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Bild (1/8): BMW 303 (1933) - schmal und schlank gebaut für die damalige Zeit (© Bruno von Rotz, 2011)
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    BMW 303 von 1933 - früher Pionier des BMW-Markenerfolges

    26. April 2011
    Text:
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (26)
    Bruno von Rotz 
    (5)
    Copyright BMW AG 
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    Der BMW 303, gebaut 1933 und 1934, war eine Pionierleistung. Zum ersten Mal produzierte BMW einen Sechszylinder, zum ersten Mal zierte die seither an (fast) allen BMW-Automobilen vorhandene BMW-”Niere” die Front des Wagens. Der Aufstieg in die Mittelklasse war geschafft.

    BMW 303 (1933) - vorausschauendes Fahren ist heute angesagt
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Anlassen und losfahren

    78 Jahre alt ist dieses Automobil und trotzdem unterscheidet sich die Bedienung nicht grundsätzlich von dem, was wir uns heute gewöhnt sind. Einige zusätzliche Handgriffe sind allerdings schon nötig, denn so steht es in der Betriebsanleitung: Zuerst den Ölstand prüfen, dann Kühlwasser auffüllen, dann den Brennstoffhahn öffnen (Stellung A). Jetzt den Startknopf ziehen, die Zündung einschalten und dann den Anlassknopf auf der Schalttafel drücken.

    Jetzt sollte der Motor nach spätestens zweimaligen längerem Anlassen anspringen, sonst wird empfohlen, den Fehler zu suchen. Wenn der Motor angelaufen ist, dann etwas Handgas geben zum Warmlaufen, den Startknopf wieder zurückschieben. Es wird noch daran erinnert, vor dem Start die Radbefestigung zu prüfen.

    Jetzt kann losgefahren werden - Mahnung aus der Anleitung: Wagenpapiere nicht vergessen - und als Erstes muss natürlich die Handbremse gelöst werden.

    Für das normale Anfahren wird der zweite Gang empfohlen, nur bei Steigungen soll im (sehr kurzen) 1. Gang angefahren werden. Die Gänge drei und vier sind synchronisiert, was geräuschlos bedeutet, die Schaltwege sind ellenlang. Das Zurückschalten in den unsynchronisierten zweiten Gang will mit gut dosiertem Zwischengas und schnellem Zwischenkuppeln begleitet sein. Die langen Schaltwege im aus heutiger Sicht relativ engen Fahrzeug führen immer wieder zu Kniekontakten mit dem Beifahrer.

    All dies ist für geübte Oldtimer-Fahrer kein Problem, insgesamt gibt die Bedienung wenig Rätsel auf, einzig die Zentralschmierpumpe dürfte manchem etwas ungewöhnlich vorkommen, war aber ein innovatives Komfortattribut der damaligen Zeit.

    Und wieder anhalten

    Die Trommelbremsen werden über Bremsseile angesteuert, hier sollte man sich bewusst sein, dass die Bremsleistung im Vergleich zu heutigen Fahrzeugen gering ist. Kein Wunder empfiehlt die Anleitung “Bremsen schonen, nur in der Not scharf bremsen”.

    Nicht nur ist die Bremswirkung schwach, der Wagen hat auch die Tendenz nach links oder rechts zu ziehen und zwar relativ unberechenbar. Getreu dem Motto, dass der BMW ein Fahrzeug und nicht ein Bremszeug ist, sollte vorausschauend gefahren werden.

    Generell ist trotz der tiefen Geschwindigkeiten ein gehöriges Mass an Konzentration notwendig, denn einerseits läuft das Fahrzeug gerne Unebenheiten nach, andererseits muss man auch für die anderen Verkehrsteilnehmer von heute denken, die sich in ihrem Golf oder Peugeot nicht vorstellen können, was es bedeutet ein 80-jähriges Auto zum Stehen zu bringen.

    Wo ist der erste Gang

    Der erste Gang soll nur am steilen Berg benutzt werden, deshalb liegt er auch ausserhalb des üblichen Schaltschemas. Um vom zweiten in den ersten Gang zu schalten, muss der Schalthebel zuerst nach vorne, dann mit einem Schlag nach links und wieder nach hinten bewegt werden. Der Retourgang liegt dagegen direkt vor dem zweiten Gang, da für Parkier- und Rangiermanöver oft zwischen diesen beiden Gängen gewechselt werden muss. Gang drei und vier sind dann in der nächsten Ebene rechts davon.

    Viele Pflichten für den Fahrer

    Mit dem Fahren ist es nicht getan, die Fahrzeuganleitung nennt viele Tätigkeiten, die der Fahrer darüber hinaus ausüben muss. So soll alle 100 km Fahrstrecke, respektive bei schlechten Strassen alle 30 km die Zentralschmierpumpe durch einen kurzen kräftigen Fussdruck betätigt werden. Alle 500 km sollen Öl- und Wasserstand geprüft und gegebenenfalls Flüssigkeiten nachgeschüttet werden, die Bremsen geprüft werden und diverse Schrauben nachgezogen werden.

    Alle 1’500 km muss die Fettbüchse nachgezogen werden, die Prüfung von Riemen für Windflügel und Lichtmaschine geprüft werden, Schmieraktivitäten durchgeführt und z.b. der Stand und die Dichte der Batteriesäure überwacht werden. Und so weiter. Auf einer Langstreckenfahrt wird man da schnell zum Teilzeitmechaniker.

    Blick in die frühe Geschichte von BMW

    BMW 315 (1935) - Der 1.5-Liter-Tourenwagen
    © Zwischengas Archiv

    Der BMW 303 war der erste selbstentwickelte Personenwagen von BMW. 1929 hatte man mit der Übernahme der Dixi-Werke in Eisenach die Automobilproduktion begonnen und baute den Austin Seven in Lizenz als BMW Dixi. Dr. Fritz Fiedler leitete in den frühen Dreissigerjahren die Entwicklung einer neuen Sechszylinder-Reihe, die mit dem 303 und dem 1.2-Liter-Reihensechszylinder ihren Anfang nahm. Vom 303 stammten dann im Prinzip der 309 (mit Vierzylindermotor), der 315 (mit grösserem 1.5-Liter-Sechszylinder, ansonsten aber praktisch baugleich), aber insbesondere die sportlichen Typen 326, 327 und 328 ab. Diese Sportwagen verhalfen BMW zu weltweiter Bekanntheit und auch zu vielen Sporterfolgen. Sogar Stirling Moss begann seine Rennfahrerkarriere auf einem BMW 328 (respektive dem englischen Derivat Frazer-Nash). Siege in der Mille Mglia und in Le Mans zeigen die Qualität der Grundkonstruktion.

    BMW-Primeuren

    Mit dem BMW 303 führten die Bayrischen Motorenwerke einen Reihen-Sechszylinder mit vierfach gelagerter Kurbelwelle und 1.2 Liter Hubraum ein welcher 30 PS bei etwa 3’500 Umdrehungen pro Minute entwickelte. Der Motor M 78 war eine Neukonstruktion, baute aber auf den bewährten Konstruktionsprinzipien des Vierzylinders auf.

    Dank einem geringen Gewicht von gut 800 kg ermöglichte dieser Motor überdurchschnittliche Fahrleistungen. Bei der Karosserie konnte zwischen zweitüriger Limousine, Cabriolet mit vier Sitzen und Sportcabriolet mit zwei Sitzen gewählt werden. Erstmals wurde beim 303 auch die Doppelniere als Designelement eingesetzt, nicht aus ästhetischen Überlegungen heraus, sondern aus praktischen: durch die aerodynamisch geschickte Gestaltung erhielt man zwei Kühlflächen. Eine Besonderheit sind die Zündkabel, die durch den Motorblock durchgeführt wurden.

    Der Rohrrahmen des BMW 303 wurde mit nur geringfügigen Abweichungen in den Nachfolgetypen bis zum 328 und 329 weiterverwendet. Die Karosserien wurden beim 303 im Karosseriewerk Sindelfingen, das zu Daimler-Benz gehörte, gebaut. Eine Ausnahme waren die Cabrio-Karosserien, die in Eisenach oder bei externen Karosserie-Bauern wie Drauz, Heilbronn oder Reutter gefertigt wurden.

    Mittelklasse, trotzdem kompakt

    Mit dem BMW 303 erwarb man sich für rund 3’600 bis 4’600 Reichsmark (je nach Ausführung) einen kompakten Mittelklassewagen, rund 3,8 Meter lang, 1,4 Meter breit, der mit 9 bis 10 Liter Benzin pro 100 km und 1 bis 2 Liter Motorenöl pro 1’000 km auskam. 90 km/h Spitze waren mit dem Wagen möglich, der Sechszylinder intonierte dazu sein attraktives und niemals langweiliges Lied.

    Ausserordentlich selten

    Rund 2’300 BMW 303 sollen gebaut worden sein, nur eine sehr geringe Anzahl davon hat überlebt, weniger als 50 Stück vermutlich im deutschsprachigen Umfeld, in der Schweiz höchstens eine Handvoll. Die Teileverfügbarkeit ist problematisch, fündig kann man aber noch in den neuen Bundesländern in Deutschland werden, wo aus alten Beständen noch das eine oder andere Teil vorhanden ist.

    Drei Besitzer in 78 Jahren

    Der abgebildete hellbeige BMW 303 hatte während seines langen Lebens nur drei Besitzer, von denen nur der erste und der letzte den Wagen überhaupt für die Nutzung auf der Strasse zugelassen haben. Seit 48 Jahren ist Chassis-/Motoren-Nummer 42255 in dritter Hand, da kann man sich vorstellen, dass der heutige Besitzer das Fahrzeug in- und auswendig kennt.

    Originalzustand - wie aus der Zeitmaschine

    BMW 303 (1933) - so sieht der 303 aus Fahrersicht aus
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Chassis 42255 wurde 1933 in der Schweiz ausgeliefert und nie restauriert, befindet sich heute in einem einmaligen Originalzustand. Hier wurde nichts angepasst oder verändert, selbst die Winker (Vorgänger der späteren Blinkeinrichtungen) sind noch dran. Nur der Motor musste im Laufe der Jahre zweimal revidiert werden und im Jahre 1963 waren Lackierung und Dach zur Erneuerung fällig.

    Rund 100’000 km haben sich so in 78 Jahren angesammelt, man sieht sie dem Fahrzeug nicht an. Die leichten Gebrauchspuren, Sammler sprechen lieber von Patina, machen den Wagen nur noch attraktiver.

    Die gesamte Literatur vom Handbuch, über die Kurzanleitung, bis zum Ersatzteilbuch, Vergaser- und Kundendienstbuch ist komplett. Allein das Handbuch mit seinen rund 80 Seiten, die nicht nur die Bedienungshinweise, sondern auch Wartungs- und Reparaturhandgriffe dokumentieren, ist ein spannendes Zeitdokument.

    Technische Daten:

    • Motor: Typ BMW M 78, sechs Zylinder in Rehie, Bohrung 56mm, Hub 80 mm, Hubraum 1’173 cm3, Verdichtungsverhältnis 1:5,6, 30 PS bei etwa 3’500 U/min, Höchstdrehzahl etwa 4’000 U/min. hängende Ventile im Zylinderkopf, über Stossstangen und Kipphebel betätigt, Nockenwelle im Kurbelgehäuse über Kette angetrieben, 2 Solex Steigstrom-Vergaser (davon der vordere mit automatischer Startvorrichtung)
    • Kraftübertragung: 4-Gang-Zahnradgetriebe mit geräuschlosem 4. und 3. Gang, Einscheiben-Trockenkupplung mit 6 Druckfedern vollständig eingekapselt
    • Elektrik: 6 Volt, Anlasser und Lichtmaschine von Bosch
    • Hinterachse: gepresstes Stahlgehäuse in Banjo-Form, 2 Hablelliptik-Längsfädern
    • Vorderachse: parallele geführte Schwingachse mit Querfeder, Zahnstangenlenkung
    • Bremsen: Trommelbremsen (Innenbackenbremsen) an allen vier Rädern, betätigt über Seilzug
    • Dimensionen: Spurweite vorne/hinten: 1’153/1’220 mm, Radstand etwea 2’400 mm, geringste Bodenfreiheit etwa 180 mm, Länge 3’875 mm, Breite 1’440 mm, Gewicht: etwa 800 kg
    • Fahrleistungen: Höchstgeschwindigkeit 90 km/h, Bergsteigevermögen im 4./3./2./1. Gang 8/13/20/32%, Beschleunigung von 20 auf 60 km/h in 18 Sekunden, Bremsweg aus 80 km/ 30 bis 35 m, Kraftstoffverbrauch 9-10 Liter pro 100 km, Ölverbrauch 0.1-0.2 Liter pro 100 km
    • Kaufpreis: 4’400 Reichsmark
    • Fabrikgarantie: 6 Monate ab Auslieferung (die Garantiebedingungen hatten auf einer Seite Platz)

     

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    ma******:
    09.09.2014 (15:35)
    Sehr präziser Artikel. Ich besitze einen 315 Bj. 1934 und einen Dixi DA1 Bj 1929. Den BMW trennen Welten vom Austin A7-Konzept von 1922. Allerdings möchte ich keinen der beiden missen. Die Niere stammt übrigens von Ihle, Bruchsal die eine 2-sitzige Karosserie auf Dixi-Basis gebaut haben.
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