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“Kampf” der Mercedes-Giganten am Norisring
Daniel Reinhard - 11.01.2012 |
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Wir schreiben das Jahr 1992 und gefinden uns am Norisring, bei Nürnberg in Deutschland.
Anlässlich des DTM-Rennens auf dem ultraschnellen Rundkurs treffen vor 20 Jahren, zum einzigen Mal, die zwei Grössten der F1-Geschichte aufeinander.
Der 5-fache argentinische Weltmeister Juan Manuel Fangio und der 7-fache deutsche Weltmeister Michael Schumacher. Fangio startet in jenem W196, in dem er 1954 und 1955 die Weltmeisterschaft gewinnen konnte und Schumacher pilotiert mit dem W154 von 1938, zum ersten Mal in seinem Leben, einen Vorkriegsrennwagen.
„Nach einem fulminanten Start übernimmt der Argentinier, vom 2. Startplatz losgefahren, die Führung und biegt knapp vor Schumacher in die Grundig-Kehre ein. Doch bereits beim Rausbeschleunigen schafft es der junge Kerpener seinen W154 neben Fangio`s W196 zu setzen und sichert sich damit den saubereren Streckenteil beim Anbremsen, sowie die Ideallinie des folgenden Schöller-S. Und siehe da, schon auf dem Weg in die zweite Runde hat der deutsche die Nase vorn. Im Rückspiegel kontrolliert er seinen Gegner beim zweiten Anbremsen der Grundig-Kehre! Souverän verteidigt er die Führung bis ins Ziel. Michael Schumacher holt sich beim GP Nürnberg die Maximalpunktzahl und wird zum neuen Leader der Weltmeisterschaft. Der knapp geschlagene Fangio nach dem Rennen:
‘Beim Start verheizte ich leider meine Kupplung und ohne die war ich gegen Schumacher absolut chancenlos.’ “
So könnte der Pressebericht lauten, wäre es ein Rennen gewesen. War es aber nicht. Es war eine Demonstrationsfahrt von sechs berühmten historischen Mercedes-Rennwagen.
Es war das letzte Mal, dass der damals 81-jährige Juan-Manuel Fangio seinen W196 fahren konnte.
Am 17. Juli 1995 verstarb der Argentinier im Alter von 84 Jahren, während sein „Gegner“ Michael Schumacher, heute 43 Jahre alt, bald in seine 18. F1-Saison, die dritte mit Mercedes, startet. Aber das Alter sollte eigentlich kein Problem sein, denn Fangio wurde 1957 noch mit 45 Jahren auf einem Maserati 250F zum fünften Mal F1-Weltmeister. Also hätte Schumi rein rechnerisch noch weitere drei Jahre Zeit seinen achten Titel zu holen. Zwischengas drückt ihm die Daumen.












