/Steuern, Bild oben). 

Ferrari 250 GT LWB California Spider von 1960 - zum Rekordpreis verkauft von Gooding

Und Gooding schob mit dem Ferrari 250 GT LWB California Spider Competizione von 1960 noch ein Lot in die achtstellige Dollar-Liga, USD 11’275’000 betrug der rekordhafte Verkaufspreis für diesen Wagen.

Porsche 917/10 von 1972 - zum Rekordpreis verkauft von Mecum

Da konnte man sich schon für weit weniger Geld einen Porsche 917/10 von 1972 bei Mecum kaufen, obschon auch dieser CanAm-Racer dem Käufer immerhin USD 5,5 Millionen wert war. Interessanterweise blieb ein ähnliches Fahrzeug bei RM Auction unverkauft.

Mercedes-Benz 300 SL Convertible von 1963 - Rekordpreis bei Gooding

Auch die Mercedes-300-SL-Fraktion hatte wieder ein breites Angebot zu vergegenwärtigen, immerhin neun Fahrzeuge standen zur Wahl. Den Vogel schoss dabei Gooding & Company ab, die ein 300 SL Cabriolet von 1963 für USD 1’595’000 vermittelte, auch dies ein neuer Weltrekord und sogar bedeutend höher als die Preise, die gemeinhin für Flügeltürer verlangt werden.

Bentley Continental Fastback Sports Saloon Mulliner von 1953 - zum Rekordpreis verkauft von RM Auctions

Und damit nähern wir uns bei der Millionengrenze, die aber der Bentley Continental R-Type Fastback Sports Saloon von 1953 mit USD 1,6 Millionen überraschend deutlich durchschlug.

Lamborghini Countach LP 400 von 1976 - zum Rekordpreis verkauft von Gooding

Der Lamborghini Countach LP 400 mit Baujahr 1976 von Gooding blieb zwar deutlich unter einer Million, repräsentiert aber mit USD 660’000 trotzdem einen neuen Verkaufsrekord für diesen Fahrzeugtyp.

Porsche 911 Carrera RS 2.7 von 1973 Lightweight - zum Rekordpreis verkauft von Mecum

Und auch die USD 470’000, die Mecum für den Porsche 911 Carrera RS 2.7 Lightweight von 1973 löste, sind rekordverdächtig.

Hudson Hornet von 1952 - zum Rekordpreis verkauft von Gooding

Aber selbst im “tieferen” Preissgement gab es Rekorde, so etwas für den Hudson Hornet Four-Door Sedan von 1952, der von Gooding für USD 178’750 einem neuen Besitzer zugeführt werden konnte

Lachende Gesichter also bei den grossen Versteigerungshäusern, Hoffnung auf weiterhin steigende Preise bei Sammlern/Oldtimerbesitzern und viel Analyse-Arbeit für die Marktexperten. Wir haben die detaillierten Ergebnisse der Versteigerung von RM Auction in Monterey und Gooding & Company in Pebble Beach natürlich bereits publiziert.

Tags: Versteigerungen, Investitionen


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