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Bild (1/24): Datsun 240 Z (1974) - die Wolfrace-Felgen waren eine zeitgenössische Tuning-Möglichkeit18b (© Bruno von Rotz, 2011)
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Coupé, 130 PS, 2393 cm3
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    Datsun 240Z - der erste erfolgreiche japanische Sportwagen

    29. Juni 2011
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
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    Eine (fast unendlich) lange Motorhaube, eine kurze Fahrzeugkabine, zwei Sitze, ein knackiges, kurzes Heck, Reihensechszylinder, SU-Vergaser, Heckantrieb, Einzelradaufhängungen rundum und ein attraktiver Preis im Vergleich zur Konkurrenz... ja, das tönt beinahe wie die Beschreibung des Jaguar E-Type. Und darauf hatten die Japaner damals wohl auch ein wenig geschielt, als sie den Datsun 240 Z konzipierten.

    Der neue Sportwagen wurde dem Publikum (in Tokyo) aber 1969 und nicht 1961 vorgestellt. Und wurde zu einem der erfolgreichsten Sportwagen aller Zeiten. Sicher, es gab auch andere ausserordentliche Sportwagen aus Japan: Toyota GT 2000, Toyota Sports 800, Honda S800, etc.. Aber keiner konnte auch nur ansatzweise derart im Markt brillieren wie der Datsun 240 Z. Trotzdem sind nur wenige übrig geblieben.

    Nicht der erste Sportwagen von Datsun

    Der 240 Z trat die Nachfolge des Datsun Fairlady, auch Sports 2000 (und 150/1600) genannt, an. Dieser entsprach von der Konzeption und vom Aussehen her dem typischen Sportwagen-Genre der frühen Sechzigerjahre, war also ein zweisitziger Roadster mit Faltverdeck und Vierzylinder-Motor. Dessen direkte Vorfahren reichten bis ins Jahr 1959 zurück (S211) und die mehrfach renovierte Baureihe fand rund 40’000 Käufer und war, nebenbei bemerkt, auch im Rennsport aktiv, so zum Beispiel mit Hannu Mikkola bei der Rallye Monte Carlo des Jahres 1968.

    Design Graf Albrecht von Goertz

    Wie auch andere japanische Autofirmen hatte auch Nissan/Datsun erkannt, dass man sich an den Geschmacksvorstellungen der immer internationaler werdenden Kunden ausrichten musste und man suchte daher Unterstützung bei europäischen und amerikanischen Designern. Datsun sicherte sich die Dienste von Graf Albrecht von Goertz, welcher mit dem BMW 507 bereits einen Design-Meilenstein geliefert hatte.

    Goertz zeichnete zuerst das wenig erfolgreiche Silvia-Coupé und machte sich dann an den Entwurf eines Sportwagens, der im amerikanischen Markt Erfolgschancen haben sollte. Sein Design sah Klappscheinwerfer vor, eine Abrisskante am Heck und Speichenräder, sah insgesamt aber ziemlich genau so aus, wie der Z-Sportwagen, den Datsun 1969 an der Tokyo Motor Show präsentierte. Dazwischen waren allerdings ein paar Jahre vergangen, das Auto schubladisiert und wieder hervorgeholt und design-mässig angepasst worden. Das Endergebnis schlug ein wie eine Bombe.

    Ausgerichtet auf den amerikanischen Markt

    Der neue Sportwagen traf genau den Nerv der Zeit. Während Jahren mussten amerikanische Sportwagenfahrer fast jeglichen Komfort entbehren, waren Wetter und Kälte unter den notdürftigen Roadster-Dächer ausgesetzt und kämpften mit unzuverlässiger Technik und antiquierten Sicherheitskonzepten.

    Der 240 Z konnte das alles besser! Er hatte einen summenden Sechszylindermotor, eine funktionierende Heizung, bot zwei Personen und einer ganzen Menge Gepäck Platz und glänzte durch die typischen japanischen Tugenden wie Zuverlässigkeit und Robustheit. Kein Wunder, griffen die Amerikaner begeistert zu, akzeptierten sogar Wartefristen und nahmen Datsun/Nissan einen Grossteil der Produktion ab.

    Robuste und bewährte Technik

    Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des 240 Z war die vergleichsweise einfache und funktionale Technik. Der Reihensechszylinder-Motor mit Leichtmetall-Zylinderkopf und zwei von Hitachi in Lizenz gefertigten SU-Vergasern leistete bei 130 PS bei 5’600 U/Min und wurde in zeitgenössischen Testberichten als richtiger "Bauernmotor" bezeichnet. Einzelradaufhängungen ringsum, Scheibenbremsen vorne, eine optional erhältliche Automatik rundeten das Paket ab. Die Technik war gut zugänglich und wartungstechnisch anspruchslos.

    Zentral für den Erfolg war allerdings der extrem attraktive Preis von 3’526 Dollar in den USA, ein Preis der wohl ohne wesentliche Marge kalkuliert worden war.

    Aktiv und erfolgreich im Motorsport

    Datsun nutzte den 240 Z auch als Basis für den Motorsport. Am bekanntesten sind sicher die Erfolge bei der East African Safari 1971 (durch Hermann/Schuller) und 1973 (Rauno Aaltonen). Interessant in diesem Zusammenhang sicher auch ein Zitat, das Aaltonen in den Mund gelegt wird: “Es ist erstaunlich. Das Auto ist ein Panzer. Zweimal habei ich die Strecke (immerhin 6’000 km) abgefahren. Danach war nicht einmal die geringste Reparatur nötig.”

    Man trat aber auch beim Rallye Monte Carlo an, wo Rauno Aaltonen 1972 mit Beifahrer Jean Todt im Schnee Dritter wurde. Aber auch auf der Rundstrecke war der Z-Sportler erfolgreich, so gewann er (als Z 432) die 1’000 km von Suzuka im Mai 1970 und auch in Amerika traten Fahrer wie Paul Newman und Bob Sharp mit schnellen Datsun-Coupés an.

    Schnell genug und zuverlässig

    Die Automobil Revue unterzog den in der Schweiz serienmässig mit einem Fünfganggetriebe ausgelieferten 240 Z im Frühling 1972 einem ausführlichen Test . Trotz der kritisierten billig aussehenden Blechradzierblenden notierten die Tester, dass der Wagen die Blicke vieler Passanten auf sich ziehe. Während die Vollständigkeit der Ausrüstung (inklusive Radio mit automatischem Sendersuchlauf) und insbesondere des Armaturenbrettes zur Zufriedenheit Anlass gaben, die leistungsfähige und einfach zu bedienende Heiz- und Belüftungsanlage gelobt wurde, fiel beim Getriebe ein unangenehmes Singen und beim Differential ein “Kollern” auf. Mit 14 Liter pro 100 km war der Wagen nicht aussergewöhnlich sparsam, bei ruhiger Fahrt ging der Verbrauch aber stark zurück. Die Fahrleistungen mit 10 Sekunden für den Sprint von 0 bis 100 km/h und 200 km/h Spitzengeschwindigkeit wussten zu gefallen. Bei den Bremsen wurde eine nachlassende Wirkung bei schnellen Kurvenparteien moniert, die Federung als hart und sehr sportlich empfunden.

    Billig war der japanische Sportwagen in der Schweiz mit einem Verkaufspreis von 21’000 Franken nicht, ein Fiat 124 Coupé 1600 stand mit 15’250 Franken auf der Preisliste, der günstigste Ford Mustang mit Sechszylinder kostete 21’970 Franken und selbst ein Lotus Elan Sprint kam mit 20’900 Franken bei der Anschaffung günstiger.

    Zwei Jahre später erhielt auch Auto Motor und Sport einen Testwagen und kam zu ähnlichen Ergebnissen. Der “deutsche” Z war etwas spritziger (0-100 km/h in 9,5 Sekunden), aber auch etwas durstiger (15,1 Liter Testverbrauch). Kritisch äusserte sich Klaus Westrup zu den Sitzen und zur teilweise billigen Materialwahl im Interieur, positiv fielen ihm die guten Raumverhältnisse im Interieur, die exakte Lenkung und das sichere Fahrverhalten.

    Etwas skeptisch äusserte sich Westrup zu den Chancen des Wagens im deutschen Markt.  Mit DM 17’600.- war der Z in Deutschland denn auch kein Sonderangebot, wenn man sich den Alfa Romeo 2000 GTV für 17’690 DM, den Ford Capri RS 2600 für 16’830 oder den Opel Commodore GS/E für 17’689.50 DM vor Augen führt.

    Eine ganze Familie

    Für die unterschiedlichen Märkte bot Nissan/Datsun bereits am Anfang unterschiedliche Modelle an, Steuerregulative empfahlen für Japan einen Zweiliter (Fairlady, ZG, etc. waren Modellbezeichnungen), während die USA von Anfang an mit dem 2,4-Liter beglückt wurde.

    Eine spezielle Position nimmt der Z 432 ein. Die Zahlenkombination steht für vier Ventile pro Zylinder, drei (Solex-) Vergaser und zwei obenliegende Nockenwelle. Mit 150 PS aus 1,9 Liter Hubraum - Hemi-Querstromkopf - war der Z 432 auf den Rennsport ausgerichtet und blieb mit nur 419 gebauten Fahrzeugen selten.

    1973 schon Datsun den 260 Z nach, der auch in 2+2-Konfiguration erhältlich war, welche sich wegen des erweiterten Nutzens grosser Beliebtheit erfreute. Allerdings litt die Eleganz etwas unter der angehobenen Dachlinie und der Streckung des Fahrzeugs. Für Amerika wurde ab 1975 ein 280 Z produziert.
    Im Jahre 1978 wurde das Design nachhaltig dem veränderten Zeitgeschmack angepasst und der Wagen als 280 ZX (für alle Märkte) angeboten.

    Modell Hubraum Leistung Gebaut Kommentar
    Fairlady Z 1998 120 75216 gebaut von 1969 bis 1978, hauptsächlich für den Heimmarkt
    Z 432 1889 150 419 auf den Motorsport ausgerichtet, gebaut von 1969 bis 1973, DOHC-Motor, drei Solex-Vergaser
    240 Z 2393 130 156076 gebaut von 1969 bis 1973
    260 Z, 2+2 2565 126 80369 gebaut von 1973 bis 1978 als zwei- und vierplätziges Coupé
    280 Z 2753 135   nur für den amerikanischen Markt gebaut, mit Bosch L-Jetronic
    280 ZX 2753 140 334183 gebaut von 1978 bis 1983

    Zu seiner Zeit der erfolgreichste Sportwagen der Welt

    Der Datsun 240 Z und seine Nachfolger waren ein enormer Verkaufserfolg. 156’076 Besitzer fand alleine der 240 Z, noch erfolgreicher war dann der 280 ZX mit über 330’000 Käufern.

    Produktionszahlen Z-Reihe

    Jahr Produktion Export
    1969 1162 3
    1970 21837 17005
    1971 44998 40219
    1972 65956 60025
    1973 58596 51332
    1974 62961 54026
    1975 72503 55417
    1976 72565 64597
    1977 84156 75975
    1978 91220 74784
    1979 105045 85643
    1980 70435 62468
    1981 84668 78959
    1982 74030 69989

    Selten geworden

    Vor einigen Jahren betrug der Bestand an 240 Z in der Schweiz weniger als 30 Fahrzeuge, in Deutschland waren eine ähnliche Grössenordnung angemeldet.
    Dies zeigt, wie dieser Sportwagen zur Rarität geworden ist. Rost und Unfälle führten zu einer starken Verminderung des Bestandes, dies trifft auch auf Amerika zu, wenngleich der Bestand dort auch heute natürlich noch grösser ist als in Europa.

    Viele dieser Fahrzeuge sind zudem über die Zeit nachhaltigverbessert” worden, mancher Besitzer liess seinen wilden Phantasien freien Lauf, Originalität war nicht immer so hoch angesehen wie heute.

    Entsprechend gesucht sind gut erhaltene originale 240 Z und die Preise erreichen durchaus teilweise das damalige Neupreis-Niveau, für schöne Exemplare wird auch deutlich mehr geboten. 

    Vom Rost abgesehen machen die Z-Sportwagen wenig Probleme, die Ersatzteillage ist, vor allem in den USA hervorragend, ähnlich wie bei einem Mustang oder MG B kann fast alles bestellt und geliefert werden.

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    Limousine, zweitürig, 45 PS, 981 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Nissan (mit Datsun) Cherry (1973-1976)
    Coupé, 52 PS, 1164 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Nissan (mit Datsun) Cherry (1972-1977)
    Limousine, zweitürig, 52 PS, 1164 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
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    Coupé, 52 PS, 1171 cm3