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Bild (1/10): Porsche 924 Carrera GT (1980) - der spätere 944 übernahm die vorderen Kotflügelverbreiterungen (© Bruno von Rotz, 2013)
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    Porsche 924 Carrera GT - Evolutionsmodell in 406 Exemplaren

    1. September 2010
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
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    Archiv Porsche AG 
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    Der Porsche 924 litt während seiner ganzen Bauzeit an Image-Problemen, zu übermächtig war der grosse Bruder 911. Um dies zu ändern, besann sich Porsche einer alten Strategie und produzierte eine Rennsportversion, die in Le Mans 1980 mit Platz 6 hervorragend abschnitt. Auf dieser Basis entstand dann ein Evolutionsmodell, der Porsche 924 Carrera GT, der in 406 Exemplaren gebaut wurde.

    Porsche 924 Carrera GT (1980) - sitzt etwas tiefer auf dem Asphalt, als die etwas hochbeinig wirkenden 924-er-Normalmodelle
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Vom 924 zum Turbo

    Anfangs der Siebzigerjahre sann man in Wolfsburg und Stuttgart über einen Nachfolger für den VW-Porsche 914 nach. Unter der Projektnummer EA 425 tüftelte die Porsche-Entwicklungsabteilung in Zuffenhausen ab 1970 an einem Frontmotor-Sportwagen, der zwischendurch auch schon als reinrassiges Volkswagenmodell vorgesehen war.

    Doch VW-Chef Toni Schmücker verzichtete schliesslich und Porsche entschied sich, den Wagen in eigener Regie auf den Markt zu bringen.

    Porsche 924 (1974) - Erstes komplettes Auto - ohne Porsche-Zeichen - im Rahmen des Entwicklungsauftrages EA 425 im Herbst 1974
    © Zwischengas Archiv

    Designer Harn Lagaay hatte mit seinem Team ganze Arbeit geleistet und ein windschlüpfriges Coupé (cw-Wert 0.36) konzipiert, das sogar mit nur 125 PS, die der vom Audi-100 übernommene Motor leistete, Spitzengeschwindigkeiten von 200 km/h ermöglichte.Viele Teile des Volkswagen-Konzerns und die ins Audi-/NSU-Werk Neckarsulm ausgelagerte Produktion halfen, die Kosten tief zu halten. 

    Porsche 924 (1976) - die Durchsichtszeichnung zeigt die Transaxle-Bauweise
    © Copyright / Fotograf: Archiv Porsche AG

    Dank Transaxle-Bauweise (Motor vorne, Getriebe hinten beim Differential) und damit ausgeglichener Gewichtsverteilung waren die Grundlagen für eine hervorragende Strassenlage gegeben und mit dem ab 1978 erhältlichen 924 Turbo (170/177 PS) entsprachen auch die Fahrleistungen den Ansprüchen der damaligen Sportfahrer.

    Porsche 924 Turbo (1979) - die zusätzlichen Kühlluftöffnungen verraten den Turbo
    © Zwischengas Archiv

    Trotzdem litt der Porsche 924 aber weiterhin unter dem Image, ein eigentlich für den VW-Konzern entwickelter günstiger Sportwagen zu sein. Porsche unternahm einiges, um von diesem Image wegzukommen. Komponenten wurden verbessert und Porsche-like gemacht, das ganze Fahrzeug in typischer Porschemanier kontinuierlich verfeinert.

    All dies halt aber nichts, der Porsche 924 konnte sein "weiches" Image nicht ablegen, mancher 911-Fahrer belächelte das Auto. Für Abhilfe sollte schliesslich der Einsatz im Rennsport sorgen.

    Mit der Vorhut zum Rennsport-Erfolg in Le Mans und die Sache mit dem Hasen

    Porsche 924 Carrera GTP (1980) - der Rennwagen für die 24 Stunden von Le Mans 1980, Dynamik pur
    © Zwischengas Archiv

    Am 14. Juni 1980 horchte die Welt auf! Drei mit 320-PS-Turbo-Motoren ausgerüstete Porsche 924 liefen beim 24 Stunden Rennen von Le Mans auf den Plätzen 6, 12 und 13 ein. Dabei hing dieser Erfolg allerdings an einem seidenen Faden. Dem bestplatzierten und problemlos durchfahrenden Wagen von Schurti/Barth sprang ein Hase vor die Räder und verursachte einnen Schaden am Wasserkühler. Doch das Malheur konnte repariert werden.

    Die übrigen beiden Wagen hatten bis in die Morgenstunden eine erstaunliche Regelmässigkeit an den Tag gelegt, erlitten dann aber jeweils einen Ventilschaden und mussten das Rennen mit reduziertem Tempo sauer tönend zu Ende fahren.

    Inmitten von Prototypen und reinrassigen Rennwagen war das Ergebnis aber mehr als nur ein Achtungserfolg, es war eine Sensation!

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    Vom Le-Mans-Wagen zum Carrera GT

    Mit dem Le Mans Erfolg war eine gute Basis gelegt für ein rennsportliches Evolutionsmodell, der Porsche 924 Carrera GT genannt wurde. Optisch orientierte sich der Carrera GT an der Studie, die im Herbst 1979 an der IAA Frankfurt gezeigt worden war. Mit diesem Konzeptfahrzeug hatte man das Publikumsinteresse testen wollen und das Feedback war mehr als wohlwollend.

    Porsche 924 Carrera GT (1980) - der Prototyp mit Lufteinlass vorne, der später noch geändert wurde
    © Zwischengas Archiv

    Die Optik der Studie richtete sich stark nach den Erfordernissen des Rennsports. Es musste breite Reifen unter den Radhäusern untergebracht werden, der Turbomotor benötigte viel Luft und aus aero- und fahrdynamischen Gründen musste das Auto tief auf dem Asphalt stehen. Die meisten Elemente der Studie - Optik, Fahrwerk, Motorkonzeption - wurden für die Serienausführung des Carrera GT übernommen, der in wenigen Monaten in mindestens 400 Exemplaren gebaut werden sollten, um die Homologationsanforderungen für die Gruppe 4 zu erfüllen.

    Porsche 924 Carrera GT (1981) - so wurde der Wagen an die Kunden ausgeliefert, man beachte den geänderten Lufteinlass auf der Motorhaube
    © Zwischengas Archiv

    Allerdings gönnte man dem Serienfahrzeug die vier zusätzlichen Kühlöffnungen des 924 Turbo und eine anders geformte Lufthutze auf der Motorhaube. Die Räder wichen den üblichen geschmiedeten 6-Zoll-Fuchs-Felgen, die gegen Aufpreis (1490 DM) sogar in 7-/8-Zoll-Grösse bestellt und mit üppigen 205- (vorne) und 225-er-Reifen (hinten) besohlt werden konnten.

    Umfangreiche Modifikationen

    Gegenüber dem Porsche 924 Turbo beschränkten sich die Änderungen aber nicht nur auf das Äussere und die Rädern. Aerodynamisch wurde viel Feinarbeit geleistet und nicht zuletzt dank der eingeklebten Frontscheibe und dem umfangreichen Spoiler-Einsatz ein cw-Wert von 0,33 erreicht. Umfangreiche Anpassungen waren auch am Nötig geworden, um die Leistung von 170 auf 210 PS erhöhen zu können. Andere Kolben, ein grösserer Turbo, eine modifizierte Kurbelwelle, ein angepasster Zylinderkopf, eine höhere Verdichtung und ein zusätzlicher Ladeluftkühler.

    Wichtig war auch der Einsatz einer neuen Hartig-Zündanlage, die es dank Computersteuerung erlaubte, den Zündzeitpunkt an die unterschiedlichen Verhältnisse bei Voll- und Teillast anzupassen und die Basisverdichtung auf 8,5:1 heraufzusetzen.

    Auch das Fahrwerk wurde der neuen Bestimmung angepasst, indem es vorne um zehn, hinten um fünfzehn Millimeter tiefer gelegt wurde. Für die Kühlung der Bremsscheiben sorgten zusätzliche Luftführungen.

    Die Sportorientierung musste nicht mit grossem Komfortverzicht bezahlt werden, innen unterschied sich der Carrera nur geringfügig vom Turbo, der Leichtbau (Leergewicht 1’180 kg) hatte keine wesentlichen Nachteile, nur das straffere Fahrwerk bedingte eine gewisse Kompromissbereitschaft.

    Nicht der Schnellste, aber der Sparsamste?

    Der Porsche 924 Carrera GT war teuer, 60’000 DM oder 58’000 Franken musste der Käufer vom Konto abheben. Damit lag man fast auf dem Niveau des Ferrari 308 GTB oder des Dino 308 GT4 und musste sich entsprechend auch damit vergleichen lassen. Mit exakt 240 km/h Höchstgeschwindigkeit war der Porsche auch nur minimal langsamer, während er bei der Beschleunigung (0 bis 100 km/h in 6,7 Sekunden bei der Messung der Zeitschrift “sport auto”) an der Spitze seiner Konkurrenten lag.

    Wahre Wunderdinge versprach man sich von der Sparsamkeit. Die Normverbrauchswerte nach DIN 70030 lagen denn auch geradezu unverschämt tief, nämlich bei 6,3 Litern pro 100 km bei konstant 90 km/h, 8,5 Litern bei konstant 120 km/h und 12,4 Litern im Stadtverkehr.

    Norbert Haug, der den Wagen für die Zeitschrift “auto motor und sport” fuhr, notierte allerdings ganz andere Werte: “Wird der Carrera auf freier Autobahnpiste mit 200 km/h bis knapp 240 km/h vorangetrieben, so konsumiert er seinen Treibstoff ebenso zügig - pro 100 Kilometer verbrennt der Aufgeladene dann leicht 25 Liter. Ein Mittelwert von weniger als 20 Litern sollte aber, auch bei sportlicher Fahrweise, zu schaffen sein und angesichts der Fahrleistungen ist dieser Verbrauch durchaus angemessen.”

    Schnell ausverkauft?

    Schon früh berichtete die Presse vom ausverkauften Evolutionskontingent, 406 Exemplare waren noch in der zweiten Hälfte des Jahres 1980 (bis Dezember, um genau zu sein) gebaut worden.

    Porsche 924 Carrera GT (1981) - dank Ladeluftkühler und sportlicher Auslegung 210 PS stark
    © Copyright / Fotograf: Archiv Porsche AG

    Bis die letzten der allesamt in Rot, Silber und Schwarz gespritzten Porsche-Sportwagen in feste Hände kamen, sollte es aber noch bis in die Mitte des Folgejahres gehen. Und zusätzliche Fahrzeuge baute Porsche mit Ausnahme der Sportmodelle keine, so gross kann die Nachfrage damals also nicht gewesen sein.

    Vom GT zum GTS

    Für den Rennsport legte Porsche 59 GTS-Modelle auf. Für 110’000 DM erhielt der Kunde mehr Leistung (245 PS), diverse Verbesserungen (Turbo-Bremsen, Bilstein-Fahrwerk), Rennsitze aus dem 935 und einen reduzierten Komfort, der sich im Kampfgewicht von 1’121 kg niederschlug. Als äusseres Erkennungszeichen schauten die Frontscheinwerfer nun unter Glasabdeckungen hervor und mussten nicht mehr ausgeklappt werden. Sogar eine Strassen-Einzelzulassung war möglich.

    Porsche 924 Carrera GTS (1981) - 245 PS bei 6'250 U/min
    © Copyright / Fotograf: Archiv Porsche AG

    Bis zur Gruppe-4-Rennversion

    Wer sogar 180’000 DM anlegte konnte sich dafür eine der 17 Gruppe-4-Rennversionen namens “GTR” anschaffen und erhielt 375 PS und ein nochmals reduziertes Leergewicht von 945 kg. In rund 4,7 Sekunden soll dieser Bolide den Sprint auf 100 km/h geschafft haben und mit 290 km/h war er auf der Rennstrecke einer der schnellsten GT-Wagen. Die Bremsanlage stammte beim GTR von den legendären 917/935-Fahrzeugen.

    Auch im Rallye-Sport tauchte der 924 Carrera GT auf, so zum Beispiel mit Walter Röhrl am Lenkrad. Für diesen Zweck modifizierte man die GTS-Version und bot ein Rallye-Paket mit rund 280 PS Leistung zum Paketpreis von 145’000 DM an, was dann auch Unterbodenschutz und einen Überrollbügel beinhaltete.

    Vom 924 zum 944

    Von den Erfahrungen mit dem Carrera GT profitierte direkt das neue Modell 944, das Porsche 1980 vorstellte. Viele Design-Elemente wurden übernommen und auch auf der Rennstrecke trat der 944 GTP die direkte Nachfolge des erfolgreichen Rennsport-924 an.

    Porsche 944 (1982) - anstelle der aufgesetzten Verbreiterungen hatte der 944 im Gegensatz zum 924 Carrera GT integrierte verbreiterte Kofflügel hinten
    © Zwischengas Archiv

    Gepflegter Gran Turismo

    Heute befindet sich der Porsche 924 Carrera GT bereits im H-Kennzeichen- und Oldtimer-Alter. Tatsächlich, über 30 Jahre alt ist er bereits. Das sieht man ihm gar nicht unbedingt an, denn mit seiner kräftigen Statur steht er satt auf dem Asphalt und die 924-Karosserieform ist auch im Alter attraktiv geblieben.

    Porsche 924 Carrera GT (1980) - innen gibt es kaum Unterschiede zu einem 924 Turbo
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Der Einstieg erfordert keine athletische Gelenkigkeit und man fühlt sich wohl im nadelstreifenbezogenen Sportsitz. 924-Neulinge mag die links liegende Handbremse erstaunen, erfahrene 911-Piloten werden das Zündschloss auf der linken Seite des (zu) tief liegenden Lenkrads vergeblich suchen, es sitzt nämlich rechts, wie bei einem VW Golf.

    Von jenem stammen auch viele Teile im Innenraum, angefangen bei den Türöffnern, zu den Schaltern für die Scheinwerfer oder dem Lenkradhebeln für Blinker und Scheibenwischer bis zum Zigarettenanzünder. Nach oben gibt es genug und bei geöffneter (serienmässiger) Dachluke sogar sehr viel Luft.

    Süchtigmachendes Pfeifen des Turbos

    Auch nach dem Starten des Motors gibt es kaum Überraschungen. Der Vierzylinder tönt ähnlich wie bei den übrigen 924, etwas langweilig halt. Wer Motoren-Symphonien wie bei einem Alfa-Romeo oder 911 sucht, ist hier falsch, obschon die Geräusche zwischen 2'000 und 3'000 Umdrehungen durchaus nach etwas tönen, vergleichbar in etwa mit dem Grollen einer Alpine A110 1600 S. Darüber wird es allerdings einfach nur laut.

    Was aber, speziell aus heutiger Sicht, süchtig-machend daherkommt, ist das Pfeifen des Turboladers. Hörbar bereits bei 2'000 Umdrehungen, wird das Pfeifen ab 3'000 immer hochtouriger, um dann auch als typischer Turbo-Boost zu überlegenen Fahrleistungen zu verhelfen. Und dafür ist man auch gerne bereit, häufig im ziemlich exakten Getriebe zu rühren, der Schalthebel liegt ja griffbereit neben dem Lenkrad und die Gänge 2/3 und 4/5 liegen rennsportorientiert auf einer Ebene im "H".

    Auch heute noch ist der Porsche 924 Carrera GT ein schnelles Auto, nie kommt man sich untermotorisiert vor. Allerdings braucht es hohe Drehzahlen, um in jedem Gang gute Anschlüsse mit Turbo-Effekt zu haben.

    Nicht unkomfortabel

    Das Fahrwerk ist, vorausgesetzt der Wagen ist gut gewartet und die Reifen keine 10 Jahre alt, den Fahrleistungen problemlos gewachsen. Auch heute noch ist man beeindruckt von den hohen Kurvengeschwindigkeiten, die das Fahrzeug erreicht. Doch Achtung, kein ESP oder ABS helfen, wenn einem das Talent oder die Strasse auszugehen droht. Aber auch weniger geübten Fahrern werden mit dem 924 bessere Rundenzeiten gelingen, als mit einem damaligen 911.

    Und auch im Vergleich zu Konkurrenten wie dem Ferrari 308 GTB/GTS sieht der 924 Carrera GT nicht schlecht aus. Dank tieferem Gewicht und hervorragendem Fahrwerk dürfte ein herzhaft bewegter 924 Carrera GT dem 308 auf der Rennstrecke durchaus davonfahren können.

    Dass das Fahrzeug auch auf langen Autobahnetappen angenehm zu fahren ist und sogar einen gewissen Federungskomfort an den Tag legt, macht den 924 Carrera GT schon fast alltagstauglich. Aus heutiger Sicht fällt allerdings das Fehlen einer Klimaanlage (Gewicht) oder elektrischer Fensterheber (Gewicht) auf. Dass sich manches am 924 sehr nach Volkswagen/Audi anfühlt, mag als Nachteil gesehen werden, die gute Zuverlässigkeit und Haltbarkeit dieser Teile versöhnt auf der anderen Seite aber wieder.

    Investitionstip?

    Eigentlich ist alles vorhanden, um den 924 Carrera GT als Investitionstip zu sehen. Er wurde nur 406 Mal gebaut, sieht gut aus, hat auch heute noch zeitgemässe Fahrleistungen und kann als Evolutionsmodell durchaus eindrückliche Rennerfolge vorweisen. Trotzdem hat er im Gegensatz zu manchem Konkurrenten wertmässig den Neupreis noch nicht ganz erreicht, zumindest nicht in der Schweiz.

    In Deutschland sieht es wegen der Währungseffekte anders aus. 34’000 Euro nennt Classic Data als Marktbewertung für ein Fahrzeug im Zustand 2, das entspräche dann ungeführt dem damaligen Neupreis von 60’000 Mark. Doch selbst auf diesem Niveau erscheint der Carrera GT im Vergleich zum 8 Jahre älteren 911 Carrera RS wie ein Schnäppchen. Jener überbietet nämlich seinen Neupreis bereits um Faktor 5 bis 10.

    Es empfiehlt sich, wie eigentlich immer, einem gut gewarteten und dokumentierten Fahrzeug den Vorrang zu geben, da Reparaturen trotz der breit eingesetzten Audi/VW-Technik tüchtig ins Geld gehen können. Insbesondere im Interieur-Bereich sind viele Teile nur noch schwer verfügbar. Auch bei der Wahl der Service-Werkstätte ist Vorsicht angebracht, denn nur noch die wenigsten haben wirklich Erfahrungen mit dem speziellsten 924, der je gebaut wurde.

    Wir danken dem Meilenwerk in Horgen für die Gastfreundschaft, die es uns ermöglicht hat, den 924 Carrera GT einmal in ungewöhnlicher Umgebung fotografisch umzusetzen.

    Weitere Informationen

    • AR-Zeitung Nr. 25 / 1980 vom 12.Jun.1980 - Seite 17: 924 Carrera GT - Porsches neuer Sieger?

    • Auto Motor und Sport Heft 16/1980, ab Seite 42: Fahrbericht Porsche 924 Carrera GT
    • Sport Auto Heft 9/1980, ab Seite 104: Test Porsche 924 Carrera GT
    • Sport Auto Heft 2/1981, ab Seite 80: Porsche-Sonderserie  924 Carrea GTS
    • Mot Heft 19/1980, ab Seite 23: Der neue Porsche 924 Carrera GT - grosser Name verpflichtet

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    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    93******:
    22.05.2016 (19:48)
    Soche Stellungnahmen können nur Leute schreiben die keine Ahnung von dem Wagen haben. Erst mal einen besitzen und damit ausgiebig fahren.
    Erst dann soltte man seine Erfahrungen zum besten geben.
    Ein Porsche 924 Carrera GT ist in allen Belangen einem 911 SC gleichen Baujahres überlegen.
    vo******:
    30.07.2013 (22:08)
    Hallo, seit 14 Tagen besitze ich solch ein Fahrzeug. Es ist ein bis jetzt verkanntes Genie. Schnell, vielleicht etwas unauffällig, da er von Laien gern mit einem 944 verwechselt wird. Aber ein echter Sportwagen! Mehr als wertbeständig und eine echte Alternative zu meinen 911er. Und super robust!
    Gruß Volvic
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