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Bild (1/11): Lancia Gamma Coupé 2500 I.E. (1982) - einer der elegantesten Design-Würfe der Siebzigerjahre (© Balz Schreier, 2012)
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    Lancia Gamma Coupé - Vierzylinder-Boxer-Sportwagen von zeitloser Schönheit

    5. Mai 2012
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
    (18)
    Balz Schreier 
    (13)
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    Mit einem Anzug von “Brioni”, wie ihn James Bond gerne trägt, ist es wie mit vielen schönen Dingen auf dieser Welt, er ist zwar schöner, aber nicht zwangsläufig bequemer und er hält auch nicht unbedingt länger. Und weil Schönheit teurer ist, ist sie oftmals auch exklusiver. Diese Erkenntnis stimmt auch für das Lancia Gamma Coupé, von Pininfarina meisterhaft gezeichnet. Es sah blendend aus, war technisch auf der Höhe der Zeit und blieb nicht zuletzt wegen dem Preis eine Rarität. Aber man war richtig gut “angezogen” damit.

    Eleganz und Leichtigkeit aus der Hand eines Meisters

    Aldo Brovarone, in Diensten Pininfarinas arbeitend, hatte die Federführung, als es galt, einen Sportwagen zu bauen, der gleichzeitig das sehr elegante Fiat 130 Coupé abzulösen und die technische Basis der zeitgleich von Pininfarina entworfenen Gamma-Limousine zu nutzen hatte.

    Und Aldo lieferte einen meisterlichen Entwurf, der von Experten für sein bestes Design gehalten wird. Neben dem Gamma Coupé war er unter anderem immerhin auch verantwortlich für den Peugeot 604 und den Ferrari 365 GTC/4, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

    Das Ergebnis ist eindeutig ein Abkömmling der Siebzigerjahre, aber anders als mancher Vertreter der Epoche glänzt das Gamma Coupé durch fast magische Zeitlosigkeit. Das Coupé weist eine traditionelle Stufenheckgestaltung auf, die strikt der Trapezlinie folgt. Die Wagenflanke weist eine breite Sicke auf, die im hinteren Teil mit einem schwarzen Kunststoffstreifen noch zusätzlich akzentuiert wird. Das Sahnestück des Coupés aber ist das Heck, das durch die breiten flachen Schlusslichter und den durch zwei Richtungsänderungen durchbrochenen Heckdeckel geprägt wird. Die C-Säule ist abgehoben und wirkt wie ein Überrollbügel. Die Proportionen sind ausgewogen, der vordere und hintere Überhang aus heutiger Sicht gross, ohne aber unpassend zu wirken.

    Klassische Proportionen

    Das 4,48 Meter lange Coupé wirkt aus jeder Perspektive elegant und edel. Dabei helfen die für damalige Begriffe überdurchschnittliche Breite von 1,73 Meter genauso, wie die gegenüber der Limousine auf 1,33 Meter gesenkte Höhe.

    Die ausladende Breite hatte aber für hinten sitzende Passagiere einen erheblichen Nachteil. Weil sich die vorderen Sitzlehnen nur nach vorne klappen liessen, wenn die Türe genügend weit offen war, konnte manch ein Passagier das Fahrzeug in engen Parklücken nicht wie gewünscht verlassen.  

    Präsentation zeitgleich mit Limousine

    Vorgestellt wurde das Lancia Gamma Coupé (als Prototyp) am Genfer Automobilsalon im Jahr 1976 und die Aufmerksamkeit der Fachpresse und des breiten Publikums war dem Neuankömmling sicher, denn man hatte lange auf einen “grossen” Lancia gewartet. Die Fiat-Gruppe, seit einigen Jahren auch Besitzerin von Lancia, wollte mit dem Lancia Gamma auch den in aller Stille ausgelaufenen Fiat 130 (Coupé und Limousine) ersetzen.

    Anders aber, als mancher Hersteller, der seine Marken dazu drängt, gemeinsame Ansätze und Technologieplattformen zu nutzen, liess Fiat Lancia bei der Entwicklung des Gamma weitgehend freie Hand. Die Automobil Revue schrieb damals: “Fiat ist offenbar der Ansicht, dass Zusammenschlüsse nicht dazu führen dürfen, die Identität der Gliedfirmen zu verwässern, sondern sie im Gegensatz stärken sollen. Das müssten sich alle jene Grosskonzerne hinter die Ohren schreiben, die ihre geerbten oder angekauften Spitzenmarken als blosse Fahnenträger für ihre Grossserien-Technik verwenden wollen.”

    Motorisierung mit Tradition

    Bei der Wahl der Antriebseinheit griff man bei Lancia auf einen Vierzylinder-Boxermotor zurück, ein Ansatz, der sich schon beim Lancia Flavia bewährt hatte. Anders als beim indirekten Gamma-Vorgänger Flaminia setzte man auf Frontantrieb und hier erlaubte ein kurz bauender Boxermotor ähnlich wie beim Alfasud eine gute Raumökonomie und gleichzeitig eine für die Aerodynamik wichtige flache Bauweise. Für den grossen Gamma gab man dem leichtgewichtigen Motor (135 kg) zwei obenliegende Nockenwellen und einen für Vierzylinderverhältnisse grossen Hubraum von 2’484 cm3 auf den Weg. 140 DIN-PS lagen bei vergleichsweise niedrigen 5’400 U/Min an, eine gute Ausgangslage für souveränes Cruising.

    Moderne Konzeption

    Einzelradaufhängungen rundum, vier Scheibenbremsen, Fünfganggetriebe (oder auf Wunsch Automatik), ein tief eingebauter Motor und eine windschlüpfrige selbsttragende Karosserie - man setzte beim Gamma auf “State-of-the-Art” und machte keine Kompromisse. Der aus technischer Sicht einzige grosse Unterschied zwischen der viertürigen Limousine und dem zweitürigen Coupé war der um 11,5 cm gekürzte Radstand.

    In zwei Serien gebaut

    Ab Sommer 1976 wurde die Limousine hergestellt, das Coupé hinkte etwas hinterher. Nach rund vier Jahren erfolgte eine grössere Modellpflege, die nicht nur den Einzug der Bosch-Einspritzung anstelle der Weber-Vergaser in den Gamma-Motorraum bedeutete, sondern auch das Kühlergesicht leicht dem Zeitgeschmack anpasste.

    1984 verliessen die letzten der insgesamt gebauten 6’689 Coupés die Fabrikationshallen, auch die Limousine hatte mit 15’272 gebauten Exemplaren die angestrebten Verkaufsziele klar verfehlt.

    Auf der Höhe der Zeit

    Die Fachjournalisten liessen sich von den Gamma-Flaggschiffen besser überzeugen als die Käufer. Die Zeitschrift Auto Motor und Sport testete im Jahr 1978 ein Gamma Coupé und schwärmte von der Schönheit der Karosserie (“Haute Couture”), den guten Fahrleistungen (0-100 km/h in 10,3 Sekunden, Spitze 195,7 km/h), dem grosszügigen Platzangebot, sowie den sportlichen Fahreigenschaften.

    Kritisiert wurde die unexakte Schaltung, schlecht ablesbare Instrumente und ein nicht gerade niedriger Benzinverbrauch (16,4 Liter pro 100 km im Test). Abgeschlossen wurde der Testbericht mit einem Blick auf die Anschaffungskosten: “Ob der hohe Preis des Lancia angemessen ist - darüber kann man schon eher geteilter Meinung sein. Der Käufer zahlt ihn für ein gerüttelt Mass an Exclusivität, un der kann daneben auch sicher sein, dass sich an dieser Sonderstellung auch in Zukunft nichts ändern wird.”

    Die guten Fahrleistungen (0-100 km/h in 10,0 Sekunden, 196 km/h) bestätigte auch ein Test der Limousine, welcher 1977 in der Automobil Revue erschien. Und auch da gab der hohe Verbrauch (12,2-18,5 Liter pro 100 km) zu reden.

    Angenehmes Reisen

    Derart hohe Benzinverbräuche wird heute kaum einer der Besitzer eines Lancia Coupés mehr erreichen, besonders wenn es sich wie in unserem Falle um ein mit Einspritzung ausgerüstetes Exemplar der zweiten Serie handelt. Die übrig gebliebenen Fahrzeuge der Gamma-Baureihe haben inzwischen in den meisten Fällen das Oldtimer-Alter erreicht und werden gehätschelt und nur bei Schönwetter gefahren.

    Mit zufriedener Miene setzt man sich auf die velourbezogenen Vordersitze, greift ins gut positionierte Lenkrad und lässt den Boxermotor, dessen Geräuschentwicklung konstruktionsbedingt ein wenig nach Subaru tönt, arbeiten. Die Gänge lassen sich problemlos wechseln, schnell stellt sich eine angenehme Reisegeschwindigkeit ein, die weit weg von den erreichbaren fast 200 km/h liegt.

    Das Innere des Wagens kann nicht ganz mit der äusseren Eleganz mithalten, der Schalthebel, aber auch Instrumente und andere Ausstattungsdetails lassen im Vergleich eine gewisse Klasse vermissen. Doch dies stört weder den geneigten Beobachter, noch die Fahrfreude.

    Schöne Sonderkarosserien und Prototypen

    Das schöne Gamma Coupé blieb nicht alleine. Wie schon beim Fiat 130 Coupé, wo Pininfarina mit dem Konzeptfahrzeug “Opera” eine hinreissend aussehende Limousine schuf, präsentierte die Designschmiede mit dem “Scala” eine viertürige Stufenhecklimousine auf der Basis des Gamma Coupé, die vielleicht eher dem konservativen Käufergeschmack entsprochen hätte als die Schräghecklimousine. Und
    mit dem "Olgiata" präsentierte Pininfarina 1982 einen Sport-Kombi, der durchaus Marktchancen gehabt hätte, aber zur spät für die Rettung des Lancia Gamma kam. Schade!

    Kapriziöse Technik? Zu wenig Prestige? Zu teuer?

    Zeitlebens hatte das Gamma Coupé nicht den besten Ruf, die Motoren hielten nicht ewig, Rost war, vor allem bei der Serie 1, eine ständige Gefahr.

    Der Preis lag für ein Vierzylinder-Coupé hoch, CHF 34’500 wurden in der Schweiz 1978 für ein Gamma Coupé verlangt, DM 34’000 waren es Deutschland. Da waren selbst nobel Sechszylinder-Konkurrenten wie der BMW 630 CS (CHF 45’830, DM 43’900) oder der Mercedes-Benz 280 CE (CHF 36’000, DM 33’342) auf Augenhöhe, Alternativen wie der Opel Monza 3.0 E (DM 31’680), das Peugeot 504 V6 Coupé (CHF 27’400) oder der Alfa Romeo GTV 2000 (CHF 21’490) sogar günstiger. Und bei Chevrolet gab es mit der Corvette sogar acht Zylinder für ähnliches Geld. Dies änderte sich auch beim Nachfolgermodell mit Einspritzung nicht, das ähnlich viel kostete. Da wirkte der Alfa Romeo GTV 6 fast wie ein Sonderangebot.

    Heute haben sich gut erhaltene Gamma Coupés bei rund CHF 13’000 oder Euro 11’000 eingependelt. Dies erscheint, wenn man die geringen Stückzahlen und die zeitlose Schönheit betrachtet, wie ein Schnäppchen.

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen , die uns das portraitierte Lancia Gamma Coupé mit Jahrgang 1982 bereitstellte.

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    ···
     
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