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Bild (1/158): Bei der Einweihung der "Wall of Fame" im Autobau anwesende Persönlichkeiten aus dem Schweizerischen Autorennsport (© Daniel Reinhard, 2010)
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    Schweizer Legenden des Automobilrennsports mit Wall of Fame in der Autobau geehrt

    22. November 2010
    Text:
    Fotos:
    Archiv / J. Froidevaux / Daniel Reinhard 
    (156)
    Daniel Reinhard 
    (3)

    Es muss schon ein spezieller Anlass sein, wenn sich fast die ganze Schweizer Rennsportprominenz im Autobau einfindet. Am 20. November 2010 wurde mit einer kleinen Feierlichkeit die “Wall of Frame” des Schweizerischen Autorennsports eingeweiht.

    Einweihnung der Wall of Fame des Schweizerischen Automobilrennsports im Autobau
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Auf der „Wall of Fame“ werden alle jene Persönlichkeiten geehrt, die sich in den vergangenen über 100 Jahren als Rennfahrer, Techniker, Teammanager, Kommissionäre oder in anderer Charge auf herausragende Weise um den Schweizer Motorsport verdient gemacht haben. Zusammengestellt wurde die Liste durch eine Jury von Kennern des Motorsports. Die Ehrenliste beginnt bei den Gebrüdern Dufaux sowie Louis Chevrolet, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts für Aufsehen sorgten. Die Ehrentafel im autobau in Romanshorn dokumentiert damit auch ein Stück Schweizer Sportgeschichte.  Hinter der Initiative stehen Adriano Cimarosti und Fredy Lienhard, selber verewigt in der “Wall of Fame”.

    Autobau Wall of Fame des Schweizerischen Rennsports - Fredy Lienhard
    © Copyright / Fotograf: Archiv / J. Froidevaux / Daniel Reinhard

    Bei der Einweihung der „Wall of Fame“ waren zahlreiche Persönlichkeiten der Schweizer Motorsportszene anwesend, unter ihnen fast 40 der auf der Ehrentafel verewigten 
„Legends“. Zu ihnen gehören Jo Vonlanthen, Walter Brun, Marc Surer, Fredy Amweg oder etwa Mario Illien, um nur einige Namen zu nennen. Auch die als Fahrer aktiven „jungen“ Legenden Marcel Fässler, Neel Jani und Simona De Silvestro nahmen ihre Urkunden persönlich in Empfang. Verstorbene Berühmtheiten wie Peter Monteverdi, Jo Siffert oder Clay Regazzoni wurden an der Zeremonie durch Angehörige oder enge Freunde vertreten.

    Autobau Wall of Fame des Schweizerischen Rennsports - Bruder und Tochter Regazzoni
    © Copyright / Fotograf: Archiv / J. Froidevaux / Daniel Reinhard

    Die Galerie kann im Autobau in Romanshorn während der normalen Öffentlichkeiten im Rahmen des Museumsbesuchs studiert werden.

    Die nachfolgende Liste zeigt die geehrten Persönlichkeiten. Die Galerie zeigt die Legenden einst und heute in eindrücklichen Bildern.

    Charles Dufaux 1879–1950
    Frédéric Dufaux 1881–1962

    Ab 1903 baute das Genfer  Brüderpaar Autos. 1905 stellte Frédéric auf einem Dufaux-Achtzylinder mit 26 Liter Hubraum und 150 PS Leistung auf einer Geraden bei Arles (Frankreich) mit 156,2 km/h einen absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord auf, der allerdings nie formell registriert wurde. 1907 wurde die Autoproduktion bei Dufaux eingestellt.

    Ernest Henry 1885–1950
    Der Ingenieur aus Genf baute 1912 für Peugeot den ersten Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und vier Ventilen pro Zylinder. Damit gewann die Marke unter anderem mehrfach den Grand Prix des ACF (1912/1913) und die 500 Meilen von Indianapolis (1913/1916/1919). Henry konstruierte auch den Ballot-Achtzylindermotor, mit dem Jules Goux 1921 den GP von Italien gewann.

    Louis Chevrolet 1878–1941
    Gaston Chevrolet 1882–1920

    Louis und Gaston Chevrolet stammten aus Bonfol im Schweizer Jura. Berühmt wurden sie als Rennfahrer in den USA. Louis, 1911 Mitbegründer der Marke Chevrolet, konstruierte unter anderem die Frontenac-Rennwagen. Damit gewannen 1920 Gaston Chevrolet und 1921 Tommy Milton die 500 Meilen von Indianapolis. Sieben Monate nach seinem Indy-Erfolg verunfallte Gaston bei einem Rennen tödlich, und Louis zog sich aus dem Rennfahrerleben zurück.

    Hans Stuber 1895–1956
    Aktiv von 1924 bis 1937, wurde der Berner vier Mal Schweizer Meister. Zunächst fuhr er Ansaldo-Rennwagen, 1929 wechselte er zu Bugatti und siegte bei diversen europäischen Bergrennen. Mit dem Modell 35B dieser Marke wurde er 1930 Sechster beim GP von Monaco und 1932 Dritter beim Avus-Rennen in Berlin. Ab 1934 fuhr Stuber auch einen Alfa Romeo 8C Monza.

    Hans Rüesch 1913–2007
    In den dreissiger Jahren war er einer der wenigen Schweizer im GP-Sport. Er gewann zahlreiche Bergrennen und war mit Maserati oder Alfa Romeo auf sämtlichen Rennstrecken Europas zu Hause. Auf einem Alfa Romeo 8C gewann er 1936 zusammen mit Richard Seaman den GP von Donington. Später war Rüesch auch als Schriftsteller und Tierschützer bekannt.

    Emmanuel de Graffenried 1914–2007
    Der Romand mit Berner Wurzeln debütierte 1936 bei der Mille Miglia, er war nach dem Krieg der prominenteste Schweizer Fahrer im GP-Zirkus und gewann 1949 auf Maserati den GP von England. In den Jahren 1950 und 1951 war er Werksfahrer bei Alfa Romeo, kehrte dann wieder zu Maserati zurück und gewann 1953 in Syrakus und das Eifelrennen auf dem Nürburgring.

    Christian Kautz 1913–1948
    Ab 1934 machte sich der Zuger zunächst auf Alfa Romeo und Maserati einen Namen, bevor er 1937 zum Mercedes-Werksteam stiess. Bei den Grand-Prix von Monaco, Deutschland und Italien erzielte er gute Resultate (3./6./6.), und bei der Europameisterschaft fuhr er als Dritter aufs Podest. Einem Gastspiel bei Auto Union folgte eine Phase als Testpilot bei Lockheed in den USA. 1947 gewann er auf Maserati in Reims, 1948 verunfallte er beim GP der Schweiz in Bern tödlich.

    Rudolf Fischer 1912–1976
    Ab 1935 zunächst auf Alfa Romeo unterwegs, wurde er nach dem Krieg durch seine Erfolge auf Simca-Gordini bekannt. Nach seinem Wechsel zu Ferrari gewann er 1951 in Angoulême und Aix-les-Bains. 1952 folgten ein Sieg auf der Avus in Berlin, der zweite Platz beim Schweizer GP und Rang drei beim GP von Deutschland. In der WM belegte Fischer als Ferrari-Privatfahrer den vierten Platz.

    Willy-Peter Daetwyler 1919–2001
    In den fünfziger Jahren genoss der Geschäftsmann aus Zürich einen legendären Ruf: Auf seinem 4,5-Liter-Alfa Romeo mit V12-Kompressormotor siegte er bei praktisch allen nationalen Rennen. 1955 stieg er auf Ferrari 750 Monza um und trat mit diesem Fahrzeug auch im Ausland an. 1957 wurde „WPD“ auf Maserati 200S Berg-Europameister.

    Michael May 1934
    Als junger ETH-Ingenieur versah er 1956 einen Porsche 550 mit einem Abtrieb erzeugenden Flügel. 1959 gewann er den GP Monaco Junior auf Stanguellini, und 1961 trat er bei zwei F1-Grand Prix an. Nach Tätigkeiten für Porsche und Mercedes war er 1962/63 bei Ferrari und brachte erstmals die Einspritzung auf dem V6-F1-Motor zur Anwendung.

    Heini Walter 1927–2009
    Der Baselbieter war als Rennfahrer von 1947 bis 1967 aktiv, fuhr Bugatti, BMW und AFM, bevor er 1956 auf Porsche antrat, auch als Werksfahrer. Er wurde deutscher Rennsportmeister (1959), Berg-Europameister, zwei Mal bei den Sportwagen (1960/1961) und ein Mal bei den GT (1964). Ab 1957 gewann er fünf Mal in Serie den Schweizer-Meister-Titel bei den Sportwagen.

    Karl Foitek 1931
    Der ursprüngliche Österreicher etablierte sich als Garagist in Zürich, wobei er auch als Alfa-Giulietta-Tuner bekannt wurde. Von 1956 bis 1971 bestritt er Rennen und wurde vier Mal Schweizer Meister auf Alfa Romeo und Lotus. Erste Plätze holte er sich auch in Österreich, England und Deutschland, zwei Mal beteiligte er sich am 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

    Harry Zweifel 1920–1991
    Zwischen 1950 und 1966 bestritt der Glarner 279 Wettbewerbe (Bergrennen, Rundstreckenrennen, Slaloms und Rallyes). Dabei wurde er 1957 auf Cooper-Norton 1100, 1958 auf Cooper-Climax 2500 sowie 1959 und 1960 auf Cooper-Ferrari 2500 Schweizer Rennwagenmeister. Er fuhr zahlreiche Tages- und Klassensiege bei Bergrennen in der Schweiz, Belgien, Frankreich und Österreich heraus.

    Georges Gachnang 1931
    Claude Gachnang 1934
    Ab 1957 waren die Brüder aus Aigle im Rennsport aktiv: Claude als Konstrukteur und Georges als Fahrer. Claude baute Rennfahrzeuge und modifizierte bestehende Sport- und Rennwagen, versah sie mit einem andern Motor, kleidete sie neu ein und taufte sie „Cegga“. Georges fuhr vorwiegend Bergrennen und holte etliche Tagessiege.

    Charles Vögele 1923–2002

    Als eine der prominentesten Figuren des Schweizer Rennsports bestritt er von 1953 bis 1967 Rennen auf Jowett Jupiter, AC, Lotus, Lola, Brabham und Porsche. Auf einem Lotus Monte Carlo wurde er 1962 Schweizer Sportwagen- und 1963 auf Brabham nationaler Rennwagenmeister. Bemerkenswert waren auch seine Tagessiege auf dem Brabham-Climax Intercontinental.

    Peter Monteverdi 1934–1998
    Ab 1956 bestritt er Rennen auf Porsche, Ferrari, Cooper und Lotus, von 1959 bis 1961 in der Formel Junior Rennen auf Monoposto-Eigenkonstruktionen. Im gleichen Jahr baute der Basler Garagist einen F1-Rennwagen mit Porsche-Motor, von 1967 bis 1981 Luxussportwagen in Kleinserien. 1990 nahm das Monteverdi-Onyx-Team mit Gregor Foitek als Fahrer an der Formel 1 teil.

    Joseph  Siffert 1936–1971
    Der wohl legendärste Schweizer Rennfahrer aller Zeiten stieg 1960 vom Motorrad zunächst in die Formel Junior und zwei Jahre später in die Formel 1 um. Auf Lotus gewann er 1968 den GP von England und auf BRM 1971 den GP von Österreich. Auf Porsche war er bei einem Dutzend Langstreckenrennen siegreich. 1971 verunfallte er in Brands Hatch tödlich.

    Silvio Moser 1941–1974
    Zu den Höhepunkten seiner von 1961 bis 1974 dauernden Rennfahrerkarriere zählen die vier F3-Siege bei der argentinischen Temporada 1964. 1968 kam er auf Brabham in die Formel 1 und belegte in Holland (Zaandvort) einen fünften Platz. Nach Einsätzen in der F1 (auf Brabham und Bellasi) und F2 (Surtees) bestritt „der kleine Tessiner“ auch Langstreckenrennen (Lola). 1974 starb er nach einem Unfall in Monza.

    Gianrico Steinemann 1939–2003
    Seit 1960 gelegentlich Rennen bestreitend, gründete der Zürcher das Magazin „Powerslide“. Mit Partner Dieter Spoerry war er 1967/68 auf Porsche bei Langstreckenrennen erfolgreich, das Team wurde 1967 Zweite bei den 24 Stunden von Le Mans. Von 1969 bis 1971 war „Rico“ Steinemann Rennleiter bei Porsche, danach arbeitete er für Mercedes Schweiz, 1997 wurde er Präsident der Schweizer Autoimporteure.

    Curt Schild 1930
    Der ETH-Maschinenbauingenieur aus Solothurn war von 1955 bis 1958 bei Porsche tätig, nach einem Jahr bei der Smith Motor Accessories in England kam er 1960 zum ACS, wo er die Bereiche Sport und Technik leitete. Bei der FIA präsidierte Schild zuerst die Homologationskommission, später leitete er die Technische Kommission der Formel 1.

    Pete Ettmüller 1934
    Nach einem missratenen ersten Rennauftritt (Steckborn-Eichhölzli 1956) auf Austin Healey wurde der Zürcher zweifacher Schweizer Meister (1963/1964), Sieger der Challenge Shell (1968) und im gleichen Jahr jüngstes NSK-Mitglied. Später leitete Ettmüller die SAR/ACS-Fahrkurse, befasste sich mit Sicherheitsproblemen im Motorsport und leitete auch das Verkehrs-Sicherheits-Zentrum in Veltheim.

    Xavier Perrot 1932–2008
    Seine Rennkarriere startete der Zürcher Garagist 1955 auf Porsche. 1966 stieg er auf einen Lotus 23 um und 1968/1969 beteiligte er sich auf Brabham an der F2-Europameisterschaft. Neben seinen vielen nationalen Tagessiegen ist seine Saison 1972 erwähnenswert, in der er auf einem March-Cosworth F2-Berg-Europameister wurde, nachdem er 16 Tagessiege mit 13 Streckenrekorden herausgefahren hatte.

    Gianclaudio (Clay) Regazzoni 1936–2006
    Der Tessiner begann 1965 in der F3, war ab 1968 Tecno-Werksfahrer in der F2 und wurde 1970 Europameister in dieser Kategorie. Im gleichen Jahr debütierte er auf Ferrari erfolgreich in der Formel 1 und siegte im GP von Italien. Beim Saisonschluss 1974 in Watkins Glen verpasste er den WM-Titel in der Königsklasse nur knapp. Vier seiner fünf GP-Siege holte er auf Ferrari, einen auf Williams.

    Adriano Cimarosti 1937
    Seit seiner Jugend interessierte sich der Italo-Berner leidenschaftlich für den Automobilsport. Nachdem er als Rennsportexperte beim Fernsehquiz „Dopplet oder nüt“ aufgetreten war, engagierte ihn die „Automobil Revue“ 1961 als Sportredaktor. Dieser Tätigkeit blieb „Cima“ 40 Jahre lang treu, er betätigte sich als Autor mehrerer preisgekrönter Rennsportbücher sowie als Speaker und Moderator.

    Josef Marquart 1936–1993
    Der Ingenieur und Rennkonstrukteur stammte zwar aus Winterthur, machte aber in England Karriere. Er fing 1966 bei Lotus an, wechselte 1968 zu McLaren und 1970 zu Huron. Die nächsten Etappen hiessen GRD (1971) und Modus (1973). Schliesslich kam er zu Anglia Cars (1976), wo er die Argo baute. Marquart arbeitete an Projekten der F1, F2, F3 und Indycar sowie an Sportwagen.

    Marc Surer 1951
    Nach seinem Start beim Karting (1971) wechselte der Baselbieter über die Formel V und die Formel 3 in die Formel 2, in der er 1979 Europameister wurde. Danach fuhr er in der Formel 1 für die Teams Ensign, ATS, Arrows und Brabham. Zusammen mit Manfred Winkelhock gewann er 1985 das 1000-Kilometer-Rennen von Monza auf einem Porsche 962C.

    Jo Vonlanthen 1942
    Der Freiburger trat 1968 zuerst in der Formel V an, wechselte dann in die F3, in der er 1972 auf Tecno F3-Schweizer-Meister wurde. Dann bestritt er F2-Rennen und erreichte 1973 beim GP von Rom auf GRD einen dritten und 1975 in Estoril auf March einen zweiten Rang. Im gleichen Jahr kam er zu zwei F1-Einsätzen auf Williams-Cosworth. Nach seiner Aktivzeit wurde er als Organisator von Rennwagenausstellungen bekannt.

    Peter Sauber 1943
    1970 gründete Peter Sauber die PP Sauber AG in Hinwil und konstruierte seinen ersten Rennsportwagen. 1989 gewannen die Sauber-Mercedes C9 die 24 Stunden von Le Mans sowie 1989 und 1990 die Sportwagen-WM. 1993 stieg der Zürcher in die Formel 1 ein und erreichte 2001 den vierten Rang in der Konstrukteurs-WM. Von 2006 bis 2009 war das Team mehrheitlich im Besitz von BMW und feierte 2008 in Montreal den ersten GP Sieg. Ende 2009 übernahm Sauber die BMW-Anteile wieder.

    Arthur Blank 1933–2005
    Der Zürcher Grafiker und Mitgründer des Magazins „Powerslide“ bestritt seit 1958 Rennen. Bekannt wurde er jedoch ab 1963, als er auf Ford Cortina Lotus nicht nur akrobatische Einlagen lieferte, sondern auch Schweizer Meister wurde. Diesen Titel eroberte er auch 1965 (Ford Cortina Lotus) sowie 1968 (Porsche 911 L). Bis 1976 bestritt er Rennen auf Porsche 910, Opel Steinmetz, Chevron und Lola.

    Herbert Müller 1940–1981
    „Stumpen-Herbi“ begann 1960 auf Cooper F3 und fuhr ab 1963 für die Scuderia Filipinetti. 1965 wurde er auf Porsche GT Berg-Europameister, 1966 gewann er mit Willy Mairesse die Targa Florio und wurde 1971 auf Porsche 917 Zweiter in Le Mans. Mit Gijs van Lennep gewann er 1973 auf Porsche erneut die Targa Florio und wurde 1974 Interserie-Meister. 1981 kam er auf dem Nürburgring ums Leben.

    Mario Illien 1949
    Der Motorenspezialist aus Chur konstruierte 1972 den ROC-Chrysler-F2-Motor. 1979 kam er zu Cosworth, wo er einen F1- und den Sierra-Cosworth-Motor konstruierte. 1984 gründete er in England mit Paul Morgan und Roger Penske die Firma Ilmor, welche die Chevrolet-Indy-V8-, die Mercedes-Indy-V8- und später die Mercedes-V10-Motoren der F1 baute (WM-Siege 1989/1990 mit McLaren). Von Illien stammen auch die Honda-Indy-Motoren.

    Jürg Dubler 1941
    Nachdem er 1962 zunächst auf Volvo angetreten war, baute Dubler 1965/66 die Zarp-Rennwagen der Formel V. Daneben fuhr er erfolgreich und vorwiegend auf Brabham in der Formel 3 mit Siegen in Brünn (1966/1970), Vallelunga (1967) und Jarama (1969). 1971 bestritt er F2-Rennen in Kolumbien und Argentinien und war 1974 Manager des glücklosen Finotto-F1-Teams.

    Markus Hotz 1941
    Der Thurgauer bestritt ab 1966 seine ersten Rennen und wurde zweifacher Schweizer Meister auf March BMW F2 (1975/1977). Er betätigte sich auch als Fahrzeugkonstrukteur und baute insgesamt über 40 Monopostos (Formel V und Super V sowie CanAm-Fahrzeuge). In der F2 und bei den Sportwagen war er mit seinem Horag-Team erfolgreich.

    Heini Mader 1936
    Der aus Lindau am Bodensee stammende Heini Mader kam 1957 in die Schweiz und war hier bald ein legendärer Rennmechaniker. Er betreute von 1963 bis 1965 die F1-Wagen von Jo Siffert und war danach für Bonnier, Cooper und Ligier tätig. 1973 entstand in Gland VD die Heini Mader Racing, die in der Ära der F1-Turboantriebe bis zu 40 Prozent der F1-Motoren (Cosworth und BMW) präparierte.

    Loris Kessel 1950–2010
    Seinen Einstieg gab der Tessiner bei den Tourenwagen, über die Formel 3 kam er 1975 in die Formel 2. Seine Auftritte in der F1 mit dem RAM-Team (1976) endeten in einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Es folgten einzelne Starts in der F3 und F2. Auf einem Porsche 962C belegte er 1993 in Le Mans Platz sieben. Später zeichnete er sich im Rahmen der Ferrari Challenge aus.

    Peter Schetty 1942
    Der Basler machte erstmals 1966 auf einem Shelby Mustang in der Berg-EM von sich reden, dann war er zwei Jahre lang für Abarth erfolgreich. 1969 wechselte er zu Ferrari und wurde mit dem 212E Berg-Europameister. 1970 fuhr er auf dem Ferrari 512S diverse Langstreckenrennen, bevor er 1971 für zwei Jahre zum Ferrari-Teammanager avancierte.

    Claude Haldi 1942
    Den grössten Teil seiner drei Jahrzehnte langen Rennfahrerkarriere fuhr er ab 1964 auf Porsche. Die meisten klassischen Langstreckenrennen hat er mehrmals bestritten, zum Teil als Werksfahrer. In Le Mans startete er 22 Mal, bei der Targa Florio ging er vier Mal an den Start. 1975 gewann er den Porsche-Cup. Der Waadtländer fuhr auch Rallyes und wurde in dieser Disziplin 1979 Schweizer Meister.

    Walter Brun 1942
    Zunächst als Fahrer und später als Rennstallbesitzer war der Luzerner von 1965 bis 2003 aktiv. Er fuhr vorwiegend BMW und Porsche. 1971 wurde er Berg-Europameister bei den Tourenwagen. 1982 gründete er sein Team Brun, mit dem er hauptsächlich Langstreckenrennen bestritt und 1987 mit dem Porsche 962C die Marken-Weltmeisterschaft gewann. 1988 stieg er mit EuroBrun glücklos in die Formel 1 ein.

    Jean-Louis Burgnard 1944
    Als Diplomarbeit an der Genfer Ingenieurschule konstruierte er einen Rennsportwagen, der „Griffon“ getauft wurde und an dessen Lenkrad Charles Ramu-Caccia 1971 Schweizer Meister wurde. 1975 engagierte ihn die gleiche Schule als Fachlehrer. Weiterhin baute er Rennwagen der Formeln Renault und Ford, aber auch Zweisitzer, insgesamt rund 30 Fahrzeuge.

    Charles Graemiger 1937
    „Cheetah“ hiessen die Rennsportwagen oder Prototypen des in Manila geborenen und im Waadtland tätigen Konstrukteurs. Alle acht von ihm zwischen 1975 und 1991 gebauten Fahrzeuge mit Monocoque-Chassis und 2,0-, 3,0-, 3,9- und 5,4-Liter-Motoren waren für den Einsatz bei Langstreckenrennen bestimmt. Die Cheetah bestätigten ihre gute Qualität durch gute Platzierungen in Dijon, Le Mans und Imola.

    Fredy Lienhard 1947
    Ab 1966 war der Ostschweizer Unternehmer während über 40 Jahren aktiv und fuhr in Europa und Nordamerika. Bis 2008 bestritt er Rennen verschiedener Formeln (V, Super V, F2, F3000), GT sowie Sportwagen (Horag-Lola, CanAm, Ferrari, Dallara, Daytona Prototype, Lola, Porsche). 2002 siegte er mit Baldi/Theys/Papis auf Dallara-Judd bei den 24 Stunden von Daytona. Lienhard initiierte den autobau in Romanshorn und ist ein bedeutender Förderer des Schweizer Rennsports.

    Max Welti 1952
    Seine Fahrerkarriere startete der Zürcher 1974 auf Porsche, wechselte 1977 zu den Sportwagen/F3 und wurde 1980 Schweizer Sportwagenmeister auf Wittwer-BMW. Von 1982 bis 1985 beteiligte er sich auf Sauber C7/C8 an der Sport-Prototypen-WM. Als Motorsportmanager wurde er Teammanager bei Sauber (1986 bis 2000), dann Porsche-Rennleiter (1991 bis 1995) und schliesslich Sauber-F1-Teamdirektor (1995 bis 1998). Mit dem Schweizer Team gewann er 2007/2008 den A1GP-Nationen-Weltcup.

    Fredy Amweg 1949
    Mit der Hilfe seines Vaters baute sich der Aargauer den ersten Rennwagen selber und bestritt damit 1967 sein erstes Rennen. In seiner Karriere fuhr er Monoposto der Marken Brabham (F3), Tecno (F2), March (F2), Martini (F2) und Lola (F3000). Bei 500 Starts fuhr er an die 250 Tagessiege heraus und gewann die Coupe der Schweizer Berge 16 Mal. Während seiner langen Rennfahrerlaufbahn hatte er keinen einzigen nennenswerten Unfall.

    Paul Gutjahr 1942
    Von 1968 bis 1980 war er als Fahrer aktiv, war aber auch als Rennsportfunktionär erfolgreich. 1976 wurde er zum Sportpräsidenten des ACS Bern und 1980 zum Präsidenten der NSK (bis 2005) gewählt. 1982 war er OK-Präsident des GP Schweiz in Dijon. Seit 1996 ist der Berner Geschäftsmann permanenter Sportkommissär der Formel 1. 2004 zählte er zu den Gründern der Auto Sport Schweiz, die er als erster Geschäftsführer leitete.

    Gregor Foitek 1965
    Seine ersten Rennen bestritt er 1984 auf Alfa Romeo GTV6. Massgeblich unterstützt von Vater Karl wechselte er in die Formel Ford und dann in die Formel 3, wo er 1986 auf Dallara-VW Schweizer Meister wurde. In der Formel 3000 gewann er in Vallelunga (1988), bevor er ein Jahr später bei EuroBrun seinen Einstand in der F1 gab. 1992 beendete er seine Karriere mit Einsätzen in der US-CART-Serie.

    Hanspeter Kaufmann 1953
    1974 debütierte der Obwaldner auf Alpine. Auf March holte er 1983 den F3-Schweizer-Meister-Titel. 1986 wurde „Hasi“ Kaufmann in der deutschen F3-Meisterschaft Zweiter und 1987 Dritter. 1987 bestritt er die 1000 Kilometer auf dem Nürburgring auf Porsche 962. Für die Farben seines KMS-Teams gewannen Fontana (1995), Trulli (1996) und Pantano (2000) die deutsche F3-Meisterschaft.

    Jo Zeller 1955
    Seine ersten Renneinsätze bestritt er 1974 auf Mini Cooper S. Die Rekordzahl von 13 Schweizer F3-Meister-Titeln hat der Zürcher ab 1976 mit Rennfahrzeugen von March, Ralt und Dallara eingefahren. Während seiner Aktivzeit ist Zeller bei über 300 Rennen an den Start gegangen und hat dabei insgesamt 149 Meisterschafts-Laufsiege errungen. Seit 1987 führt der Zürcher sein eigenes Racing-Team.

    Alain Menu 1963
    Der Genfer begann 1985 in der Formel Ford und kam über die Formel 3 1990 in die Formel 3000. Besonders erfolgreich war er in der englischen Tourenwagen-Meisterschaft, die er 1997 auf Renault und 2000 auf Ford zwei Mal gewinnen konnte. Während der folgenden Jahre engagierte sich Menu in der DTM (Opel), der ALMS sowie in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (Chevrolet).

    Marcel Fässler 1976
    Vom Kartsport kam der Innerschweizer 1995 in die Formel Renault und gewann dort das Rennen von Macao (1997). Nach einem Abstecher in die deutsche F3 wechselte er zur DTM (2000), zunächst als Mercedes-Benz-Fahrer (verschiedene Laufsiege bis 2003) und ab 2005 als Opel-Pilot. 2007 siegte er bei den 24 Stunden von Spa (Chevrolet Corvette), und 2010 wurde er als Audi-Werksfahrer bei den 24 Stunden von Le Mans Zweiter.

    Andreas Jenzer 1963
    Sein Renndebüt gab er 1989 in der Formel Ford 1600, seine eigentliche Karriere begann jedoch 1993 mit der Gründung seines eigenen Rennstalls. Das Team aus Lyss gewann mehrere Schweizer und auch internationale Titel, unter anderem in der Formel Ford, der Formel Renault 2.0 und der Formel Master. Seit 2010 ist Jenzer Motorsport in der GP3-Serie im Umfeld der Formel 1 aktiv.

    Enzo Calderari 1952
    Lilian Bryner  1959

    Seit Enzo Calderari 1976 sein erstes Rennen auf Porsche bestritt, hat er weit über 200 Langstreckenrennen auf Porsche, Jaguar, Ferrari und BMW bestritten. Dabei wurde er je zwei Mal Porsche-Cup- und 24-Stunden-Daytona-GT-Sieger. Ab 1993 war die Tessinerin Lilian Bryner Partnerin; zusammen mit Capellari und Gollin gewannen die beiden 2004 auf Ferrari die 24 Stunden von Spa.

    Neel Jani 1983
    Der Seeländer begann 1996 beim Karting. 2000 gewann er die Formel-Lista-Junior-Meisterschaft, stieg 2001 erfolgreich in die Formel Renault ein und wurde zwei Mal Vize-Europameister (2002/2003). 2005 folgten zwei Siege in der GP2, 2006 war er Testfahrer bei Toro Rosso. 2007 fuhr er in der US-ChampCar-Serie dreimal auf das Podest, 2007/2008 gewann er die Nationen-WM der A1GP-Serie für die Schweiz.

    Sébastien Buemi 1988
    Mit tollen Resultaten sorgte der Waadtländer 2004 in der Formel BMW ADAC für Furore. 2005 siegte er in der F3, 2006 in der Formel Renault. Den nächsten erfolgreichen Karriereschritt tat er in der Saison 2007/08 in der GP2 mit einem Sieg. 2009 kam der Aufstieg zur Scuderia Toro Rosso in die F1, wo der talentierte Draufgänger als Rookie bereits auch die ersten WM-Punkte holte.

    Simona De Silvestro 1988
    Die in Thun geborene und im Waadtland aufgewachsene Monoposto-Pilotin siegte 2005 beim Supercorso der CSAI in Italien, 2006 erreichte sie einen Sieg, sieben Podestplätze und den „Sportsman of the Year“-Award in der Formel BMW USA. 2008/09 folgten fünf Siege in der Atlantic-Serie (USA) und die „Rising Star“-Auszeichnung. 2010 wurde die Waadtländerin exzellente 14. beim Indianapolis 500 und bekam den „Rookie of the Year“-Award bei den Indy-Cars.



    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
    Dr******:
    18.09.2014 (19:39)
    Jürg Dubler ist leider im August 2014 verstorben! Das sollten Schweizer Journalisten, die sich mit Motorsport befassen, wissen! Liebe Grüße Dr. Siegfried C. Strasser
    Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
    18.09.2014 (20:51)
    Sie haben Recht. Dieser Artikel wurde am 22. November 2010 publiziert und da war Jürg Dubler natürlich noch am Leben. Wir bedauern seinen Tod sehr!
    bs******:
    16.09.2013 (16:13)
    Da ist Adriano Cimarosti ein kleiner Fehler unterlaufen, hoffe er ist inzwischen Korrigiert!

    Silvio Moser war in Zandvoort 1968 fünfter.
    Antwort vom Zwischengas Team (Redaktion)
    16.09.2013 (16:29)
    Vielen Dank für diesen Hinweis, wir haben das entsprechend ergänzt und korrigiert.

    Gruß, Balz Schreier (Redaktion)
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