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Bild (1/11): Porsche 944 (1983) - typische Farbe für die frühen 80-er-Jahre (© Balz Schreier, 2011)
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Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Porsche 944 (1982-1983)
Coupé, 163 PS, 2449 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Porsche 968 (1991-1995)
Coupé, 240 PS, 2990 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Porsche 959 (1986-1988)
Coupé, 450 PS, 2849 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Porsche 911 (1973-1975)
Targa, 150 PS, 2687 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Porsche 968 (1991-1995)
Cabriolet, 240 PS, 2990 cm3
 
Oldtimer Messe Gt. Gallen:
 
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    Porsche 944 - Einstiegs-Porsche mit Oldtimerbonus

    31. Mai 2011
    Autor:
    Fotos:
    Archiv Porsche AG 
    (14)
    Balz Schreier 
    (9)
    Bruno von Rotz 
    (5)
    Martin Wyler 
    (3)
    Pawel Litwinski (Gooding & Company) 
    (1)
    Emanuel Zifreund 
    (1)
    Archiv 
    (15)

    Kaum zu glauben, aber der Porsche 944 hat bereits seit einiger Zeit das Oldtimeralter (30 Jahre) erreicht! Je länger der Vierzylinder-Porsche der späten Siebziger- und frühen Achtzigerjahre, zuerst als 924, dann auch als 944, gebaut wurde, umso mehr wandelte er sich zum beliebten Allroundsportwagen und streifte seine Volkswagenwurzeln ab.

    Die Wurzeln bei Volkswagen

    Begonnen hatte alles mit einem Entwicklungsauftrag von Volkswagen, einen Frontmotor-Sportwagen zu bauen. Als die Manager von VW das Interesse wegen der Energiekriese verloren, übernahm Porsche selber das Zepter und entwickelte das Auto als Porsche 924 zu Ende.

    Porsche 924 (1976) - die Durchsichtszeichnung zeigt die Transaxle-Bauweise
    © Copyright / Fotograf: Archiv Porsche AG

    Präsentiert wurde der Wagen 1976, 125 PS stark und 200 km/h schnell und er eroberte sich mit seinem praktischen 2+2-Layout eine eigene Fan-Gemeinde, in der Schweiz gehörte zum Beispiel der bekannte Fernsehmoderator Mäni Weber zu den 924-Fahrern. Immer wieder allerdings wurde dem sparsamen und günstigen Sportwagen vorgehalten, kein “richtiger” Porsche zu sein.

    Porsche konterte mit dem 924 Turbo, der bereits 170 PS leistete und zu den Schnellen auf der Strasse gehörte. 1980 legte man ein Homologationsmodell für den Sport auf, den berühmten Porsche 924 Carrera GT , nur knapp 400 mal gebaut, 210 PS stark und so teuer wie ein Ferrari.

    Porsche 924 Carrera GT (1980) - der spätere 944 übernahm die vorderen Kotflügelverbreiterungen
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Noch immer aber sah man dem Auto die Verwandschaft zu Volkswagen an, selbst der teure Carrera GT hatte dieselben Türöffner und Lichtschalter wie ein profaner VW Golf. Aber insbesondere werkelte im Motorraum nachwievor der Zweiliter-Motor, der aus dem VW-Audi-Regal entlehnt worden war.

    Ein halber Porsche-928-Motor

    Ein neuer Motor musste her, Porsche entschied sich für einen 2,5 Liter grossen Vierzylinder. Da man mit dem 928 einen modernen Achtzylinder im Angebot hatte, halbierte man aus Kostengründen einfach diesen und profitierte von vielen Gleichteilen. Um die Vibrationen (Massenkräfte zweiter Ordnung) in den Griff zu bekommen, gestand man dem neuen Motor zwei gegenläufige Lanchester-Ausgleichswellen zu. 163 PS bei 5’800 U/min waren das Ergebnis und ein Drehmoment von 209 Nm, was zu einer klassenüberdurchschnittlichen Elastizität führte, konnte der 944 doch den stärkeren 924 Turbo beim Beschleunigen von 40 auf 120 km/h im obersten Gang fast 8 Sekunden abnehmen.

    Porsche 944 (1981) - der halbierte Achtzylinder vom 928 wurde zum Vierzylinder
    © Copyright / Fotograf: Martin Wyler

    Rennsporterprobt

    Porsche wäre nicht Porsche gewesen, wenn man den neuen Motor nicht sogleich im Rennsport eingesetzt hätte. Bei den 24 Stunden von Le Mans 1981 rüstete man den neuen 944-Motor gleich mit einem Turbolader auf und produzierte 410 zuverlässige Pferdestärken. Walter Röhrl brachte den Experimental-Sportwagen mit Beifahrer Jürgen Barth auf den beeindruckenden 7. Rang im Gesamtklassement.

    Porsche 924 GTP (1981) - für Le Mans 1981 gebaut, nahm er wesentliche Elemente des 944 voraus
    © Zwischengas Archiv

    Erstmals kam dabei eine vollelektronische Benzineinspritzung von Bosch zum Einsatz. Herauszuheben ist, dass Barth/Röhrl mit der geringsten Standzeit an den Boxen über die 24 Stunden kamen.

    Sparsam und leise

    Diese moderne Einspritzanlage fand als Bosch-L-Jetronik mit digitaler Motorelektronik (DME) auch Eingang in den Motorraum des Serien-944. Und sie machten den aerodynamischen Sportwagen sparsam, was sich in einem Testverbrauch von nur 10,5 Liter pro 100 km beim Test der Automobil Revue vom Jahr 1982 zeigte.

    Porsche 944 (1982) - Schnittmodell durch den 924-er-Nachfolger
    © Zwischengas Archiv

    Die Tester waren auch vom Fahrverhalten sehr angetan, der 944 hatte viele Komponenten des 924 Turbo, respektive des 924 Carrera GT geerbt und war damit bestens für die schnelle Kurvenfahrt gerüstet. Auch mit den Fahrleistungen konnte man gut leben, 0 bis 100 km/h absolvierte der Testwagen in 7,8 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit wurde mit 223 km/h gemessen. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten blieb der Wagen sportwagen-unüblich leise.

    Preisgünstig und begehrenswert, damals wie heute

    34’820 Franken (38’900 DM) kostete ein 944 1982 in der Schweiz, weniger als ein 924 Turbo, aber rund 7000 Franken mehr als ein Alfa Romeo GTV 6 und auch 10’000 Franken mehr als ein BMW 323i, welche beide mit Sechszylinder-Triebsatz antraten. Zum noch akzeptablen Grundpreis kamen allerdings oft diverse Extras wie Klimaanlage, breitere Räder, Metallic-Lackierung, Heckscheibenwischer, Aussenspiegel rechts, herausnehmbares Dach oder elektrisch betätigte Fensterheber, was den Anschaffungspreis eines komplett ausgerüsteten 944 schnell mal 20% und mehr in die Höhe treiben konnte.

    Porsche 944 (1983) - in heiler Bergwelt
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Auch heute, dreissig Jahre nach der Einführung hat sich der 944 noch nicht völlig aus dem Gebrauchtwagen-Markt verabschiedet, noch ist er kein wirklich gesuchter Klassiker, so dass gute Fahrzeuge für rund 8 bis 12’000 Franken zu kaufen sind. Teurer und gesuchter sind die schnellen Turbo-Modelle, sowie die später erhältlichen Cabriolet-Versionen.

    Fahrzeuge mit tiefen Kilometer-Ständen sind selten, denn diese Fahrzeuge wurden meist viel und intensiv eingesetzt.

    Die Wartung ist nicht billig, speziell Porsche-spezifische Teile können schnell ins Geld gehen. Vorsicht ist bei Autos mit “Wartungs-Stau” geboten, nur gut unterhaltene Fahrzeuge machen beim Fahren richtig Spass! Aber auch heute kann ein Porsche 944 noch viel Freude vermitteln, man fühlt sich nie untermotorisiert und fährt einen inzwischen vergleichsweise selten gewordenen Klassiker aus Zuffenhausen. Der Einstieg in die Porsche-Hierarchie wird nie mehr günstiger - jetzt oder nie!

    Weitere Informationen

    Das gefahrene cognacfarbene Porsche 944 Coupé von 1983 wurde uns von der Oldtimer Galerie in Toffen zur Verfügung gestellt.



    Quelle:

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