Oldtimer Messe Gt. Gallen:
Jetzt kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
(natürlich verschwindet dann auch dieser Banner)

Archivierte Einträge:

 
AMAG:

Zwischengas Blog


30 Jahre Fernentriegelung von Autotüren

Federico B. Kirbus - 29.02.2012

Renault Fuego Werbung zeigt das Plip - Funkfernentriegelung

1982 - scheinbar erst vorgestern, doch schon eine gute Weile her. Wir alle waren dreissig Jahre jünger.

Im April der Malwinenkrieg. Spanien tritt in die NATO ein. Das erste deutsche Retortenbaby wird in Erlangen geboren. Ronald Reagan in Berlin. Helmut Kohl neuer Regierungschef der Bundesrepublik („Skohl!“). Verbot der Solidarnosc in Polen. Erstes Kunstherz. Commodore C 64 für Arpanet (Vorgänger von Internet, seit 1962). Tschernobyl. Und, und, und - darunter auch dies: erstmals wird ein serienmässiges Automodell mit elektronischer Fernentriegelung der Türen vorgestellt.

Tja, heute fast unvorstellbar, damals aber eine Pioniertat: das Auf-den-Wagen-Zugehen, einen Knopf drücken, das Fahrzeug bestätigt durch ein Hupsignal oder Lichtzeichen, man öffnet und steigt ein. Seinerzeit reinste Hexerei!
Es war das Renault Fuego Coupé (von 1980 bis 1986, in einigen Ländern bis 1992 gebaut, mechanisch auf dem erfolgreichen R 18 basierend), das erstmals serienmässig ab Oktober 1982 mit einer Fernentriegelung für seine beiden Türen ausgestattet wurde, zunächst separat vom eigentlichen Schlüssel.

Die Fernentriegelung (auf 433 MHz) erfand und entwickelte ein gewisser Paul Lipschutz, der seinem Kind auch die in Frankreich noch bis heute gängige Bezeichnung gab (nach den Anfangsbuchstaben seines Vor- und Zunamens): PLIP. Klang sogar treffend.

Anfangs gab es auch einen Infrarot-Schlüssel. Heutzutage sind praktisch sämtliche Autos mit einer Fernentriegelung, die mit Zentralverriegelung und Wegfahrsperre zusammenarbeit, ausgestattet - ein Segen, wenn es funktioniert, und ein Ärger, wenn es Probleme gibt. Über Probleme von Restauratoren und Besitzer, die dereinst einen Scheunenfund wiedererwecken wollen, wenn weder Hersteller noch Händlernetz noch existieren, wollen wir ein anderes mal nachdenken.

Tags: Technik, Jubiläen



Verkehrsunfälle gab es schon vor 80 Jahren

Bruno von Rotz - 28.02.2012

Vom Schnellzug zermalmt - aus der ADAC Motorwelt von 1934

Natürlich gab es auch schon zu den Anfangszeiten des Automobils Verkehrsunfälle, meist waren sie selbstverschuldet, respektive Selbstunfälle. Zwei besondere Beispiele haben wir in der ADAC Motorwelt von 1934 gefunden. Im einen Fall war sich der Autofahrer wohl des Vortritts des  Zugs nicht bewusst, im anderen Fall war die Brückenkonstruktion einfach stärker.

Die Bilder auf jeden Fall sind beeindruckend und wir wollten sie unseren Lesern nicht vorenthalten.

Fahrt endet im Brückengeländer - aus ADAC Motorwelt 1934

Alle Ausgaben der “ADAC-Motorwelt” (inklusive Vorgänger “Der Motorfahrer” und “Deutscher Motorradfahrer” von 1903 bis 1990, also über 80’000 Seiten, sind im Zwischengas-Archiv verfügbar .

Tags: Unfälle, Bilder (fast) ohne Worte, Archiv



Über 80’000 zusätzliche Zeitschriften-Seiten im Zwischengas-Archiv

Bruno von Rotz - 27.02.2012

Titelblätter ADAC Motorwelt

Wir haben es bereits mitgeteilt, seit wenigen Tagen finden unsere Leser im Zwischengas-Zeitschriften-Archiv auch alle Ausgaben der ADAC Motorwelt , des Motorfahrers und des Deutschen Motorradfahrers von 1903 bis 1990.

Damit wächst die Menge der direkt zugreifbaren und integral suchbaren Zeitschriften-Seiten auf über 250’000. Keine andere Online-Plattform in deutscher Sprache (oder überhaupt?) kann ähnliches bieten.

Um den Zugang zu den Zeitschriften logischer zu gestalten, haben wir eine neue Übersichtsseite mit den zur Verfügung stehenden Zeitschriften gestaltet.

neue Navigationsseite für das Zwischengas-Zeitschriften-Archiv

Über diese Seite kann zu einer einzelnen Zeitschrift, in diesem Beispiel die “ADAC Motorwelt” verzweigt werden und von da auf die Jahres- und Einzelausgabe.

Heftinhalt ADAC Motorwelt

In den Zeitschriften kann wie bisher vor- oder rückwärts geblättert werden, zudem stehen die Möglichkeiten einer vergrösserten Anzeige, der Lupenanzeige und der Seitenübersicht innerhalb einer Ausgabe zur Verfügung - wie gehabt.

Heftinhalt frühes Heft der ADAC Motorwelt

Tip: Alleine schon das Betrachten der teilweise wunderschön gestalteten einzelnen Titelblätter, z.B. der ADAC Motorwelt, ist ein Augenschmaus und ein grosses Vergnügen.

Schöne Titelbilder der ADAC Motorwelt

Tags: Making Of, Archiv, ADAC, Benutzertips



Volvo und die Sicherheitsgurten

Bruno von Rotz - 27.02.2012

Volvo-Werbung für Sicherheitsgurten in der ADAC Motorwelt von 1974

Anfangs der Sechzigerjahren begannen sich Sicherheitsgurten langsam beim Automobil durchzusetzen. Führend bei deren Einführung und generell beim Thema Sicherheit war der Autohersteller Volvo. Die Modelle 122 S, PV 544 und später P 1800 S wurden schon früh mit serienmässigen Zwei- und später Dreipunktgurten ausgerüstet. Weil die Bevölkerung aber skeptisch reagierte, unterstützte Volvo die neue Sicherheitseinrichtung auch mittels Werbekampagnen und PR massiv. 

Volvo-Überschlag zur Demonstration der Wirksamkeit von Dreipunktgurten in der ADAC Motorwelt von 1961

1961 zeigten die Volvo-Leute mit einer praktischen Demonstration - Überschlag bei 80 km/h - die Wirksamkeit des Dreipunktgurts. Der Fahrer entstieg dem verbeulten Auto zwar bleich, aber unverletzt, wie die ADAC Motorwelt Nr. 5/1961 auf Seite 371 berichtete.

Überschlag eines Volvo zur Demonstration der Wirksamkeit von Dreipunktgurten in der ADAC Motorwelt von 1961

Doch auch nach diesen Pioniertaten hielt Volvo die Sicherheitsfahne hoch, wie die eindrückliche Werbung aus dem Jahre 1974 (oben) beweist.

Mehr über Sicherheitsthemen im Laufe der Zeit kann unter anderem in den verschieden Ausgaben des Motorfahrers, des Motorradfahrers und der ADAC Motorwelt, aber natürlich auch der Automobil Revue im Zwischengas-Zeitschriften-Archiv nachgelesen werden.

Tags: Sicherheit, Entwicklungen, Zeitschriftenarchiv



Vom Doppel-Coupé zum dreifachen Phaeton

Bruno von Rotz - 26.02.2012

Doppel-Coupé zum Lenken von Innen

Hätten Sie gerne ein “Doppel-Coupé zum Lenken von Innen” (Abbildung oben), eine “Drei-Viertel-Limousine” oder einen “Coupé-Omnibus”? In den Anfängen der Motorisierung gab es eine gar grosse Zahl an Karosserieformen und -ausführungen, die feinsäuberlich unterschieden werden sollten. Entsprechend offerierten denn auch die damaligen Fachzeitschriften Aufklärung in Form grossformatiger Übersichtsseiten und feingranularer Erklärungen.

Karosserieformen im Jahre 1906 (21 von 42)

Die hier gezeigten 21 Varianten waren aber nur die Hälfte der zu unterscheidenden 42 Karosserieformen. Die vollständige Übersicht inklusive der zugehörigen Erläuterungen kann im Deutschen Motorradfahrer Nr. 40/1906 im  Zwischengas-Archiv nachgelesen werden.

Tags: Karosserieformen, Zeitschriften-Archiv



Der ADAC und Zwischengas geben Voll- und Zwischengas

Bruno von Rotz - 25.02.2012

Goggomobil TL 300 vom ADAC im Jahre 1958

Dank einer neuen Partnerschaft mit dem ADAC sind ab sofort auch alle Ausgaben der ADAC Motorwelt (inklusive Vorgängerzeitschriften) von 1903 bis 1990 im Zwischengas-Archiv zu finden. Die rund 80’000 (!) dazugekommenen Seiten ergänzen unser Zwischengas-Archiv um wesentliche Aspekte der Entwicklung des Automobils und seines Umfeldes aus deutscher Sicht.

Viel gibt es hier zu entdecken, Fahrzeugtests aus der Vergangenheit, ...

Testbericht eines Fiat im Jahre 1953

... Touristik- und Reiseberichte, ...

Touristik-Berichte, hier Beispiel Österreich - Puszta

... Rennsportberichte, ...

Rennberichte aus den Sechzigerjahren

... weniger schnelle Rennwagen der Vergangenheit, ...

Rennsport in den Fünfzigerjahren

... und richtig schnelle Rennwagen, ...

Porsche 917 - einst schnellster Langstreckenrenner und Le-Mans-Sieger

... wunderschöne Werbesujets, ...

Werbesujets der Vergangenheit - GoodYear

... Bilder von einsamen Land- und Schnellstrassen ...

Als die Strassen noch leer waren ...

... und von Wetterkapriolen und schwierigen Verhältnissen.

Dem Wetter ausgesetzt - auch früher gab es viel Schnee ...

Und natürlich kommen auch die Auto-Alltags- und Verkehrssicherheits-Themen zur Sprache.

Alleine schon der Reisebericht “Mit dem Kleinauto von Deutschland durch die Schweiz ins Tirol”, der sich im Jahr 1907 über acht Nummern des Wochenheftes “Motorfahrer” zog, ist ein herrliches Lesevergnügen der Sonderklasse und dazu noch umfangreich illustriert!

Die ADAC-Motorwelt-Archiv-Inhalte sind ab sofort für Premium-Nutzer sicht- und nutzbar. Wir wünschen viel Vergnügen beim Durchstöbern und Lesen der vielen spannenden Beiträgen aus fast 100 Jahre Automobil! Bald schon werden die 80'000 Seiten auch via Suche findbar sein, daran arbeiten wir noch.

Tags: Making Of, Archiv, ADAC



Weltrekord-Porsche 911 R wieder aufgetaucht!

Daniel Reinhard - 24.02.2012

Porsche 911 R beim Beladen in Kalifornien

Der Porsche 911 R, mit der Chassis Nummer 001R, das Weltrekord-Auto von Siffert, Steinemann, Spörry und Vögele, existiert noch genauso, wie es 1967 das Autodromo di Monza verlassen hat. Das Auto ist von einem Zwischengas-Leser in Carmel, California vergangenen Oktober anlässlich der „Porsche Race Car Classic“ in Laguna Seca erkannt und fotografiert worden.

Porsche 911 R von 1967 an einer Veranstaltung in Kalifornien

Es ist herrlich zu sehen, dass das Auto noch heute den “Anzug” des damaligen Weltrekordes trägt. Egal, dass er jetzt in der USA beheimatet ist, denn das absolut Wichtigste ist zu wissen, dass er in guten Händen und wohlbehalten ist. Wie wenig er sich verändert hat, sieht man am 1967 aufgenommenen Bild.

Porsche 911 R bei der Weltrekordfahrt 1967

Den ausführlichen Artikel zum BP-Weltrekord von 1967 findet man natürlich auf Zwischengas, inklusive Programm und Fotos.

Tags: Weltrekorde, Porsche, seltene Fahrzeuge



Fahrspass ist (fast) preislos

Bruno von Rotz - 23.02.2012

Viel Fahrspass im Renault R8

Oldtimermagazine und sogar Wirtschaftszeitschriften sind dieser Tage voll von Meldungen über Oldtimer mit Wertsteigerungspotential und Renditeüberlegungen im Zusammenhang mit klassischen Fahrzeugen.

Dabei wird aber oft vergessen, dass der eigentliche Sinn eines Automobils in der Fortbewegung liegt und der eigentliche Genuss beim Fahren eintritt, wir sprechen dann von Fahrspass. Fahrspass hat aber nur wenig mit dem Wert des bewegten Mobils zu tun. Denn schon kleine und günstige Fahrzeuge können jede Menge Fahrspass produzieren. Denken wir nur an den Renault R8 (Bild oben), an die Ente oder an urige Engländer à la MG TC. Fahrpass lässt sich weder in Pferdestärken, noch in Dollarnoten messen. Es braucht einfach die richtige Einstellung und einen möglichst "intimen" (und spürbaren) Zugang zur Technik. Eine attraktive Geräuschwelt hilft genauso wie die Sonne im Nacken oder ein unverbauter Rundumblick.

Mehr Fahrspass im Renault R8?

Daran sollte man denken, wenn man das nächste Mal Auktions-Rekorde liest. Nur wenige dieser preis- und umsatzgekrönten Fahrzeuge werden je richtig auf der Strasse genossen, oder kann man sich vorstellen, mit einem über eine Million teuren Porsche 911 S oder einem vier Millionen schweren Ferrari California schnell mal zur Eisdiele oder um den Block zu fahren? Da ist doch ein Opel Kadett Coupé oder ein Alfasud sehr viel praktischer und macht beim Fahren damit mindestens so viel Spass.

Mehr über den Renault R8 und warum wir uns in ihn verliebten steht im vor einigen Tagen publizierten Fahrzeugbericht.

Tags: Erfahrungen, Umgang mit Oldtimer, Fahrspass



Konzeptfahrzeuge und ihre Tücken - am Beispiel des Ferrari 512 S Modulo

Daniel Reinhard - 22.02.2012

Ferrari 512 S Modulo von Pininfarina aus dem Jahre 1970

Ja, so sind sie die Concept Cars. Optisch eine Wucht, doch in den seltensten Fällen auch fahrbar. Meist besitzen sie nicht einmal eine Antriebseinheit und müssen von Autosalon zu Autosalon geschoben werden. Ist der Wendekreis dann auch noch gleich so gross wie ein Fussballfeld, wird es noch schwieriger.

Der Ferrari 512 S Modulo, die Design-Ikone von Pininfarina machte es uns nicht ganz einfach beim Manöverieren zur gewünschten Fotolocation. Viel Manpower war gefragt, um das Auto den hauseigenen Hügel hochzuschieben.

Aber das Bild zeigt nicht nur die Mühen, sondern auch ganz deutlich die Dimensionen des 550 PS starken fahrbaren “i-Phones”, das auch über vierzig Jahre nach seiner Präsentation noch wie ein Fahrzeug aus der Zukunft wirkt und gerade so gut aus dem Apple Desgin-Center hätte stammen können wie von Pininfarina.

Wer mehr wissen will, der liest unseren ausführlichen Bericht.

Tags: Vergessene Fahrzeuge, Konzeptfahrzeuge, Bilder (fast) ohne Worte, Praktikabilität



Weltrekordfahrten in den Dreissigerjahren

Bruno von Rotz - 21.02.2012

Sir Malcolm Campbell mit seinem Rekordfahrzeug 1935

Sir Malcom Campbell präsentiert 1935 seinen neuen Rekordwagen, 480 km/h will er damit erreichen. Ein Triebwerk mit 2’350 (normaler Brennstoff) oder 2’450 PS (Alkohol) steht ihm zur Verfügung. Gegenüber dem Vorgängerfahrzeug ist die Hinterachse mit Zwillingsreifen stabilisiert worden, ansonsten hat sich die Weiterenwicklung aber hauptsächlich auf eine verbesserte Aerodynamik der Karosserie konzentriert. Die 480 km/h sind auf dem Strand von Daytona Beach nicht möglich, in Bonneville klappt es dann ein paar Monate später, 484,620 km/h werden erreicht. Zwei Jahre soll dieser Rekord halten.

An diese Geschwindigkeiten kommt Hans Stuck Mitte der Dreissigerjahre mit dem Auto Union nicht heran, trotz annähernd 600 PS und ausgetüftelter Aerodynamik. Trotzdem sind weit über 300 km/h Spitzengeschwindigkeit auf normalen Strassen möglich. Auch das ist beeindruckend.

Rekordwagen von Auto Union für Hans Stuck im Jahre 1935

Richtig schnell wird man nach dem Krieg dank Einsatz von Düsentriebwerken, wie beim Wingfoot Express von 1965. Ob man sich allerdings in diese fahrende Rakete setzen möchte, ist eine andere Frage.

Wingfoot Express von 1965

Tags: Erinnerungen, Experimentalfahrzeuge, Weltrekorde


Zwischengas publiziert in diesem Blog täglich einen Beitrag seit 2010

Für weitere Einträge verwenden Sie deshalb bitte die Navigation oben links.