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Bild (1/1): Porsche 911 (1968) - Le Jog 2016 (© Blue Passion Photo / HERO, 2016)
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    Le Jog 2016 - der Kampf von Mann und Material gegen die Strassen von Wales und Schottland

    23. Dezember 2016
    Text:
    Sara Räss
    Fotos:
    Blue Passion Photo / HERO 
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    Die Rallye “Le Jog” zählt für Autos und Besatzungen zu den härtesten Veranstaltungen dieser Art überhaupt. Alljährlich findet sie in England statt. Mitten im Winter haben die Teilnehmer häufig mit schlechtem Wetter, misearbler Sicht und weiteren widrigen Umständen zu kämpfen. Die Rallye ist also eine echte Herausforderung selbst für erprobte Rallye-Fahrer.

    Porsche 911 (1969) - Le Jog 2016
    © Copyright / Fotograf: Blue Passion Photo / HERO

    Vom 3. bis 6. Dezember 2016 versammelten sich 58 Teams, um an der Le Jog Rallye durchzukommen. Die besten Teams lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das erst auf den letzten Metern entschieden wurde. Zudem wurde auch der Hero-Cup an der Le Jog Rallye entschieden.

    Start im Süden

    Wie bereits in den Jahren zuvor, ging das Rennen Richtung Bristol los. Gleichmässigkeitsprüfungen und Fahrprüfungen standen ab den ersten Metern auf dem Programm. Am Ende des ersten Tages wurde die Ausdauer der Teams auf die Probe gestellt, durch ein Labyrinth von Strässchen führte die Fahrt durch Wales - und dies alles in den dunklen Abendstunden.

    VW Golf GTi (1983) - Le Jog 2016
    © Copyright / Fotograf: Blue Passion Photo / HERO

    Schöne Landschaften

    Nach dieser langen und anstrengenden Etappe sah der Sonntag etwas gemütlicher aus. Endlich konnte man die wunderschöne Landschaft auf der Strecke von Chester über Wirral, Lymm, Lingrisge nach Gretna geniessen.

    Porsche 356 B (1962) - Le Jog 2016
    © Copyright / Fotograf: Blue Passion Photo / HERO

    Die vierte Etappe führte 2016 nach Schottland, für einen Zwischenstopp in Fort William. Danach ging es über Inverness, Skiach, Golspie nach Thurso, wo die letzte Gleichmässigkeitsprüfung stattfand, bevor die Teilnehmer in John O’Groats das Ziel erreichten.

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    Der erste Tag

    Mit acht Punkten Differenz im Hero-Cup starteten Paul Crosby und Stephen Owens in Land’s End. Mit einem “none-finish” von Crosby ginge der Titel zum ersten Mal an Owens. Sie beide hatten 2015 technische Probleme, die den Sieg verhinderten, was das Rennen nochmals spannender gestaltete. Crosby mit Navigator Andy Pullen navigiert genügte eine Ankunft bei den ersten beiden Etappen, um sich den Hero-Cup-Sieg und die Golden Roamer Trophy zu sichern.

    In der ersten Wertung ging es beider Sonderprüfung eng zu, zwei Teams mussten sich den ersten Platz teilen - Bill Cleyndert und Dan Harrison in ihrem Mini sowie Paul Kirtley und David Jones im Porsche 911 hiessen die Besten.

    Volvo 123 GT (1967) - Le Jog 2016
    © Copyright / Fotograf: Blue Passion Photo / HERO

    Von Chepstow aus wurden auf den Landstrassen von Wales vier Gleichmässigkeitsprüfungen durchgeführt. In Ewloe wurde der erste Halt des Abends eingelegt. Die vierte Prüfung auf den Serpentinen der Gregynog Region verursachte bei den Teams einige Schwierigkeiten. Die unterschiedlichen Navigationsaufgaben zusammen mit den heiklen Jogularity Instruktionen kosteten einigen Teams mit bis dahin guten Leistungen etwas Zeit.

    Bill Cleydert und Dan Harrison lieferten die Fahrt ihres Lebens, an Crosby und Pullen kamen sie trotzdem nicht mehr heran. Die beiden beendeten die zweite Etappe mit dem perfekten Goldmedaillen-Punktstand. Sie waren allerdings nicht die einzigen, die die sich die Goldmedaille verdienten: Mark Godfrey und Martyn Taylor kamen nach einem etwas harzigen Start ebenfalls auf Touren und auch Robert und Sue McClean schlugen sich in ihrer 16. Teilnahme am Le Jog bestens.

    Technische Schwierigkeiten für Schweizer Team

    Von einer abenteuerlichen Fahrt kann auch das Schweizer Team mit Alex Geige und Carl-Gustav März berichten. Da ging wohl etwas ein bisschen schief und die beiden schafften es tatsächlich, ihren Schalthebel inklusive Gestänge und Gehäuse herauszureissen. So rumpelten sie im Mini zum Nachtlager, wo sie auf einem Schrottplatz die nötigen Teile zusammen suchten und ihren Mini so wieder in Gang bringen konnten. Gegen Ende der Dritten Etappe stiessen sie dann wieder zum Rest der Truppe.

    British Leyland Mini 1000 (1974) - Le Jog 2016
    © Copyright / Fotograf: Blue Passion Photo / HERO

    Auch Ian Glass / Clifford Auld / Nick Ward hatten mit ihrem Ford 103E mit dem Spitznamen “The Flying Tortoise” zu kämpfen. Gleich zweimal musste die Dichtung vom Zylinderkopf auf den ersten drei Etappen ersetzt werden. Die “fliegende Schildkröte” schaffte es schlussendlich dann aber auch ins Ziel und wurde von allen mit einem Lächeln begrüsst.

    Ford 103 E "The Flying Tortoise" (1953) - Le Jog 2016
    © Copyright / Fotograf: Blue Passion Photo / HERO

    Charlie Harrison und Richard  Lambley hatten hingegen eine lange Nacht in Wales, da ihr Triumph 2000 ein Problem mit dem Radlager hatte. Um 7 Uhr morgens, eineinhalb Stunden bevor die nächste Etappe startete, trafen sie schliesslich in Chester ein.

    Der zweite Tag

    Der zweite Tag begann mit klarem Wetter. Zwei Prüfungen auf dem Hooton Kart Circuit, ein Parkplatz-Test bei Lamm Services und eine ähnlichen Aktion bei Red Scar in der Nähe von Preston standen auf dem Programm. Die erste Gleichmässigkeitsprüfung startete bei Inglewhite und führte hoch zu Beacon Fell wo ein einfach zu verpassender “Slot” bei einigen Teams für Verspätungen sorgte.

    Nach einer längeren Strecke über Lythe Fell gab es eine Prüfung in Bentham, von wo aus der Streckenverlauf weiter in Richtung Schottland führte. Auf der Gleichmässigkeitsprüfung Fox’s Pulpit unterlief Cleyndert und Harrison ihr erster Fehler - sie überquerten die M6, was auf der Route nicht so geplant war. Somit mussten sie sich aus dem Rennen um den Hero-Cup und um eine Goldmedaille verabschieden.
    Erstaunlicherweise waren Simon Harris und Matt Fowler noch immer im Rennen um eine Goldmedaille, obwohl sie grosse Teile der Route ohne ihren Wegstreckenzähler fahren mussten, eine Beweis für das Können und die Erfahrung des Teams. Selbst als der “Tripmaster” wieder funktionierte, fuhren sie ohne dessen Hilfe weiter und orientieren sich an der Landschaft und an der Jogularity Instruktionen, um im Rennen zu bleiben.

    Triumph 2000 (1968) - Le Jog 2016
    © Copyright / Fotograf: Blue Passion Photo / HERO

    Die dritte Etappe fand im Dunkeln statt uns beinhaltete drei Test sowie eine Gleichmässigkeitsprüfung. Diese war nicht ganz so hart wie die Caerwent Strecke, hatte aber viele Instruktionen und Abbiegungen, die man leicht übersehen konnte, was dazu führte, dass mehr und mehr Strafpunkte eingesammelt wurden.

    Die letzte Etappe

    Nach einer Mütze voll Schlaf begrüsste der letzte Tag die Teilnehmer mit einem fotogenen Sonnenaufgang. Die Fahrt Richtung Fort William und danach John O’Groats begann. Die erste Aktivität des Tages fand auf dem Mulkirk and Kames Circuit statt, wo Lovett und Kiff mit ihrem Porsche 911 die schnellste Zeit erzielten. Auch beim nächsten Test setzten sie sich an die Spitze der Rangliste. Loch Lomond hiess danach der nächste Stop unterwegs.

    Volvo 123 GT (1967) - Le Jog 2016
    © Copyright / Fotograf: Blue Passion Photo / HERO

    Hinterher führte der Weg relativ direkt via Glen Douglas, Glen Orchy und Loch Leven nach Fort William. Langsam merkte man den Teilnehmern die Müdigkeit an. Noch besser aber zeigten die Ergebnisse der Gleichmässigkeitsprüfung, dass einige Teams der Erschöpfung nahe waren. Besagte Prüfung zog sich über 52.62 Meilen und beinhaltete 174 Instruktionen und zehn Zeitmessungen - das führte zu umfangreichen Veränderungen in der Ergebnisliste des Teilnehmerfeldes. Crosby und Pullen beispielsweise holten sich einen einminütigen Penalty, der ihre bisher hervorragende Leistung etwas verschlechterte.

    Die letzte Überraschung kam mit Crosby und Pullen die von der Strasse abkamen und abgeschleppt werden mussten. Somit mussten sie die Trophäe für die wenigsten Penalties an Lane und Tulpe weitergeben und auch Cleydert und Harrison holten weniger Strafpunkt als sie.

    Die letzte Gleichmässigkeitsprüfung fand wie gewohnt in John O’Groats statt. Die Zielankunft schliesslich war für viele Teilnehmer eine emotionale Angelegenheit. Boughton und Savage konnten das beste Ergebnis vorweisen. Der Hero Cup ging an Paul Crosby und der Golden Roamer an Andy Pullan, die beiden zeigten dieses Jahr wirkliche Glanzleistungen.

    Austin Mini Cooper S (1966) - Le Jog 2016
    © Copyright / Fotograf: Blue Passion Photo / HERO

    Top Ten der Gesamtwertung

    St-Nr

    Fahrerteam

    Fahrzeug

    Kat

    Penalties

    Gesamt

    8

    Andy Lane / Iain Tullie

    Volvo 123 GT

    2A

    08:48:00

    02:04:00

    19

    Bill Cleyndert / Dan Harrison

    Austin Mini Cooper S

    3A

    9:28

    1:24

    46

    Paul Crosby / Andy Pullan

    Porsche 911E

    4B

    9:28

    2:40

    29

    Mark Godfrey / Martyn Taylor

    MG B  

    3C

    10:06

    1:46

    55

    Simon Harris / Matt Fowle

    Volkswagen Golf GTi

    5A

    15:23

    3:43

    20

    Kevin Haselden / Bart den Hartog

    Mini Cooper S

    3A

    15:57

    4:13

    26

    Andrew Buzzard / Robb Lyne

    Alfa Romeo Giulia GTV

    3B

    20:24

    3:40

    50

    Paul Bloxidge / Ian Canavan

    Porsche 911 Carrera 2.7

    4B

    20:40

    8:42

    12

    Jon Miles / Andy Elcomb

    Porsche 356B

    2B

    23:15

    1:57

    44

    Richard Boughton / Kevin Savage

    BMW 2002tii

    4A

    23:22

    4:27

     

    Die kompletten Resultate finden Sie hier.

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    ···
     
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