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Bild (1/1): Fiat-Abarth 124/1300 (1969) - Die Front weist eindeutig auf ein Serie 2 Exemplar hin (© Bonhams, 2014)
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    Fiat-Abarth 124/1300 - schnelles Coupé ohne Starallüren

    9. Januar 2015
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
    (13)
    Bonhams 
    (5)
    Fiat Group / Werk 
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    Im März 1965 präsentierte Fiat am Genfer Autosalon das 850 Coupé und Carlo Abarth sah natürlich sofort das Potential, das dieser kompakte Sportwagen für seine Tuning-Schmiede hatte.

    Das normale Fiat 850 Coupé hatte den Wasserkühler hinten
    © Zwischengas Archiv

    Es entstand in der Folge ein ganzes Portfolio von Abarth-Variationen zum 850 Coupé, die schnellste mit Zweiliter-Motoren ausgerüstet und nur für den Rennsport gedacht. Einfachere Varianten steigerten einfach die Leistung des serienmässigen Motors auf 62 und 74 PS durch Erhöhung des Hubraums auf knapp 1000 ccm.

    Mehr Motor für weniger Auto

    Einen anderen Weg beschritt Abarth beim Fiat Abarth 124/1300, denn für diese Variante wurde der komplette Motor des 1966 vorgestellten Fiat 124 übernommen.

    Der Fiat 124 lieferte den Motor ...
    © Copyright / Fotograf: Fiat Group / Werk

    Um die gewünschte Leistungssteigerung zu erreichen, wurde der Motor von 1197 auf 1280 cm3 aufgebohrt. Die Verdichtung wurde von 8,8:1 auf 10,5:1 angehoben, eine “heissere” Nockenwelle eingebaut und nach Art des Hauses ein Doppelauspuff montiert.

    Fiat-Abarth 124/1300 (1969) - Der Motor aus dem Fiat 124 mit seitlicher Nockenwelle wurde durch Abath leistungsgesteigert
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Der Motor wurde gegenüber dem Fiat 124 verkehrt herum an das unveränderte 850-Getriebe angedockt. 75 statt 60 PS waren die für das kleinere Auto sicherlich spannende Ausbeute der Leistungskur, sie lagen nun bei 6000 statt 5800 U/min an, Drehzahlen, die einer langen Lebensdauer nicht abträglich sein sollten. Um den Motor zu kühlen, wurde der Wasserkühler vorne angebracht, neben Aufklebern die einzige grössere auch äusserlich einfach sichtbare Änderung am Fahrzeug.

    Fiat-Abarth 124/1300 (1967) - im Unterschied zum Fiat 850 mit Frontkühler
    © Zwischengas Archiv

    Kostenorientiert

    Abarth versuchte die Kosten so tief wie möglich zu halten und hielt sich daher mit Änderungen an der bereits guten Basis zurück. Karosserieseitig wurde kaum etwas geändert. Im Interieur wies nur ein griffgünstiges Abarth-Lenkrad und die angepasste Instrumentierung auf die Leistungssteigerung hin.

    Fiat-Abarth 124/1300 (1967) - griffiges Lenkrad und Armaturenbrett
    © Zwischengas Archiv

    Fahrwerkstechnisch wurde der Wagen tiefgelegt, die Aufhängungen verstärkt und breitere Tiefbettfelgen montiert, woraus sich eine Spurverbreiterung von sechs respektive sieben Zentimeter (vorne und hinten) ergab.

    Rund 30 kg zusätzlich brachte die Abarth-Variante gegenüber der Serienausgangsbasis auf die Wage, 20 kg davon schlugen für den die Motor-Montage nötigen Hilfsrahmen sowie den etwas schweren Motor selber zu Buche.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Vorgestellt 1966 in Turin

    Auf dem Turiner Autosalon im November 1966 stand der neue Fiat Abarth 124/300 zwischen Rennspidern, dem 1600 OT und den heissen 850 TC Varianten.

    Fiat-Abarth 124/1300 (1968) - auf dem Genfer Autosalon 1968
    © Zwischengas Archiv

    Trotz der vergleichsweise geringen Abweichungen zum Original-850 kostete die Abarth-Variante mit 1,335 Millionen Lire deutlich mehr, lag aber immerhin noch knapp unter dem Fiat 124 Sport Coupé, das mit 1,49 Millionen Lire angeschrieben war.

    Im Exportmarkt allerdings sah es anders aus, so kostete der 124/1300 in der Schweiz im Jahr 1967 13’600 Franken, während der 124 Sport nur 12’700 Franken kostete.

    Leicht und agil

    740 kg betrug das Trockengewicht das Fiat Abarth 124/1300 (teilweise auch “1324” genannt), voll aufgetankt waren es dann natürlich noch rund 50 kg mehr. Die 75 PS reichten aber in jedem Fall für überdurchschnittliche Fahrleistungen. Die Automobil Revue beschleunigte das Coupé 1968 in 12,1 Sekunden auf 100 km/h und erreichte eine Spitze von 164,4 km/h. Road & Track benötigte ein Jahr später 12,5 Sekunden, um 96 km/h (60 Meilen pro Stunde) zu erreichen und lass eine Höchstgeschwindigkeit von knapp über 170 km/h von den Messgeräten ab.

    Fiat-Abarth 124/1300 (1968) - Seitenansicht, links-vorne
    © Zwischengas Archiv

    Das Fahrverhalten beschrieb Etienne Cornil für die Automobil Revue sehr differenziert:

    “Die starke Konzentration des Gewichtes auf die Hinterachse verleiht dem 124/1300 ein charakteristisches Fahrverhalten, welches mit demjenigen der Porsche-Modelle 911/912 verglichen werden kann. In normal und schnell gefahrenen Kurven unter- steuert er deutlich. Der Kraftaufwand am Lenkrad ist ziemlich hoch. Bei forcierter Fahrweise bringt man den Abarth in Kurven sofort zum Übersteuern, der Übergang vom Unter- zum Übersteuern vollzieht sich brutal und ohne Vorankündigung. Die Motorleistung reicht indessen nicht ganz aus, um das Fahrzeug im spektakulären Slide-Stil durch die Kurve zu bringen, wenn auch die vorzüglich haftenden Kléber-Colombes-V10-Reifen das Kurvenverhalten günstig beeinflussen. Bei Geradeausfahrt schlussendlich reagiert das Fahrzeug empfindlich auf Seitenwind.“

    Diesen Äusserungen pflichtete auch die amerikanische Zeitschrift Road & Track bei, als Verbrauch wurden rund 10 Liter pro 100 km notiert. Kritisiert wurde der geringe Fahrkomfort, während die Geräuschentwicklung positiv erwähnt wurde.

    Als Vorteil des kleinen Renners wurden auch seine auf tiefer Höhe erwarteten Unterhaltskosten gesehen, die der hone Anteil Grossserien-Komponenten und die wenig kapriziöse Technik automatisch mit sich brachte.

    Von Serie 1 zur Serie 2

    Im Jahr 1968 passte Fiat das 850 Coupé äusserlich und technisch an und wenig später ging auch Carlo Abarth zur Serie 2 über, was einen veränderten Kühlergrill und Doppelscheinwerfer (schräg untereinander) zur Folge hatte.

    Fiat-Abarth 124/1300 (1970) - Serie 2 mit Doppelscheinwerfern
    © Zwischengas Archiv

    Selten geblieben

    Der Verkaufserfolg des 1300-er-Coupés lag unter den Erwartungen, was vielleicht mit daran lag, dass der Wagen nur schwer an die US-Vorschriften angepasst werden konnte und seine Einstufung in die 1,3-Liter-Klasse erfolgreichen Renneinsätzen entgegen wirkte. Leider sind die Original-Produktionsbücher von Carlo Abarth nicht mehr vorhanden, so dass man sich bei den Produktionszahlen auf Schätzungen berufen muss. Abarth-Kenner gehen von rund 1500 bis 1971 produzierten 124/1300 der Serien 1 und 2 aus. Rund ein Drittel bis ein Fünftel davon dürfte überlebt haben, was die verbliebenen Exemplare automatisch zur Rarität macht.

    Was hätte sein können

    Man kann sich heute nur fragen, wie sich wohl eine 850-Coupé-Variante mit dem Doppelnockenwellen-Motor der 124-Sport-Varianten angefühlt hätte, musste das 124/1300-Coupé doch mit einer seitlichen Nockenwelle auskommen wie die 124-Basislimouisine.

    Von der Strasse ins Museum

    Der in diesem Artikel portraitierte Fiat-Abarth 124/1300 der Serie 2 stammt aus dem Jahr 1969, wurde im Juli 1969 in Udine erstmals für den Strassenverkehr zugelassen.

    Fiat-Abarth 124/1300 (1969) - Es waren alle gängigen Fiat-Farben erhältlich
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Nach mehreren Besitzerwechseln kam der Wagen in den Besitz der Maranello Rosso Collection in San Marino. Im Rahmen der Sammlungsauflösung kommt das dunkelrote Coupé, das sich weitgehend im Originalzustand befindet, an der Pariser Versteigerung von Bonhams unter den Hammer.

    Als Schätzpreis werden Euro 22’000 bis 28’000, respektive CHF 26’000 bis 34’000 angegeben, allerdings wird der Wagen ohne Mindestpreis zugeschlagen werden. Bonhams empfiehlt eine umfangreiche Inspektion vor der ersten Hatz auf der Strasse.

    Weitere Informationen

    • Automobil Revue Nr. 3 / 1968 vom 1.2.1968, Seite 31: Am Steuer des Fiat Abarth 124/1300
/assets/ff866e65-16c3-4f1a-bbf1-a74c78f58d26
    • Road & Track Oktober 1969, ab Seite 50: Road Test Fiat-Abarth 1300

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    Sw******:
    13.01.2015 (09:57)
    In der Druckversion wird die zweite Seite nicht aufbereitet und lässt sich bei mir nicht ausdrucken.
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