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Bild (1/9): Lotus Formel Junior (1961) - Karl Foitek auf der Solitude im Jahre 1961 (© Daniel Reinhard, 1961)
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    Karl Foitek - ein Leben zwischen Rennen und Exklusivem

    1987
    Text:
    Rob de la Rive Box (1987) und Bruno von Rotz (2011)
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
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    Am 28. April 2011 feierte Karl Foitek mit Familie und Freunden seinen 80. Geburtstag. Es war ein gelungenes Fest mit vielen prominenten Gästen. Dabei gab es viel zu Lachen, da Karls Leben viele unterhaltsame und erzählenswerte Episoden beinhaltet.

    Am 1. Dezember 1951 reiste ein gerade zwanzigjähriger Österreicher in die Schweiz. Er stellte sich als Karl Foitek vor und hatte eine solide Ausbildung als Automechaniker und gute Arbeitszeugnisse vorzuweisen.

    Foiteks erste Bekanntschaft mit dem schweizerischen Autogewerbe war nicht eben das, was er sich darunter vorgestellt hatte. Beinahe wäre er nämlich enttäuscht wieder nach Hause gefahren, wenn ihm nicht in letzter Sekunde Emil Frey eine Stelle angeboten hätte.

    Hier, an der Badenerstrasse in Zürich, konnte sich der junge Mann zu einem Stundenlohn von Fr. 2.70 zum Jaguar-Spezialisten ausbilden lassen. Heute erscheint dieser Stundenansatz vielleicht gering, dazumal war er aber für den Immigranten Goldes wert.

    Karl Foiteks erste Runden auf der Rennstrecke

    Schon bald einmal betreute Foitek neben den Kundenwagen auch solche, die bei Rennen eingesetzt wurden. Bei dieser Arbeit schnupperte der junge Mechaniker auch erstmals echte Rennluft. Er bereitete den Jaguar XK 120 von Kurt Klaus vor, der den Wagen für das Rahmenrennen, das dem Schweizer GP 1953 vorausging, gemeldet hatte.

    So tönte das aus dem Mund von Karl Foitek:
    “1954 begleitete ich Kurt Klaus (Göttibube von Karl`s damaligem Arbeitgeber Emil Frey) zum Grossen Preis der Schweiz nach Bremgarten in Bern. Nach dem Freitags-Training fuhr Herr Klaus mit mir ein paar Runden, um mir zu zeigen, dass sein Jaguar zu lang übersetzt war. Er ersuchte mich, nach Zürich in die Werkstatt zu fahren, um die Hinterachse zu wechseln. Ich sollte die Hinterachse des Jaguars von Hörning einbauen. Da Hörning Rallyes fuhr, hatte sein Auto eine kürzere Uebersetzung. Also fuhr ich am Freitag um 17 Uhr in Richtung Zürich los, um den Wechsel vorzunehmen. Damit war ich die ganze Nacht beschäftigt. Samstag früh um 5 Uhr ging`s dann wieder zurück nach Bern, natürlich über den Mutschellen, Bremgarten, Lenzburg und durch jedes Dorf, da es ja noch keine Autobahn gab.
    An der Rennstrecke angekommen, drückte mir Kurt Klaus seinen Helm in die Hand und forderte mich auf ein paar Testrunden vor dem offiziellen Training zu drehen. Ich war auf Anhieb schneller als Klaus im Freitags-Training. Klaus war daraufhin am Samstag Schnellster und wurde im Rennen Zweiter. Die Mühe hatte sich gelohnt.
    Seit diesen Runden auf dem alten Bremgartenring war für mich eines klar: Ich wollte Rennen fahren. 1955 kaufte ich mir dann bei Emil Frey einen Austin Healey und schon bald fuhr ich die ersten Rennen damit.”

    Dass Karl Foitek keine offizielle Rennlizenz besass, schien niemanden zu kümmern. Auch die österreichischen Funktionäre fragten nicht danach, als sich Foitek 1955 für ein Rennen in Österreich meldete. «Ich fuhr damals den Austin Healey und wurde Zweiter. Das Rennen wurde südlich von Wien ausgetragen, und ich erinnere mich noch gut daran, dass in der Mitte des dreieckigen Circuits ein Friedhof lag. Einen Lizenzkurs habe ich später in Monza bestanden», erzählt er uns.

    Keine Angst vor Nachtarbeit

    Foitek blieb bis 1957 bei Emil Frey. Dann spezialisierte er sich in einer kleinen Garage auf das Frisieren von Sport- und Tourenwagen der Marke Alfa Romeo.

    Bald sprach es sich herum, dass hier jemand arbeitete, der nicht nur die Motoren stärker machen konnte, sondern der auch bereit war, dafür seine Nachtruhe zu opfern, wenn es sein musste.

    Die Qualität seiner Arbeit war die beste Reklame. Als er überdies 1959 mit einem Alfa Romeo Giulietta Sprint Veloce in der GT-Klasse gar Schweizer Meister wurde, zweifelte niemand mehr an ihm.

    1960 fuhr er mit einem Alfa Giulietta TI in der Tourenwagenklasse mit und wurde im Endklassement guter Zweiter. Aber nicht nur mit normalen Wagen war er schnell: 1961 wurde er zum zweiten Mal als Schweizer Meister gefeiert, diesmal aber in der Rennwagenklasse, die er mit einem Lotus 22 bestritten hatte.

    Foiteks Kundenkreis weitete sich rasch aus, denn es lag auf der Hand, dass ein Champion die Wagen eben ganz besonders gut vorbereiten kann. Einem seiner deutschen Kunden hatte es Foitek denn auch zu verdanken, dass er sich selbständig machen konnte. Es wurde ihm angeboten, für 48’000 Franken jährlich an der Brauerstrasse eine Werkstatt zu mieten. Für einen Anfänger bedeutete dies eine recht hohe finanzielle Belastung, aber der frühere Arbeitgeber Emil Frey ermutigte Foitek zu diesem Wagnis und bot ihm zusätzlich noch die Jaguar-Vertretung an. Diese Marke, der er lange geblieben ist, und der Verkauf von Alfa Romeo bildeten die Basis der neuen Firma.

    Weiterhin frisierte Foitek auch immer wieder Motoren. Die Kundschaft wurde zusehends grösser, besonders als er 1962 mit dem Lotus 22 wieder Schweizer Meister geworden war. 1963 holte er sich den Titel mit einem Lotus 23. Inzwischen hatte er auch für diese Marke die Verkaufs- und Servicestelle übernommen. 1964 fuhr er mit seinem Lotus Elan Racing in der Schweizer Meisterschaft auf den zweiten Platz, um es von da weg aber «etwas ruhiger zu nehmen».

    Neubauten wurden Notwendigkeit

    Dies sollte freilich nicht heissen, dass Foitek das Interesse an der Rennerei verloren hatte; aber das Geschäft nahm ihn immer mehr in Anspruch. Statt Samstags auf den Rennpisten zu fahren, verkaufte er jetzt exklusive Autos, unter anderem die italienische Marke Lamborghini, für die er den Alleinimport für die Schweiz übernommen hatte.

    Über 200 Lamborghini hat Foitek im Laufe der Zeit in die Schweiz eingeführt; lange war er offizieller Vertreter dieser Marke.

    Die Werkstatt an der Brauerstrasse war eigentlich schon von Anfang an zu klein gewesen, aber ihre zentrale Lage liess Foitek die Enge verschmerzen. Als nun auch noch die Marke Lamborghini ins Programm aufgenommen wurde, musste eine bessere Lösung gesucht werden: Eine Werkstatt in Birmensdorf, die bald sein Neffe Hans Foitek übernahm, liess die engen Verhältnisse vergessen.

    Besitzerwechsel bei Lamborghini machten die Zukunft dieser Edelmarke immer unsicherer, so dass sich Foitek nach einem Ersatz umsehen musste. Und was lag näher als Ferrari? Durch vielfachen Wechsel der Betreuer in der Deutschschweiz war diese Marke schlecht vertreten. So konnte Foitek 1974 die Ferrari-Vertretung übernehmen. Für diese Zwecke gründete er die Autodino AG. Aber auch die Lamborghini-Kunden blieben Foitek, der ja auch die Service-Arbeiten ausführte, treu. So hatte er bald wieder mit Platzproblemen zu kämpfen. An der Badenerstrasse 799 wurde darauf ein zentrales Ersatzteillager eingerichtet. Hier wurden auch die Neuwagen für die Ablieferung bereitgestellt.

    Liebhaber älterer Ferrari und Lamborghini traffen sich hier zum Fachsimpeln, denn die eingetauschten Wagen dieser Marken galtenschon damals als Liebhaberstücke. Regelmässig wurden derartige Autos auch direkt eingekauft; dies nicht nur in der Schweiz. Durch Foiteks internationale Kontakte traffen sie sozusagen aus aller Welt ein und werden unter Leitung von Hans Foitek wieder instand gestellt.

    Oft waren allerdings Totalrestaurationen nicht zu umgehen, und in solchen Fällen waren dann die guten Beziehungen zu den Herstellerwerken von Ferrari und Lamborghini von nicht zu unterschätzendem Wert. 50 Meter vom immer noch als Hauptquartier geltenden Gebäude an der Brauerstrasse wurden ab 1982 in einem modernen Verkaufslokal die Neuwagen ausgestellt. Diese Aufteilung in verschiedene Abteilungen machte das Leben für Foitek natürlich nicht einfacher, aber es war fast unmöglich, in der Region Zürich geeignetes (und bezahlbares) Bauland für ein alles umfassendes Gebäude aufzutreiben. Dies sollte erste viele Jahre später ausserhalb der Stadt Zürich möglich sein.

    War die Rennerei damit gänzlich vergessen worden? «Kannst denken», hiess die Antwort, «1985 habe ich noch einige Rennen um die Schweizer Meisterschaft gefahren. Mit einem Alfa Romeo GTV 6. In Dijon bin ich Dritter und auf dem Hockenheim Zweiter geworden; ausserdem hatte ich noch meinen Sohn Gregor zu betreuen.»

    Karl Foiteks fünf wichtigste Rennen

    Schauinsland 1957 - internationales Rennen zur Berg-Europameisterschaft

    Bereits auf der Besichtigungsfahrt geriet Foitek mit dem Hinterrad in den Strassengraben, worauf sich das Fahrzeug überschlug und eine Wiese herunterkollerte. Mit dem arg ramponierten Alfa Romeo Giulietta Sprint Veloce fuhr Foitek zurück nach Zürich, reparierte mit Spengler und Maler den Wagen in zwei Nachtschichten und war rechtzeitig für das offizielle Training am Samstag zurück an der Bergrennstrecke. Trotz des Missgeschicks konnte Foitek seine Klasse vor Eberhard Mahle gewinnen, der seine Anerkennung mit sechs Piccolo Campagner-Flaschen kommunizierte.

    Avus-Rennen 1958 - internationales Rundstreckenrennen mit Steilkurve

    Die Avus bestand aus einer zwei Kilometer langen Autobahn, dann einer Spitzkehre, die im ersten Gang genommen werden musste, dann wieder Autobahn und dann die Steilkurve, die bei den Fahrern Gleichgewichtsstörungen auslöste.

    Foitek musste bereits bei der Anfahrt nach Berlin ein Kugellager im Getriebe wechseln und kam gerade noch auf den letzten Zacken an. Das Rennen gewann er dann. Jean Behra verunglückte im Porsche tödlich und alle Fahrer nahmen an der Abdankfeier teil. Nachher fuhr Foitek die 1’000 km nach Zürich zurück, im Rennwagen, eine Werkzeugkiste, einen Mechaniker und einen Fahrgast namens Klaus Jahn bei sich.

    Granturismo-Rennen am Nürburgring am 31. Juli 1960

    Bei typischen Eifel-Wetter, Regen und Nebel, startete Foitek mit seiner Alfa Romeo Giulietta 1300 TI aus der ersten Reihe, zusammen mit zwei Lotus Elite und einem Alfa Romeo Sprint Veloce. Die Konkurrenten nahmen Foitek im Training wegen eines Gewichtsvorteils von mindestens 200 kg rund 12 Sekunden pro Südschleifen-Runde ab. Im Rennen aber erwischte Foitek einen perfekten Start und hatte fortan Gischt und Nebel als seine Verbündeten. Er gewann mit grossem Vorsprung und fuhr nach dem Rennen sogleich weiter zu einem Tourenwagen-Rennen nach Brands Hatch.

    Sportwagen-Rennen am Norisring 1965

    Karl Foitek fuhr einen speziellen Lotus 23, der mit einem Zweiliter-Coventry-Climax-Motor statt des üblichen 1,6-Liter-Lotus-Aggregates ausgerüstet war. Diese Kombination war in der Lage, die Porsche von Sepp Greger und Herbert Linge zu schlagen. Foitek erzielte einen neuen Strecken- und Rundenrekord und erreichte dabei einen Schnitt von fast 152 km/h.

    Flugplatzrennen in Bremgarten bei Freiburg im Breisgau im Jahre 1971

    Gerade Vater von Zwillingen geworden - seine Frau Sonja erledigte die Gebährarbeit alleine zuhause - gewann Foitek das Sportwagenrennen in Bremgarten auf seinem Lola T 210. Für den Tages- und Kategoriensieg erhielt er zwei Pokale, die er später den Zwillingen Frank und Markus übergab. Dass Foitek einen motorisch völlig unterlegenen 1,8-Liter-Lola fuhr, während Konkurrenten wie der Deutsche Rieger mit Can-Am-McLaren und 7,2 Liter Hubraum antraten, macht die Leistung nur noch eindrucksvoller.

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    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    au******:
    11.03.2014 (13:21)
    Ich durfte mit Karl Foitek ab 1999 bis Ende 2002 Kontakt nehmen, anlässlich Begegnungen unter Ferrari- & Maserati-Händler in meiner Eigenschaft als Generalmanager der Zentralschweizer Repräsentanz.
    Seine grosse Persönlichkeit zeigte sich auch in seiner offen freundlichen und entgegenkommenden Art. Dies ist wohl ebenfalls mit ein Erfolgsfaktor, den Karl im Berufs- wie im Privatleben umzusetzen vermochte. Fritz Oehrli
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