Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Bild (1/8): Porsche 911 Cabrio (1982) - der offene 911-er war der Mittelpunkt des Porsche-Standes (© Bruno von Rotz, 1982)
Fotogalerie: Nur 8 von total 95 Fotos!
87 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Artikelsammlungen zum Thema

Autosalons und Automobilausstellungen

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Lamborghini Countach LP 500 S (1982-1985)
Coupé, 375 PS, 4754 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Lamborghini Countach LP 400 S (1978-1982)
Coupé, 375 PS, 3929 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Maserati Biturbo 2 (1981-1986)
Limousine, zweitürig, 180 PS, 1995 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Porsche 911 SC (1977-1983)
Targa, 180 PS, 2994 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Porsche 911 SC (1977-1983)
Coupé, 180 PS, 2994 cm3
 
JM2017:
 
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Genfer Automobilsalon 1982 - Saubere, sparsame Autos in neuen Hallen

    3. März 2012
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
    (9)
    Archiv 
    (86)
     
    95 Fotogalerie
    Sie sehen 8 von 95 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    87 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Zum ersten Mal wurde im Jahr 1982 ein Auto mit einer Funkfernentriegelung ausgerüstet (Renault Fuego), mit TCP/IP wurde aus dem Arpanet das Internet, der Computer begann mehr und mehr in den Alltag einzudringen (die Zeitschrift “Time” wählte den Computer 1982 zur “Maschine des Jahres” und erstmals fand ab dem 4. März 1982 der Genfer Automobil Salon im neuen Ausstellungskomplex Palexpo beim Flughafen Cointrin ausserhalb der Stadt Genf und nicht mehr in den historischen Hallen im Grand Palais statt.

    Der Umzug ermöglichte ein Grössenwachstum um 25% auf 40’000 Quadratmeter, bedeutete aber auch den Verlust der elegant fallenden Vorhänge, der städtischen Ambience und vieler liebgewonnener Eigenheiten der engen Verhältnisse im Grand Palais.

    An Neuheiten hatte die Ausstellung des Jahres 1982 zwar einiges zu bieten, an frühere Salons mit sensationellen Enthüllungen konnte aber nicht angeknüpft werden.

    Bentley, Maserati und Mitsubishi mit Turbo

    Im Mittelpunkt der Rolls-Royce-Präsenz stand 1982 nicht ein Fahrzeug mit der Spirit of Ecstasy, sondern ein Bentley. Der Mulsanne Turbo kam dank Turbolader auf eine rund 50% höhere Leistung, was wegen fehlender offizieller Angaben zu geschätzten 300 PS führte. Um diese Neuerung zu illustrieren, stellte man auch gleich noch einen Blower-Bentley aus den Vorkriegsjahren daneben.

    Auch Maserati hatte sich dem Turbo verschrieben, der Biturbo hatte gleich zwei dieser Turbinen an Bord. Angepeilt für das 2+2-sitzige Coupé, welches bei Maserati (Motor, Mechanik) und Innocenti (Karosserie, Schlussmontage) gebaut wurde, war ein Jahresausstoss von 6’000 bis 7’000 Stück, was gegenüber den Stückzahlen, die mit Merak, Bora oder Ghibli erreicht wurden, ein echter Quantensprung bedeutete.

    Eine echte Weltneuheit hatte Mitsubishi nach Genf gebracht. Der Starion 2000 Turbo lieferte 170 PS an die Hinterräder, was für 7,6 Sekunden für den Sprint von 0 bis 100 km/h und 220 km/h Spitze reichen sollte, mit 25’590 Franken aber viel Sportwagen für das Geld lieferte.

    Neue Offenheit bei Porsche und Opel

    Siebzehn Jahre lang hatten Porsche-Fans, die richtig offen fahren wollten, warten müssen. Mit dem 911 SC Cabrio war es erstmals seit dem 356 wieder möglich, ohne Überrollbügel maximale Frischluft zu geniessen. Das ausgestellte rote Cabrio betörte nicht nur Porsche-Fans, sondern auch manch anderen Sportwagen-Interessenten.

    Für kleinere Budgets wäre wohl die Opel-Cabrio-Studie auf Basis des im Herbst erwarteten neuen Corsa mit Frontantrieb passender gewesen, aber eben, es war nur eine Studie. Die Auswahl an Cabrios war im Jahr 1982 nicht berauschend, da war man froh, dass Pininfarina den betagten 124 Spider als “Europa Spider” wieder ins Programm aufnahm.

    Eleganz und mehr Leistung bei Mercedes-Benz und Lamborghini

    Ein Anziehungspunkt auf dem Salon 1982 waren die eleganten Coupés 380 SEC und 500 SEC von Mercedes-Benz. Mit einem cw-Wert von 0,34, serienmässigem ABS und dem attraktiven Design von Bruno Sacco hatte Mercedes einen Volltreffer gelandet.

    Noch begehrenswerter für manche war der neue Lamborghini Countach LP 500, der es dank 4’754 cm3, verteilt auf zwölf Zylinder, nun auf 354 PS brachte. Runde 300 km/h waren damit denkbar, mit provisorsch abgeschätzten 180’000 Franken Kaufpreis allerdings war der keilförmige Sportwagen nur für die wenigsten bezahlbar. Da erschien der mit Einspritzanlage gesäuberte Ferrari 512 BBi schon fast als Schnäppchen, bei einem Kaufpreis von 122’500 Franken.

    Sparsamkeit und Sauberkeit als Notwendigkeit

    Besonders die deutschen Hersteller setzten im Jahr 1982 stark auf die Karte Sparsamkeit. Mercedes konnte den Verbrauch der Modellreihe 200/280E durch Einführung eines Energiekonzeptes um 27% senken. BMW zeigte die runderneuerte 5-er-Reihe, die dank aerodynamischem Feinschliff, Gewichtserleichterungen und Optimierung der Antriebseinheiten wesentlich sparsamer als ihre Vorgänger geworden waren. Volkswagen brachte mit dem Golf GTD eine sparsame Version des kleinen Fronttrieblers. Auch Opel zeigte mit Kadett und Ascona Diesel-Modellen echte Kostverächter.

    Anti-japanische Tendenzen

    An auffällig vielen deutschen, französischen und auch italienischen Ausstellungsfahrzeugen fand sich ein Kleber mit einem Text wie “wer einen Europäer fährt, sichert Arbeitsplätze auch in der Schweiz!” Nachdem man die Japaner für Jahre nicht ernst genommen hatten, waren diese über die Siebzigerjahre immer stärker, die Fahrzeuge immer besser geworden, so dass manch europäischer Hersteller versuchte, sich diese Konkurrenten auch mit unorthodoxen Mitteln vom Leibe zu halten.

    Am Salon selber aber hatten die Japaner mehr Neuheiten zu bieten, als die anderen Anbieter. So zeigte Datsun als Europapremiere den neuen Sunny mit Frontantrieb. Suzuki präsentierte erstmals in Europa den Alto mit Getriebeautomat, Mazda zeigte zum ersten Mal die Baureihe 929 in der Schweiz. Ebenfalls neu für die Schweizer waren die Toyota Celica Supra sowie eine Reihe weiterer Modelle aus dem Land der aufgehenden Sonne.

    Während sich die Japaner eines ungebrochenen Erfolgs erfreuten, kämpften die Engländer mit ihrem Niedergang. Marcos, TVR oder Morgan waren gar nicht mehr vor Ort, Triumph zeigte nur japanische Lizenzprodukte. Rover konnte immerhin modernisierte Limousinen der Baureihe 2600/3500 vorweisen und Lotus verwies stolz auf den preiswerter gewordenen Eclat. Das modernste Fahrzeug vom Inselstaat war der Austin Metro, der aber die englische Autoindustrie auch nicht retten konnte.

    Eine Dutzend Sonderkarosserien und Prototypen

    Hatten in der Vergangenheit die italienischen Designer und Karossiers stets für Highlights in Form von Prototypen und Spezialkarosserien gesorgt, zeigten Pininfarina und Bertone 1982 primär Produktionsfahrzeuge, die zudem bereits weitgehend bekannt waren. In die Bresche sprangen kleinere Anbieter wie Franco Sbarro, der den “Super Twelve”, eine mit zwei quer eingebauten Kawasaki-Sechszylinder motorisierte Kompaktlimousine, aus der Taufe hob. Zagato zeigte eine Maquette namens “Chicane”, ein Wettbewerbsfahrzeug der Gruppe B. Michelotti stellte den CVT 58, einen schmucken Vierplätzer, auf den Stand.

    Gleich mehrere Prototypen konnte Ford präsentieren, einmal den Ghia Quicksilver, eine aerodynamisch optimierte, elegante viertürige Limousine und zudem den Ford Probe III, eine Schräghecklimousine, die wesentliche Züge des kommenden Sierra vorwegnahm.
    Monteverdi zeigte als Weltneuheit die Limousine Tiara, die sich weitgehend der Mercedes-S-Klasse als Technik- und Karosseriebasis bediente, sich mit neu gestalteten Front- und Heckpartien aber deutlich vom “Bruder” abhob.

    Eine kleine Sensation war auch der Albar Sonic, der von Buggy-Hersteller Alois Barmettler aus Nidwalden vorgestellt wurde.

    Das Zeitalter der Karosserieveredler und Tuner

    In ihrer Blüte standen die Karosserieveredler und Tuner im Jahr 1982. B&B zeigte etwa einen veredelten Polo, “Prisma” genannt und einen Flachfront-911-er. Abt Power präsentierte leistungsgesteigerte Audi- und VW-Modelle, Rinspeed brachte den “Spider”, eine Spezialversion des Golf Cabrios, nach Genf. SGS machte aus dem 500 SEL den 600 SGS 5.0 und stellte auch ein 500 SEC Cabriolet vor. Auch den BMW 635 CSI konnte man öffnen lassen, z.B. bei Tropic. Und auch demjenigen, der von einem Range Rover mit Stoffdach träumte, konnte geholfen. werden. Heuliez, Irmscher, Kamei, Felber, Carat, Frazer, usw. stand auf den Schildern weiterer Veredler, die allesamt den Kunden helfen wollten, die aus den immer ähnlicher aussehenden Normalautomobilen etwas besonderes zu machen trachteten. 

    Der Schweizer Sonderzug und seine Auswirkungen

    Am 16. September 1981 hatte der Schweizer Bundesrat die ECE-Abgasnormen gekündigt. Per 1. Oktober 1982 und 1986 wurden mit Schweden abgestimmte schärfere Abgas- und Lärm-Gesetzgebungen angekündigt. Diese Normen führten zu einem verdünnten Angebot an Fahrzeugen in der Schweiz, was bereits am Salon 1982 zu spüren war, obschon zu diesem Zeitpunkt die Unsicherheit der Auswirkungen noch gross war. Generell stellte man sich aber auf Preisanstiege und erhöhten Treibstoffverbrauch ein.

    Der Preis ist heiss

    8’490 Franken verlangte Lada für die Limousine 1300, die direkt vom Fiat 124 der Sechzigerjahre abstammte. Für 9’470 Franken erhielt man bei Skoda ein schmuckes Coupé mit Heckmotor. Wo nicht mit hochmoderner Technik geprotzt und kein ultramodisches Styling gezeigt werden konnte, da wurde halt auf den günstigen Preis verwiesen.

    Trotz allem ein Ausstellungserfolg!

    585’332 Besucher wurden im Jahr 1982 registriert, ein neuer Rekord. Und dies, obschon man sich angesichts der Rezessionsängste vor einem schlechten Ergebnis gefürchtet hatte. Verkaufstechnisch waren die Resultate durchzogen, immerhin konnte sich Alfa Romeo an einem sehr grossen Interesse für das Sondermodell Alfasud Sprint “Salon 82” freuen und auch Opel vermeldete viele Abschlüsse, während VW, Citroën oder Saab etwas das Niveau von 1980 erreichten.

    Weitere Informationen

    Alle 95 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Keine Kommentare

     
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Artikelsammlungen zum Thema

    Autosalons und Automobilausstellungen

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
    Lamborghini Countach LP 500 S (1982-1985)
    Coupé, 375 PS, 4754 cm3
    Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
    Lamborghini Countach LP 400 S (1978-1982)
    Coupé, 375 PS, 3929 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Maserati Biturbo 2 (1981-1986)
    Limousine, zweitürig, 180 PS, 1995 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Porsche 911 SC (1977-1983)
    Targa, 180 PS, 2994 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Porsche 911 SC (1977-1983)
    Coupé, 180 PS, 2994 cm3