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Bild (1/1): Maserati Mexico Prototipo Frua (1966) - die Front erinnert an den späteren Mistral, bei dem allerdings der Kühler tiefer sitzt (© Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's, 2016)
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    Mit traurigem Blick - der Maserati Mexico Prototyp von Pietro Frua

    9. Januar 2017
    Text:
    Stefan Dierkes
    Fotos:
    Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's 
    (21)
    Pietro Frua, Turin (I) 
    (4)
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    Die Geschichte des Maserati Mexico beginnt anfangs der Sechzigerjahre mit dem teuersten und mit über 260 km/h Spitzengeschwindigkeit schnellsten Seriensportwagen der damaligen Zeit, dem Maserati 5000 GT. Er wurde an auserwählte, gekrönte und ungekrönte Kunden der High Society ausgeliefert, darunter auch der mexikanischen Präsidenten Adolfo López Mateos, der von den nur 34 gebauten Exemplaren gleich zwei besass: Chassisnummer AM 103.022, ausgeliefert am 1. November 1961 und Chassisnummer AM 103.042, ausgeliefert am 29. März 1962; beide in Grigio (Grau), beide mit Allemano-Karosserie, der erste mit weisser, der zweite mit blauer Lederausstattung.

    Die letzten Exemplare des 5000 GT wurden 1964 (zwei Allemano-Coupés) und 1965 (ein Frua-Coupé) ausgeliefert. Ein Nachfolger war zunächst nicht in Sicht.

    Ein Allemano Coupé wird zum Organspender für den Nachfolger

    Zweiter Besitzer des präsidialen Allemano Coupés AM 103.022 wurde Fernando Díaz Barroso, Schwiegersohn des mexikanischen Medien-Tycoons Emilio Azcárraga Vidaurreta.

    Nach einem schweren Unfall gab Fernando Díaz Barroso Mitte 1965 den Totalschaden zur „Reparatur“ ins Maserati-Werk nach Modena zurück. Verwertbar waren nur noch der Motor und das Getriebe, laut Maserati-Chronist Hans-Karl Lange war der Rest inklusive des Chassis Schrott.

    Den Auftrag zur Anfertigung der neuen Karosserie erhielt die Carrozzeria Vignale. Mit Maserati wurde vereinbart, dem fertigen Fahrzeug die Chassisnummer des verunfallten 5000 GT zu geben, um die hohen mexikanischen Import-Zölle zu umgehen.

    In der Turiner Carrozzeria Vignale war seit Januar 1963 der ehemalige Pininfarina-Designer Virginio Vairo als Nachfolger von Giovanni Michelotti für das Design zuständig.

    Maserati 5 Litre Vignale Coupé (1965) - auf dem Turiner Autosalon im Jahr 1965
    © Zwischengas Archiv

    Wie in vielen anderen Fällen auch, stellte Vignale das fertige Fahrzeug mit dem 4,9-Liter-V8-Motor vor der Auslieferung auf seinem Stand beim 47. Salone Internazionale dell´Automobile in Turin (3.–14. November 1965) unter der Bezeichnung „5 litri Coupé 2+2“ aus. Alfredo Vignales Neffe Alfredo Zanellato erinnert sich in seiner 2015 erschienenen Vignale-Biographie, dass das 2+2-sitzige Coupé im Stile des ebenfalls von Vignale karossierten Maserati Sebring vom Publikum enthusiastisch aufgenommen wurde.

    Auch Etienne Cornil, Italien-Korrespondent der Automobil Revue, sah in Vignales „5 Litri“ den Prototyp einer neuen Baureihe. Maserati entschied sich daraufhin diesen als 5000-GT-Nachfolger mit dem zivilisierteren 4,7-Liter-Motor des Quattroporte unter der internen Bezeichnung Tipo 112 ins Programm zu nehmen.

    Auch Frua versucht sein Glück

    Doch auch Pietro Frua, der bereits 1965 für einen deutschen Kunden ein 2+2-sitziges 3700 GTI Coupé auf Basis des Maserati Sebring gebaut hatte (AM 101/10.004), zeigte sein Interesse an einem weiteren Maserati-Auftrag und erhielt zwei Chassis (AM 112.001 und AM 112/1.003) zur Karrossierung.

    Nach dem 36. Genfer Salon (10.–20. März 1966), auf dem der Vignale-Prototyp erneut ausgestellt wurde, erstellte Frua am 30. April 1966 eine 1:1-Konstruktionszeichnung, der er im Mai 1966 die Projektnummer 344 hinzufügte.

    Maserati Mexico Prototipo Frua (1966) - aufgenommen bei Pietro Frua
    © Copyright / Fotograf: Pietro Frua, Turin (I)

    Das erste von ihm fertiggestellte Fahrzeug (Chassis AM 112.001) lieferte er an Maserati, doch dort konnte es offensichtlich mit seinem traurigen Hundeblick aus den grossen, in Mistral-Manier in die Kotflügel zurückgezogenen Rundscheinwerfer mit quadratischen Chromrahmen nicht überzeugen.

    Maserati Mexico Prototipo Frua (1966) - ohne Marken- und Typenbezeichnung am Heck
    © Copyright / Fotograf: Pietro Frua, Turin (I)
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    Ab September 1966 in Serie

    Maserati entschied sich schliesslich, eine geringfügig geänderte Version (u.a. C-Säule und Heckscheibe) des von Vignale vorgeschlagenen Prototyps als Tipo 112 in Serie zu produzieren. Das Quattroporte-Chassis wurde hierzu um 110 mm verkürzt und die selbsttragende Karosserie erhielt einen geänderten Hilfsrahmen im vorderen Bereich.

    Maserati Mexico (1966) - frühes Foto der Serienversion
    © Zwischengas Archiv

    Das Serienmodell wurde schliesslich Maserati Mexico genannt und am 6. August 1966 auf dem 20. Concorso Internazionale di Eleganza per Auto in Rimini vorgestellt sowie einem grösseren Publikum zwei Monate später auf dem 53. Pariser Salon (6.–16. Oktober 1966).

    Von September 1966 bis 1972 wurden laut Maurzio Tabucchi 485 Maserati Mexico von Vignale in Grugliasco bei Turin produziert.

    Wechselhaftes Schicksal des Frua-Prototypen in den USA

    Der amarantrote Frua-Prototyp mit weisser Lederausstattung wurde schliesslich am 5. Mai 1967 von Maserati mit einem 4,2-Liter-V8-Motor an den Kunden Signore Nello della Casa in der Via Emilia Est in Modena mit der Bezeichnung „Maserati Gran Turismo 4200“ und dem Hinweis „Vettura prototipo“ ausgeliefert.

    Die von den geraden Nummern des Serien-Mexico abweichende ungerade Chassisnummer 112.001 dürfte Maserati erst zu diesem Zeitpunkt vergeben haben. Noch im selben Jahr erwarb der amerikanische, damals in Modena lebende Automobildesigner und Broker Tom Meade den Wagen, nahm ihn mit in die USA und verkaufte ihn noch 1967 an den Texaner Kenny Wagner.

    1978 erwarb Larry Mease das Frua-Coupé und veräusserte es 1980 an den Präsidenten des Maserati Clubs und Gründer des Concorso Italiano Frank Mandarano in Mercer Island. Mandarano liess den Wagen weiss lackieren und bot ihn in den Folgejahren mehrfach, aber erfolglos für 35’000 Dollar an.

    Ende der 1980er-Jahre wurde der Wagen schliesslich komplett restauriert, wieder Amarantrot lackiert und mit einer hellbraunen Lederausstattung versehen. Nach einer Teilnahme am Pebble Beach Concours 1990 bot Mandarano das Coupé nun für 300‘000 Dollar an.

    Verkaufen konnte er den Prototypen ,aber erst fünf Jahre später und zwar an Kent Feddmann in Virginia: Im selben Jahr noch erwarb ihn der Deutsche Manfred Lang, der dem Wagen 1999 eine mechanische Überholung spendierte. Er liess ihn im Folgejahr bei der RM-Auktion in Monterey für gut 100’000 Dollar an den bekannten, aus Mexiko stammenden Maserati-5000-GT-Sammler Alfredo Brener in Houston versteigern, der sich wiederum im Jahr 2003 bei der RM-Auktion in Monterey von seiner kompletten Sammlung trennte. Der Frua-Mexico erzielte dabei nur noch 70’000 Dollar. Drei Jahre später war er dem Höchstbietenden bei einer Goodings-Auktion in Scottsdale wieder 170’000 Dollar Wert.

    Maserati Mexico Prototipo Frua (1966) - elegante Silhouette
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's

    Am 19./20. Januar 2017 wird Pietro Fruas Mexico-Prototyp, der in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr Zeit auf Auktionen als auf der Strasse verbracht hat, wieder angeboten.

    Maserati Mexico Prototipo Frua (1966) - klassisches und sportliches Cockpit
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's

    RM Sotheby’s hofft bei der Versteigerung im Rahmen des Arizona Concours d’Elegance in Phoenix einen Preis von USD 450'000 bis 550'000  für den gemäss Auktionskatalog “historisch ausserordentlich signifikanten strassentauglichen Wagen mit Trident“ (“one of the most historically significant road-going cars to bear the Trident“) erzielen zu können. Ob es gelingen wird? Wenn die Scheinwerfer nur nicht so traurig blicken würden!

    Maserati Mexico Prototipo Frua (1966) - breitflächiges Heck
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's

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    al******:
    11.01.2017 (15:04)
    Wahrscheinlich gab es mehr als 485 Exemplare. http://www.mexico-registry.com listet 1048 als letzte Chassisnummer (=524 Exemplare), und es macht nicht den Anschein, als hätte man bei Maserati Chassisnummern ausgelassen. Bei Maserati waren damals wohl Serien von 250 Stück üblich, man baut mal 250 und sieht dann, wie die Nachfrage ist, je nach dem gibts dann weitere 250 Stück. Daher auch die früher verbreitete Zahl von nur 250 gebauten Mexicos. Falls man noch ein paar Teile vorrätig hat und noch Bestellungen da sind, wird gefertigt, bis alles aufgebraucht ist. Eine weitere komplette 250-er Serie ohne Bestellungen wäre dann zu riskant. Beim Quattroporte ist es genau so verlaufen (siehe www.tipo107.com)
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