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Bild (1/4): Genfer Salon 1951 - Blick auf die Schau der Personenwagen im Erdgeschoss (© Zwischengas Archiv)
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Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Renault Fregate (1951-1957)
Limousine, viertürig, 56 PS, 2000 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Kaiser Jeep M 715 (1967-1969)
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    Genfer Autosalon 1951 - die Pontonform in ihrer Blüte

    26. Februar 2011
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    Am 8. März 1951 öffnete der 21. internationale Automobilsalon in Genf seine Pforten und offerierte den interessierten Zuschauern einen Einblick in die aktuelle Automobiltechnik. Das Auto war 1951 ein Gegenstand, den sich nur wenige leisten konnten. Im Dorf auf dem Lande hatten vielleicht der Arzt, der Tierarzt, der Pfarrer und ein paar Handwerker oder Fabrikanten ein Auto, alle anderen steigerten ihre Mobilität mit einem Motorrad oder einem Fahrrad, wenn überhaupt. Pro Haushalt gab es damals typischerweise ein Röhrenradiogerät und wenn man mit dem “magischen Auge” einen der wenigen Sender sauber abgestimmt hatte, konnte man “Pack die Badehose ein” oder “Too Young” von Nat King Cole, aber auch “Shanghay” von Doris Day hören. Im Kino lief “Meuterei auf der Bounty”, “Wizard of Oz” und “Pinocchio” (von Walt Disney) und der Film “Die Sünderin” mit Hildegard Knef in einer Nacktszene sorgte für Skandale. Hugo Koblet gewann im Jahre 1951 die Tour de France und ein Kilogramm Brot kostete 46 Pfennig in Deutschland. Benzin war mit rund 56 Pfennig pro Liter günstig und die Autoindustrie wuchs mit über 20% pro Jahr, dank des einsetzenden Aufschwungs.

    400 Aussteller teilten sich die Fläche im Palais des Expositions in Genf, nur Moskwitsch hatte es nicht rechtzeitig geschafft, die Wagen nach Genf zu bringen. 1951 stellten nicht nur Personenwagenhersteller ihre neuen Produkte aus, sondern es waren auch Nutzfahrzeuge, Motorräder und Fahrräder zu sehen. Die Ausstellung wurde durch Bundespräsident Steiger eröffnet, der am meisten gefeierte Ehrengast am Bankett war General Guisan.

    Die auffallenden und komfortablen Amerikanerwagen

    “In den kühnsten Farbkombinationen schillernd, jeder zweite oder dritte Wagen mit elegant weiss gefärbten Pneus versehen, reich mit Chromleisten verziert”, beschrieb die AR vom 9. März 1951 die Parade der Amerikanerwagen und wagte gleichzeitig die Frage, ob es sich hier im ein “Schlussbouquet” handle.

    Gezeigt wurden eine ganze Reihe von Variationen des automatischen Getriebes mit Drehmomentwandler. Diese hochaktuellen und im Sinne einer Komfortsteigerung attraktiven Getriebe hiessen Dynaflow (Buick), Ford-o-Matic (Ford), Merc-o-Matic (Mercury) oder Powerglide (Chevrolet). Aber es gab auch neue Modelle zu sehen, z.B. die Modelle Henry J und Anatomic von Kaiser, den als Coach karossierten Nash Rambler oder die frisch eingekleideten Packard. Und auch auf der Motorenseite gab es Neuigkeiten, z.B. der neue Motor des Studebaker Land Cruiser oder der Hurricane-Motor im Station-Wagon von Willys. Auch Servolenkungen wurden angeboten, so zum Beispiel im Chrysler Crown Imperial. Auch die populären Plymouth, die  zu der Zeit noch in den Werken der Neuen AMAG in Schinznach montiert wurden, waren ausgestellt. Der bereits genannte Henry J von Kaiser war übrigens der bezüglich Grösse und Gewicht kleinste Amerikaner am Salon und lag preislich noch unter der wichtigen Schwelle von 10’000 Franken.

    Sportwagen mit Höchstleistungen und Fahrkomfort

    Der Sportwagen war im Umbruch, immer stärker wurde von harter Federung, minimalem Komfort und engen Sitzen und Interieurs Abstand genommen und schnelle Reisefahrzeuge mit Langstreckenkomfort gebaut und damit eine Brücke zum Tourenwagen geschaffen.

    Als populärster Sportwagen war der MG TD zu sehen, ausgestellt in einer roten Normalausführung. Am Jaguar-Stand gab es den XK 120 zu bewundern, graugrün lackiert und mit dem Erfolg bei der Tourist Trophy von 1950 geadelt. Als Neuheit wurde das XK 120 Coupé mit einem hervorragend gestalteten Innenraum präsentiert.

    Der Jowett Jupiter wurde als Serienfahrzeug augestellt, Allard zeigte als Salon-Neuheit den K2 mit einem 3.6-Liter-V8-Fordmotor. Auf dem Stand von Alfa Romeo war der dunkelblaue “Villa d’Este” mit der Karosserie von Touring und dem Chassis des 2500 SS die Attraktion, die grosse Neuheit war aber der 1900 Sport, ein graublaues Coupé von Touring, 109 PS stark und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h gesegnet. Ferrari zeigte ein von Ghia karossiertes zweiplätziges, hellgraues Coupé und ein schwarzes Cabriolet von Stabilimenti Farina, beide auf dem Chassis des Typs 195.
    Als neue Marke trat der Marauder auf, abgeleitet vom Rover 75 und mit 2-3-plätziger Roadster-Karossie präsentiert, wie die AR 12 von 1951 berichtete.

    25 englische Marken für jedes Portemonnaie und jeden Geschmack

    Fast vollzählig anwesend war die englische Autoindustrie und bewies damit ihr dauerndes Interesse am schweizerischen Markt, welches auch via durch in der Schweiz gewonnene Praxiserfahrungen diktierte Verbesserungen dokumentiert wurde. Die AR 12/1951 wies im II. Blatt auch auf eine ganze Anzahl von “Novitäten” hin:

    Der Austin A70 Hereford wurde auf verlängertem Fahrgestell und neuer Karosserie präsentiert. Ford brachte die neuen Typen Consul und Zephyr nach Genf. Der Jaguar Mark VII überzeugte mit seiner modernen und vom Berichterstatter der AR wegen seiner reinen Schönheit gelobten Karosserie, Lanchester zeigte einen neuen Mittelklassewagen, Triumph präsentierte ein modernes zweisitziges Cabriolet. Daneben gab es viele Detailverbesserungen zu inspizieren, die von separaten Positionslichtern bis zu Motorleistungsteigerungen reichten.

    Ausgeprägter Individualismus in Konzeption und Form bei den Franzosen

    Renault zeigte den Frégate bereits Monate vor der Produktionsaufnahme. Der Berichterstatter der AR kam aus dem Schwärmen nicht hinaus: “Reine Harmonie der Linienführung, Gleichgewicht der Formen, vernünftige, moderne Konstruktion und reiche Innendimensionen”, waren Versuche, diese Begeisterung in Worte zu fassen. Daneben verblassten andere Salon-Neuheiten ein weing, so zum Beispiel das neue 2,2-Liter-Modell “Randonnée” von Salmson, der Citroën 11 légère mit Schweizer Austrüstung oder der verbesserte Hotchkiss Anjou. Aufgefallen war aber der Hotchkiss-Grégoire mit seiner Stromlinienkarosserie und der progressiven Federung, sowie die neue Exportkarosserie für den Talbot Lago-Baby.

    Spezialkarosserien - Pontonkarosserie auf dem Höhepunkt

    In der AR 13/1951 sprach der AR-Schreiber bei der Beschreibung der Spezialkarosserien von der “Entwicklung der Pontonform zur Hochblüte künstlerischer Vollendung”.
    Insbesondere die Schweizer Karossiers, vertreten durch Graber, Langenthal, Worblaufen und Beutler, konzentrierten sich bei der Ausstellung 1951 auf die Vollkommnung des Schweizerischen Nationalstils. Ein typisches Beispiel hierfür war das von Graber gebaute Benley-Coupé, mit dem gemäss dem Autoren der Höhepunkt des Karosseriebaus erreicht wurde. Graber, wie auch die anderen Karosseriebauer, stellten eine Reihe von Spezialaufbauten aus, die teilweise auf dem eigenen und teilweise bei den Herstellern der zugehörigen Chassis, z.B. Talbot, Bentley, Alvis oder Jowett-Jupiter zu sehen waren. Interssant auch die vielfältigen Farbgebungen, die von dunkelgrün, über tiefgrün, hellgrün, hellgrau, weinrot bis zu olivegrün und dunkelblau-metallisierend reichten.

    Ghia-Aigle stellte als Bindeglied zwischen den Schweizer Karosseriebauern und den Italienern einen XK 120 mit Cabrioletdach aus.

    Bei Vignale war das für Rosselini und Ingrid Bergman bestimmte Ferrari Coupé zu sehen. Die weiteren italienischen Karosseriebauer Stabilimenti Farina, Ghia-Torino, Touring und Pinin Farina zeigten eine Reihe von weiteren Spezialkarosserien.

    Serienkarosserien - für oder gegen die amerikanische Linie

    Im Gegensatz zur Spezialkarosserie sind bei der Serienkarosserie eine ganze Reihe zusätzlicher Kriterien zu berücksichtigen: Billige Massenherstellung, gute Alltagstugenden, Gefälligkeit und Anpassung an den Massengeschmack. Bei der Auswahl der schönsten Serienkarosserien nannte die AR 13/1951 den Packard Patrician, den neuen Jaguar Mark VII, den Renault Frégate, den Alfa Romeo Typ 1900, die Lancia Aurelia und den neuen Triumph Roadster als Kandidaten, wies aber auch auf den Lanchester, den Salmson Randonnée und Borgward hin. Als Geschmacksverwirrung bezeichnete der Autor die nachträglich angebrachte teilweise Verschalung der Hinterräder.

    Am Ende eines Rundganges

    Der Salon-Besucher bekam 1951 einen tiefen und einigermassen vollumfänglichen Eindruck der Möglichkeiten der damaligen Automobil-Industrie. Spezial- und Serienkarosserien konnten Seite an Seite verglichen werden, die Fahrzeuge und nicht der Standbau und Marketing-Effekte standen im Vordergrund. Die meisten Besucher dürften allerdings den Salon nicht mit einem Kaufvertrag, sondern mit Futter für Träume verlassen haben. 

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