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    Der Mythos Porsche in einem Vortrag von Dr. Heinz Rabe im Pantheon Basel

    16. Februar 2011
    Text:
    Daniel Reinhard
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (12)
     
    12 Fotogalerie

    Im Pantheon Basel referierte Montag Abend (14.2.2011) anlässlich der aktuellen Porsche-Ausstellung Herr Dr. Heinz Rabe zum Thema Leben und Schaffen der Familie Porsche.

    Dr. Heinz Rabe, Sohn des langjährigen Porsche Chefkonstrukteurs Karl Rabe vermittelte einzigartige Einblicke in die bewegte Karriere seines Vaters und in den Aufbau der Firma Porsche. Mit seinem faszinierenden Referat konnte er die zahlreich erschienen Gäste mit einzigartigen Bild- und Tondokumenten begeistern.

    Einige Auszüge aus dem Referat möchten wir unseren Lesern nicht vorenthalten. So sagte Dr. Heinz Rabe:
    „1907 wurde Ferdinand Porsche von seinem Freund Graf Alexander Sascha Konrad zum Bau eines Rennwagens angeregt, dem späteren „Sascha“! Der Sascha ADSR 2 mit 2 Liter Motor erreichte schon 1922 anlässlich der Targa Florio eine Geschwindigkeit von 170km/h!

    Porsche befasste sich schon frühzeitig mit Kleinwagen, seine Liebe aber galt schon immer dem Sportwagen und dem Rennwagen, da er sie als Experimentiermöglichkeiten für seine Ideen nutzte. 1923 wechselte Ferdinand Porsche als technischer Direktor und Vorstandsmitglied zu den deutschen Daimler Werken nach Stuttgart. Heinz Rabes Vater blieb in Wiener Neustadt und übernahm das Konstruktionsbüro und die technische Leitung von Austro-Daimler. Unter seiner Leitung entstanden die Modelle ADR, Bergmeister und ein 8 Zylinder Fahrzeug. Ferdinand Porsche nahm am 1. Mai 1923 seine Tätigkeit bei der Daimler Motorengesellschaft in Stuttgart auf. Unter seiner Leitung entstanden diverse berühmte Fahrzeugmodelle welche die unverwechselbare Handschrift Ferdinand Porsche`s trugen. Der von ihm verbesserte 4 Zylinder, 2 Liter Kompressor-Rennwagen von 1923 in dem Christian Werner die Targa-Florio gewann. Der 2 Liter, 8 Zylinder Kompressor Rennwagen, mit dem Rudolf Caracciola 1926 den GP von Deutschland auf der Avus gewann. Den 2 Liter 6 Zylinder Personenwagen, der 838, als preiswertes und robustes Mercedes-Einstiegsmodell. Den 6-Zylinder, 6,8 Liter Kompressor Sportwagen vom Modell S (Sport), der 1927 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h als Fahrzeug  zur Legende wurde. Den 7 Liter 6 Zylinder Sportwagen vom Modell SS (Super Sport) mit einer Leistung von 225 PS und der SSK (Super Sport Kurz) mit einem verkürzten Fahrwerk. Dazu kamen allradgetriebene Geländewagen und Schwimmwagen. 1928 präsentierte Daimler-Benz den von Ferdinand Porsche entwickelten „Nürburg“ mit einem 8 Zylinder Reihenmotor.

    Am 1.1.1929 wechselte Ferdinand Porsche, der für seine Leistungen bereits 1924 die Ehrendoktorwürde der TH Stuttgart erhalten hatte als technischer Direktor zu den Steirer Werken nach Steyr (Oberösterreich), wo inzwischen auch Karl Rabe arbeitete. Von da an sollten sich ihre beruflichen Wege nicht mehr trennen. Unter ihrer Leitung wurden die Personenwagen vom Typ 30 und Typ Austria als komfortabler Reihen 8 Zylinder Wagen entwickelt.

    1930 kehrte Ferdinand Porsche wieder nach Stuttgart zurück und gründete mit 12 Konstrukteuren, mit denen er bereits in Oesterreich zusammengearbeitet hatte, die Dr. Ing. hc Porsche GmbH in Stuttgart an der  Kronenstrasse 24, in der Nähe vom Stuttgarter Hauptbahnhof. Heinz Rabes Vater wurde Chefkonstrukteur und blieb es bis zu seiner Pensionierung 1965.

    Der 1. Konstruktions-Auftrag war ein Mittelklasse- Personenwagen mit 6-Zylinder für die Wanderer Werke in Chemnitz. Es folgte der Typ 8 eine Stromlinien-Limousine mit einem 8-Zylinder Motor ebenfalls für die Wanderer Werke. Beim Typ 12 handelt es sich um einen Kleinwagen mit 5-Zylinder Sternmotor für Zündapp in Nürnberg. Der Typ 22 war ein 16-Zylinder Rennwagen für die Auto Union. Der Typ 22 wurde in verschiedenen Motor- und Karosserievarianten zum Einsatz gebracht und konnte von 1934-1939 in 79 Rennen 43 Mal den ersten Platz gewinnen. Angetrieben wurde der Monoposto von einem V16-Zylinder mit 528 PS, dazu ein synchronisiertes 5 Gang Schaltgetriebe, eine Mehrscheiben-Kupplung und vordere Drehstab-Federn, was auch eine Porsche Erfindung war. Die Höchstgeschwindigkeit betrug rund 340 km/h. Ferdinand Porsche hat persönlich auch fast an allen Rennen teilgenommen.

    Der Typ 32 von 1932 war eine 4-sitzige Limousine für NSU (Neckarsulm). Dieses Fahrzeug hatte bereits einen luftgekühlten 4-Zylinder Boxermotor im Heck sowie Drehstabfederung und kann als Vorläufer des Volkswagens bezeichnet werden. Der Porsche Typ 60 ist der bis 2003 in seiner Grundkonzeption im Wesentlichen unverändert gebaute VW Käfer.

    Am 22. Juni 1934 schlossen der Reichsverband der deutschen Automobilindustrie und die Firma Porsche einen Vertrag über die Entwicklung eines Volkswagens. Aehnlich dem amerikanischen Ford-T Modell sollte auch in Deutschland ein Fahrzeug für jedermann in Massenproduktion hergestellt werden. Zunächst wurden in der Garage der Villa Porsche am Feuerbacherweg in Stuttgart, 2 Vorprototypen, ein offenes und ein geschlossenes Fahrzeug, gebaut. Diese Fahrzeuge hatten 2-Zylindermotoren  und bestanden aus einer Holz-, Blech-Chassiskonstruktion. Der Wagenboden bestand aus Brettern. Die Karosserien wurden beim Stuttgarter Karosseriewerk Reuter  in  der Stuttgarter Augustenstrasse angefertigt. Erst in der weiterentwickelten Form wurde der luftgekühlte Vierzylinder Viertakt Boxermotor mit 985ccm Hubraum und 23,5 PS Leistung eingesetzt. Alle drei Fahrzeuge dieser Serie haben Drehstabfederung und einer davon bereits ein Ganzstahl-Chassis. Die Bodenplatte bildete jetzt eine völlig geschlossene Unterseite des Wagens. Am Heck kein Fenster, sondern Belüftungsschlitze und typisch für diese Modelle, die Scheinwerfer waren an der Haube montiert. Eine weitere Prototypenserie des Volkswagens von 30 Fahrzeugen wurde von Januar bis Mai 1937 bei Daimler Benz in Untertürkheim gebaut und in einer gross angelegten Testreihe über insgesamt 2,4 Millionen Kilometer unterzogen. Jedes Fahrzeug legte 100`000 km zurück. Die Kosten übernahm der Staat. Neben 29 Coupes auch ein Cabriolet. Die Karosserien in Ganzstahl-Bauweise hatten in den Kotflügeln integrierte Scheinwerfer und eine kleine Fronthaube und die Türen öffneten sich nach hinten. Das Interieur war aus Kostengründen spartanisch einfach. Mit der VW 38 Serie erhielt der Volkswagen seine endgültige Form.

    Neben der Volkswagenentwicklung konstruierte Ferdinand Porsche auch den Weltrekordwagen von Daimler Benz, den Typ 80. Der erste Probelauf mit dem Flugmotorenprototypen wurde auf dem Rollenprüfstand der Daimler Benz AG erfolgreich durchgeführt, doch dann setzte der Krieg den Vorbereitungen zum Weltrekord ein Ende. Daneben beschäftigte sich Porsche auch mit der Entwicklung von Traktoren für die Landwirtschaft.

    Im Juni 1938 zog die Firma Porsche in das heutige Werk 1 um. Hier gab es nun auch eine Versuchsabteilung. Mit dem Typ 64 sollte 1939 die Familie der VW Typen um einen Sportwagen erweitert werden. Das Fahrzeug hatte eine Aluminium-Karosserie und einen VW-Motor mit 1.5 Liter Hubraum. Infolge der Fliegerangriffe wurde das Werk 1944 nach Gmünd in Oesterreich in ein ehemaliges Sägewerk ausgelagert. Das Werk Zuffenhausen blieb bis Ende 1955 von der amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmt und wurde als Reparaturwerk für Lastwagen genutzt.

    Auf Grund der vertraglichen Vereinbarungen mit der italienischen Firma Cisitalia wurde in Gmünd ein Rennwagen entwickelt, der Porsche Typ 360! Ein 12-Zylinder Monoposto, wassergekühlt, mit Drehstabfederung und zuschaltbarem Vierradantrieb, Synchrongetriebe und das Fahrwerk bestand aus einem geschweissten Rohrrahmen. Das war damals eine Sensation. Unter dem Typ 370 entstand 1947 ebenfalls für Cisitalia ein wunderschöner Sportwagen in 2 Varianten, in einer Rennsportversion und in einer Strassenversion, mit einem 2 Liter 8-Zylinder V-Motor im Heck.

    Am Volkswagen wurden seit Beginn der Nachkriegsproduktion zwar zahlreiche Veränderungen und Verbesserungen durchgeführt aber die Grundkonstruktion blieb stets erhalten. Der Käfer wurde zum Symbol des deutschen Wirtschaftswunders. 1978 verlässt der letzte in Deutschland gebaute Käfer das Zweigwerk Emden und im Juli 2003 wurde die VW-Fertigung in Puebla Mexiko endgültig eingestellt. Aber insgesamt wurden 22 Millionen Käfer gebaut. Die grösste jemals erreichte Produktionszahl eines Fahrzeugtyps bis dahin!

    Am 8.6.48 war in Gmünd der erste Sportwagen mit dem Namen Porsche fertig. Der neue Wagen ein offener Roadster mit Leichtmetall-Karosserie und Mittelmotor erhielt als Antriebsaggregat einen VW-Motor mit verstärktem Zylinderkopf. 1950 kehrte die Firma wieder nach Stuttgart zurück obwohl das Werk 1 zunächst noch besetzt war, aber bei der Firma Reuter mietete man Räume an. 1964 wurde die Firma Reuter mit 1000 Beschäftigten von Porsche übernommen. Mit dem Bau des Werks 2 für Produktion und Verwaltung neben dem Karosseriewerk Reuter beginnt 1951 eine neue Aera. Porsche ist ab jetzt nicht mehr nur Konstruktionsbüro, sondern auch Produktionsbetrieb für die eigenen Sportwagen. Ferry Porsche hatte die Leitung des Unternehmens übernommen und führte es zur heutigen Weltfirma. Sein Vater Ferdinand konnte diese Erfolge nicht mehr miterleben Er verstarb am 30 Januar 1951 nachdem er eineinhalb Jahre in französischer Haft verbringen musste, um für Renault an der Entwicklung und Serienplanung  eines neuen Kleinwagens dem 4CV zu arbeiten. Er machte Aenderungs-Vorschläge in Bezug auf Aufhängung und Gewichtsverteilung. Mit dem 4 Nockenwellen-Motor, dem Fuhrmann Motor verabschiedete man sich endgültig von den bisher verwendeten verbesserten VW-Motoren. Der zunächst für den 1.5 Liter, Rennsport Spyder, Typ 550 entwickelte Motor wurde später als Carrera Motor bei den Seriensportwagen 356 verwendet. Insgesamt wurden bis zur Markteinführung des 911, im Jahre 1964, 78'000 Sportwagen vom Typ 356 verkauft.

    Im September 1963 stand der neue Porsche mit der Modellbezeichnung 901 auf der IAA in Frankfurt. Da Peugeot aber die Zahlenkombination mit der Null in der Mitte geschützt hatte, erfolgte die Umbenennung in den Typ 911. Bereits im September 1965 erfolgte die Präsentation des ersten Targa. Und als 1. Porsche mit Kunststoff-Karosserie kam 1964 der Rennsportwagen 904. 1965 lief die Produktion des 356 endgültig aus. Der 911 hat bis heute überlebt und erfreut sich nach wie vor einer riesigen Fangemeinde“.

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