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Zwischengas Blog
Was hat Max Bill mit Zwischengas zu tun?
Bruno von Rotz - 30.09.2011 |
Max Bill (1908-1994) war Silberschmied, Architekt, Maler, Grafiker, Publizist, Lehrbeauftragter und Bildhauer, aber vor allem war Max Bill einer der wichtigsten Vertreter und Beeinflusser der “konkreten Kunst”. Und, Max Bill nutzte vor vielen vielen Jahren ein Büro/Atelier an der Albulastrasse in Zürich.
Und genau in dieses Büro, das Max Bill einst mietete, ist nun die Zwischengas-Redaktion eingezogen! Und wir erfreuen uns der Fernsicht auf imposante Bauwerke in der Zürcher City und der industriell-gewerblichen Umgebung in Altstetten. Wenn das alles zusammen nicht inspirierend ist ....
Die Computer sind aufgestellt, die Schreib-, Gesaltungs- und Produktionsarbeit kann im neuen Umfeld weitergehen.
Tags: Making Of
Nierentransport im Lotus Eclat
“AR-Tester” - 30.09.2011 |
Die Testequipe der Automobil-Revue transportierte während Jahren von Zeit zu Zeit wertvolle Organe im Auftrag des Berner Inselspitals. Dies liess sich gut mit dem Ziel, möglichst viele Erfahrungswerte mit den Testwagen zu gewinnen, verbinden.
Irgendwann in den Siebzigerjahren kam einer dieser Anrufe. Es lagen zwei Nieren bereit, die schnell und sicher von Bern nach Freiburg im Breisgau transportiert werden sollten.
Es war ein schöner Sonntagabend, der AR-Tester schnappte sich den Lotus Eclat, der gerade zu Prüfzwecken vorhanden war, nahm das Transportgut entgegen und fuhr gemässigt nach Freiburg, wo er die Nieren wohlbehalten ablieferte.
Soweit so gut. Auf der Rückfahrt lockte die freie Autobahn ohne Geschwindigkeits- beschränkungen zum Auskosten der Leistung und der Lotus beschleunigte bis zu seiner Spitzengeschwindigkeit von rund 220 km/h. Plötzlich aber wurde das Coupé langsamer, der Öldruck sank rapide gegen Null - und dann ein lauter Knall aus Richtung Motorraum. Nach einem beherzten Tritt aufs Kupplungspedal und sofortigem Stop auf dem Pannenstreifen wurde der Schaden erkundet. Ein Pleuel sich selbstständig gemacht und "lugte" frech aus dem Motorblock, keine Frage, ein kapitaler Motorschaden!
Das Auto wurde dann an den Zoll geschleppt, wo es der Schweizer Importeur, der ob der Probleme nicht gerade erfreut war, abholen konnte. Der bereits geschriebene Testbericht des Lotus Eclat erschien nie in der Automobil Revue.
Später konnte in Erfahrung gebracht werden, dass die Ölversorgung mit Dauervollgas auf deutschen Autobahnen bei hohen Aussentemperaturen offenbar nicht ausreichend dimensioniert war, was in der Folge verbessert wurde.
Tags: Erlebnisse mit klassischen Automobilen, Pannen
Benzingespräche in der Dämmerung - Boxenstopp @ Meylenstein
Bruno von Rotz - 29.09.2011 |
Die Tage werden kürzer, das konnte man so richtig spüren am “Boxenstopp @ Meylenstein” gestern Abend. Schon beim zeitgerechten Einfahren erreichten die Sonnenstrahlen nur noch knapp das Gelände beim Bahnhof Tiefenbrunnen.
Das damit verbundene besondere Licht motivierte dafür zu interessanten Design-Diskussionen, boten doch die anwesenden Fahrzeuge eine grosse Vielfalt an Epochen und Gestaltungsphasen.
Besonders der Buick Roadmaster von 1949 hatte es mit seinen opulenten Formen und seinem für die Zeit zukunftsweisenden Design vielen Teilnehmern angetan, aber auch die immer wieder schön anzuschauenden Alfa Romeo GTV oder Giulia GT oder etwa der klassisch schlichte Ferrari 330 GTS zogen bewundernde Blicke auf sich.
So ergab ein Gespräch das nächste, Benzingespräche halt.
Tags: Veranstaltungen, Boxenstopp@Meylenstein
Ähnlichkeiten, Unterschiede oder der Volks-Royce
Bruno von Rotz - 28.09.2011 |
Nun, zugegeben, der Vergleich hinkt. Das obere Bild zeigt das Rolls Royce Silver Shadow Drophead Coupé von 1967, den Vorfahren des über Jahrzehnte gebauten Rolls Royce / Bentley Corniche.
Das zweite Bild zeigt das VW 1500 Cabriolet von 1962.
Der eine trägt seinen Motor mit über sechs Litern Hubraum vorne, während der andere seinen luftgekühlten 1,5-Liter-Motor im Heck versteckt. Gut ein Meter in der Länge, 20 Zentimeter in der Breite beträgt der Grössenunterschied.
Aber, beides sind zweitürige Vierplätzer-Cabriolets, die ihre Sturmhaube nicht in der Karosserie verstecken. Und wenn wir uns die Heckgestaltung anschauen, dann erkennen wir doch einige interessante Ähnlichkeiten, so zum Beispiel die Gestaltung der Lampen.
Spass machen die beiden raren Cabriolets auf jeden Fall beide, auch wenn der eine dem anderen komfortmässig doch ziemlich überlegen sein dürfte, wofür allerdings auch bedeutend mehr Geld bei einem allfälligen Kauf anzulegen ist.
Tags: Vergessene Fahrzeuge, Design
Die Frau und das Automobil über die Jahrzehnte
Bruno von Rotz - 27.09.2011 |
Es existierte wohl schon immer eine fast symbiotische Beziehung zwischen schönen Automobilen und eleganten oder aufreizenden Frauen. Schon in den Concours d’Elégance gesellten sich attraktive Frauen zum schönen Fahrzeug, auf dass sie zusammen alles überstrahlten.
Und mit dem Aufkommen von Auto-Salons und Fahrzeugausstellungen erkannten die Verkäufer und Marketingleute schnell, dass hübsche Frauen auch durchschnittliches Blech attraktiver machen konnten.
In Verkaufsprospekten und auf Werbefotografien spielten Frauen sowieso eine wichtige Rolle und dies hat sich bis heute nicht geändert. Geändert hat sich jedoch (teilweise) der Auftritt und das verkörperte Rollenbild.
Und ganz speziell in Erinnerung blieben sicher die Exzesse Ende der Sechzigerjahre!
Auf jeden Fall ist es eine Freude, sich diese Bilder aus der Vergangenheit wieder einmal zu Gemüte zu führen. Deshalb haben wir eine neue Funktionalität ins Leben gerufen, wir nennen sie Bildermagie. Unter diesem Überbegriff führen wir Fotografien, Artikel und Dokumente zusammen, die einen gemeinsamen Kontext haben. Begonnen haben wir mit dem Thema “Frau und Automobil”.
Aber schauen Sie selber, es ist unglaublich unterhaltsam. Einfach dem Link folgen und dann durch Druck des Knopfs “Andere zeigen” immer wieder neue Auswahlen anschauen oder durch Klick auf ein Bild die gesamte Galerie durchblättern.
Tags: Making Of, Bilder (fast) ohne Worte, Frauen und Auto
Simca und die Frauen
Bruno von Rotz - 26.09.2011 |
Frauen spielten bei Simca während der Zeit, in der Henri Pigozzi der Firma vorstand, eine wichtige Rolle. Nicht nur stammt der Satz “ich verkaufe meine Autos den schönsten Frauen von Paris” von Henri Pigozzi, auch die Produktestrategie mit schönen Formen und unkomplizierter standhafter Technik war darauf ausgerichtet, gerade auch Frauen anzusprechen. Die Verkaufsprospekte stellten stärker als bei anderen Marken die Frau in den Mittelpunkt.
Und auf den Promotions-Fotografien sassen Frauen öfter als nicht auch hinter dem Lenkrad und mimten nicht nur die Beifahrerin.
Oder sie stellten sich in Posen, die anderswo Männern vorbehalten waren.
Und auch in der Grafik legen die Simca-Marketing-Leute Wert auf eine Gestaltung, die Frauen besonders ansprechen sollte.
Zum Simca Aronde Plein Ciel, gebaut von 1956 bis 1962, haben wir gerade einen ausführlichen und breit illustrierten Bericht veröffentlicht. Der Bericht ist nicht nur für Simca-Fans interessant, sondern gibt mit Fotos und Verkaufsprospekten auch einen Einblick in die späten Fünfzigerjahre.
Tags: Werbung und Marketing, Bilder (fast) ohne Worte
Porsche-Parade in Singapur
Daniel Reinhard - 25.09.2011 |
Gestern Samstag fand in Singapore (Singapur) eine Porsche Parade statt. Rund 70 Porsches kamen zu dieser Rundfahrt rund um die Insel Singapur.
Weite Strecken gibt es hier nicht zurückzulegen. Nach rund 3 Stunden mit einem Kaffee-Halt beim Porsche-Importeur hatten wir die Singapore Island umrundet und praktisch alle Sehenswürdigkeiten gesehen. Als besondere Gäste kamen noch einige Malaien mit ihren Porsches dazu. Historisch gesehen waren vier 356er und je ein Carrera 2,7, ein 928 und ein 944 mit von der Partie. Die 356er erregten viel Aufsehen und waren ausser den GT3 sicher der grosse Anziehungspunkt.
Tags: Veranstaltungen, Klassiker
VW Karmann-Ghia für alle Absatzhöhen des Damenschuhs
Bruno von Rotz - 24.09.2011 |
Damen waren für Volkswagen eine wichtige Zielgruppe in der Positionierung des VW Karmann-Ghia. Entsprechend stimmte man sich auch bei der Gestaltung des Verkaufsprospektes auf die typischen Ansprüche von Frauen ein. Das Fahrzeug sollte mit Schuhen aller Arten fahrbar sein.
Der Beschrieb dazu liest sich wie folgt:
“Rutschfestes Gaspedal mit breiter, gummibelegter Trittplatte; bequem und spielend leicht bedienbar - massgerecht für alle Absatzhöhen des Damenschuhes. Unempfindliche, farbechte Gummimatten als Bodenbelag; Noppenteppich der Vorderwand, des Rahmentunnels und des Unterholms”.
Man hatte also offensichtlich nicht nur die Sicherheit, sondern sogar noch den Schutz des Schuhes im Auge!
Tags: Bilder (fast) ohne Worte, Marketing
Alain Prost fährt nochmals seinen Renault Turbo RE40 von 1983
Daniel Reinhard - 23.09.2011 |
Am vergangenen Wochenende setzte sich Alain Prost zum ersten Mal seit 1993 wieder in einen Formel 1.
In Le Castellet fuhr er seinen Renault Turbo RE40, mit dem er 1983 Vize-Weltmeister wurde. Er schützte seinen Kopf mit dem Originalhelm von damals und staunte nicht schlecht, als er nach der Fahrt feststellte, dass sein weisser feuerfester „Kopfpariser“ komplett geschwärzt war. Der Helm hatte die vergangenen 28 Jahre in einer Vitrine vor sich hin gemodert.
Um sich vor den anwesenden Fans keine Blösse zu geben, konnte er vor seinem Einsatz noch einen geheimen Testtag in Dijon einlegen.
Tags: Rennfahrer, Erinnerungen
Von der Mathematik der DKW-Marketingleute
Bruno von Rotz - 22.09.2011 |
"3 = 6", so lautete eine simple Formel, respektive eine Typenbezeichnung, die sich DKW auf die Fahnen heftete, respektive in die Prospekte druckte.
Gemeint war der DKW F93 (F91), eine Limousine in verschiedenen Ausführungen mit der Gemeinsamkeit des Dreiyzylinder-Zweitaktmotors. Und dieser wurde von den Marketingleuten auch tatkräftig im Prospekt bejubelt: “3 = 6 Eine Zauberformel?”.
Dies hörte sich dann unter anderem so an: “Dazu müssen Sie wissen, dass beim Zweitakt-Prinzip auf jede Kurbelwellendrehung ein Kraftimpuls erfolgt. Das bedeutet beim DKW-Dreizylindermotor drei Kraftimpulse pro Umdrehung, genau wie bei einem 6-Zylinder-Viertakter. Darum auch die Bezeichnung 3=6!”
Weitere genannte Vorzüge waren Zuverlässigkeit, Einfachheit, Kraft, Wirtschaftlichkeit, Kältesicherheit und Vollgasfestigkeit.
Gut, über Sauberkeit, Stickoxide und CO2 machte man sich in den Fünfzigerjahren halt noch weniger Gedanken und auch am Motorengeräusch störten sich die Leute damals nicht. Erinnern Sie sich? Drömmdädädrömmdädädrömmdrömm ......
Tags: Vergessene Fahrzeuge, Erinnerungen
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