Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Bild (1/1): Opel Kadett (1973) - bedeutsame Neuheit auf dem Opel-Stand - Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt 1973 (© Archiv Automobil Revue)
Fotogalerie: Nur 1 von total 71 Fotos!
70 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Markenseiten

Alles über Audi

Artikelsammlungen zum Thema

Autosalons und Automobilausstellungen

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Audi 100 Avant (Typ C43) (1978-1982)
Kombilimousine, 85 PS, 1588 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Audi 100 Avant (Typ C43) (1978-1982)
Kombilimousine, 136 PS, 2144 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Audi 100 Avant (Typ C43) (1978-1982)
Kombilimousine, 115 PS, 2144 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Audi 100 Avant (Typ C43) (1978-1982)
Kombilimousine, 70 PS, 1986 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Audi 100 (Typ 43) (1976-1978)
Limousine, viertürig, 115 PS, 1960 cm3
 
 
JM2017:
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt von 1973 bis 1979

    4. September 2011
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Opel / General Motors 
    (1)
    Daimler AG 
    (1)
    Porsche AG 
    (1)
    Archiv 
    (68)
     
    71 Fotogalerie
    Sie sehen 1 von 71 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    70 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Die Siebzigerjahre begannen für die IAA mit einem Paukenschlag, die zweijährlich stattfindende Ausstellung fiel 1971 nämlich aus! Der Verband der Automobilindustrie hatte die Veranstaltung aus Sparsamkeitsgründen abgesagt. Nicht nur dies, sondern auch die immer stärker abseits von Publikumsveranstaltungen präsentierten Neuheiten führten zu mancher Diskussion über die Notwendigkeit von derartigen Ausstellungskonzepten.

    Prägendes Ereignis der Siebzigerjahre war sicher die Energiekrise. Der Imperativ, sparsame und immer saubere Fahrzeuge herzustellen, entwickelte sich in den Siebzigerjahren zum wichtigen Thema. Aber auch das politische Kontinuum zwischen absoluter Verteufelung des Autos bis zum kritiklosen Fortschrittsglauben beeinflussten die Entwicklung zwischen 1971 und 1979.

    Porsche FLA (1973) - Das "Forschungs-Projekt Langzeit-Auto" FLA Typ 296 wird 1973 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt präsentiert
    © Copyright / Fotograf: Porsche AG

    1973 - das Auto im Strudel politischer Kontroversen

    Die Austragung der ersten Internationalen Automobilausstellung seit 1969 stand unter dem Eindruck einer harten politischen Kontroverse. Einerseits war das Automobil ein dominanter Wirtschaftsfaktor, so lebte in Hessen etwa jeder sechste Einwohner direkt oder indirekt vom Auto. Andererseits löste das ungestüme Wachstum der Individualmobilität Infrastruktur-, Umweltschutz- und Verkehrssicherheitsprobleme aus, die nicht einfach zu lösen waren.

    Natürlich profitierte der Staat vom Auto, der ergiebigsten Melkkuh im Stall. Die westdeutschen Autofahrer hatten von 1951 bis 1972 über 152 Milliarden DM an Motorfahrzeug- und Mineralölsteuern abgeliefert, davon ging nur rund 125 Milliarden DM in Form vom Strassenbau an die Automobilisten zurück.

    Auf der anderen Seite wurden die negativen Auswirkungen des Strassenverkehrs immer sichtbarer, was zu Sprüchen wie “das Auto mordet unsere Städte” führte.

    Gleichzeitig stiegen die Kosten vor allem für die inländische Automobilproduktion immer weiter an, neue Lohnforderungen und Streikdrohungen standen bereits im Raum. Aber bereits 1973 kostete ein VW Käfer erheblich (in Zahlen 400 Dollar) mehr als kleine amerikanische Wagen und diese Lage drohte sich zu verschlimmern.

    Ein schönes Beispiel für die angesprochenen Kontroversen war der Turbo-Schriftzug am neu präsentierten BMW 2002 Turbo. Bob Lutz hatte sich diesen Gag ausgedacht. Der Schriftzug prangte spiegelverkehrt am Frontspoiler, so dass man ihn im Rückspiegel, wenn sich das Auto auf der Überholspur näherte, gut lesen konnte und wusste, dass man jetzt wohl Platz machen musste in seinem VW Passat. Dies löste einen Sturm der Entrüstung aus, war doch die unverhohlene Demonstration von Kraft und Überholstärke in vielen Kreisen verpönt. Trotz Widerstand von Bob Lutz musste der Schriftzug entfernt werden, das IAA-Auto jedenfalls trug ihn nicht mehr.

    Entsprechend der politischen Stimmung wurde an der IAA 1973 viel von Alternativen zum herkömmlichen Automobil gesprochen, die Ausstellungsfahrzeuge aber hatten eher einen konventionellen Anstrich. Der Elektroantrieb war infolge der überaus schweren Batterien kein Ersatz und die Hybridtechnik noch nicht reif. Der Wankelmotor überforderte bereits die Entwicklungsabteilungen und wurde nur am Rande, z.B. bei GM im Corvette-Prototyp oder bei Citroën im GS Birotor, gezeigt.

    Interessant war die Präsentation des Porsche-Langzeitautos (LFA). Doch angesichts der schnell voranschreitenden Technik fragte sich der interessierte Betrachter schnell, ob es denn wohl sinnvoll sei, ein Auto über 20 Jahre unverändert zu fahren und auf alle in diesem Zeitraum erarbeiteten Fortschritte zu verzichten.

    Sicherheit und Umweltfreundlichkeit waren zwei vielfach geforderten Eigenschaften für moderne Automobile. Fehlende Standards aber und politisch motivierte, in der Sache aber fragwürdige Vorschriften, machten es den Herstellern nicht einfach, das Richtige zu tun.

    Ganz grosse Neuheiten an der 45. IAA 1973 waren die neuen Opel Kadett-Modelle, die gleich in den verschiedenen Bauformen Limousine, Coupé und Kombi präsentiert wurden. Als Motorisierung wurde ausschliesslich der 1,2-Liter-Motor angeboten. Daneben zeigte Opel den Manta GT/E mit 1,9-Liter-Einspritzmotor und 105 PS, der 1974 als Ersatz für den auslaufenden Opel GT in Serie gehen sollte.

    Den Volkswagen-Stand dominierte der VW Passat, der sich im Strassenbild bereits eingebürgert hatte, die Kombiversion war aber für viele Besucher neu.

    Zum ersten Mal international ausgestellt war der neue Matra-Simca Bagheera, ein dreisitziges Coupé mit Mittelmotor und Maserati-Styling.

    Neu, aber noch ein Prototyp war der Porsche Turbo, der mit 280 PS eine neue Leistungsspitze im 911 darstellte. Eine Serienfertigung war zu diesem Zeitpunkt nicht angekündigt.

    Bitter zeigte den Diplomat CD, ein hinreissendes vierplätziges Coupé mit Opel-Diplomat-Technik.

    Ebenfalls zu den Neuheiten gehörten das Jaguar XJ 6 Coupé, das Lancia Beta Coupé, der Ford Mustang II, eine Schar von Datsun- und Toyota-Modellen, sowie der Lada S, der erstmals im Westen gezeigt wurde.

    Neben den Neuheiten gab es viele Modellverbesserungen und Modellreihenerweiterungen, etwa bei Mercedes Benz, BMW oder auch Volkswagen. Die Porsche-911-Modelle zum Beispiel hatten jetzt “Super-Stossstangen”, Audi brachte bei der Baureihe 80 ein neues Topmodell Audi 80 GT mit 100 PS auf den Markt. Die Sondermodelle VW Käfer Jeans, 1303 City und 1303 Big verlängerten einmal mehr das Leben des fast nicht tot zu kriegenden Klassikers, DAF zeigte den 66 mit 1,3-Liter-Motor.

    Um die Austellungshallen aufzupeppen griff man vielerorts zu Rennwagen, so war der Le Mans Sieger Matra-Simca genauso zu sehen, wie der Porsche 917, der Alfa Romeo 33 TT 12 oder der BMW 3,3 CSL auf dem BMW-Stand. Sogar Oldtimer wurden gezeigt. Zu den Raritäten an der IAA 1973 zählten TVR (Modell 3000 M), Panter (V12-Exklusiv-Serie) oder De Tomaso (Longchamp).

    Ford Capri (1975) - neue Sportpakete machen den Capri heisser - Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt 1975
    © Archiv Automobil Revue

    1975 - Das Auto im Aufwind - besser leben mit dem Auto

    Die 46. Internationale Automobilausstellung in Frankfurt (11. bis 21. September 1975) zeigte eine Autoindustrie, die ihre Wunden leckte. Das Jahr 1974 war für die Fahrzeughersteller ein schweres wenn nicht das schwerste Jahr seit dem Krieg. Die Rezession, Kurzarbeit, Absatzrückgang, Produktionsdrosslungen, riesige Autohalden und Entlassungen hatten die Industrie nach vielen Boom-Jahren wachgerüttelt.

    Doch 1975 sahen insbesondere die deutschen Hersteller das Licht am Ende des Tunnels. Nachdem Lagerfahrzeuge abgebaut waren, musste manche Firma bereits wieder Sonderschichten fahren, um der Nachfrage nachzukommen. Der deutsche Inlandmarkt verzeichnete einen sanften Aufwind. 1’305’262 Autos (rund ein Viertel davon ausländischer Provenienz) wurden in den ersten sieben Monaten in Deutschland verkauft , 212’635 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Nachfrage im Export allerdings konnte mit dem Inland noch nicht mithalten, gegenüber dem Vorjahr wurde ein Minus von 26,9 Prozent notiert. Angesichts eines steigenden Dollarkurses erhoffte man aber auch hier auf Besserung.

    Die öffentliche Diskussion hatte gegenüber 1973 die Tonart gewechselt, die Anti-Auto-Ideologie war weitestgehend vertrieben, Propaganda für utopische Ersatztechnologien kaum mehr hörbar. Nur die Diskussion um eine Tempolimite auf deutschen Autobahnen und die hohen Defizite des öffentlichen Verkehrs und demzufolge das Risiko, dass das Auto die finanziellen Lücken zu stopfen hatte, verursachten Sorgenfalten auf den Gesichtern der Auto-Manager (Toni Schmücker, Joachim Zahn, Robert Lutz, e.a.).

    An Alternativen zum herkömmlichen Benzin- und Dieselmotor schien 1975 niemand mehr zu glauben, mit dem Auto, wie man es kannte, erwartete man, noch viele Jahrzehnte zusammenleben zu müssen.

    Die Entwicklung ging natürlich trotzdem weiter, Motoren wurden abgasärmer und auch leiser. Allerdings zweifelte man, ob die Technik noch sparsamer oder leistungsfähiger werden könnte!

    In den Forschungsabteilungen der Autohersteller wurde zwar auch an alternativen Technologien weiterentwickelt, dies aber primär aus Verantwortungsbewusstsein und als politisches Statement zur Verhinderung von behördlichen Massnahmen. Kaufen konnte man 1975 nur traditionelle Technologie.

    An richtig grossen Überraschungen fehlte es der IAA von 1975. Die Blicke vieler Autointeressierter schweiften bereits ins Folgejahr, wo ein neuer Audi 100 und er erste Frontmotor-Porsche erwartet wurde.

    Audi zeigte den Audi 80 GTE mit Einspritzung, Volkswagen den VW Golf GTI, der aber erst im Folgejahr in den Verkauf kommen sollte. BMW stellte den Ausstellungsstand in den Dienst der Dreierreihe und zeigte als Salon-Neuheit den eingespritzten 3,2 Liter für die grosse Limousine.

    Mercedes Benz präsentierte das Spitzenmodell 450 SEL 6.9. Ford setzte auf Sport und konnte neben Sportausrüstungen für Capri und Escort auch mit dem neuen RS 2000 brillieren.

    Bei Opel stand der neue Ascona und Manta im Mittelpunkt. Die Studie GT2 mit aerodynamischer Formgebung, Schiebetüren, innovativer Innenraumgestaltung und 1,9-Liter-Einspritzmotor bildete einen der Hauptanziehungspunkte der IAA 1975.

    Unter den Neuheiten aus dem Ausland waren das Peugeot 104 CS Coupé, der Alfa Romeo Alfasud Giardinetta, die dreitürige Version des Fiat 128 Coupé (Berlinetta 3P), der Austin Princess (offizieller Name Leyland Princess 1800 und 2200), der E-Type Nachfolger Jaguar XJ-S, der Mazda RX-5 und der Cadillac Seville zu sehen.

    Für grosse Beachtung bei den Spezialkarosserien sorgte sodann das von Frua gestaltete BMW-Coupé mit Dreilitermotor.

    Für den Konsumenten positiv war nach einem langen und anstrengenden Rundgang die Beteuerung der Produzenten, die Preise bis zum Ende des Jahres nicht anzuheben.

    Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt 1977 - grosse Menschenansammlung um die neuen Autos -
    © Archiv Automobil Revue

    1977 - vom Prügelknaben zum Liebling der Konjunktur

    Während in Deutschland allgemein noch ein flauer Konjunkturverlauf herrschte, schauten die Politiker und die Öffentlichkeit zur Automobilindustrie “hinauf”, die als Vorbild für die geforderte schnelle Gangart des Wirtschaftswachstums gesehen wurde.

    620’000 Beschäftigte und steigende Zulassungszahlen im Inlandsgeschäft waren der Ausweis der Branche. Demzufolge waren denn auch die Autofeinde weitgehend verstummt. Die Politiker passten sich der Situation an und bekannten sich zum Auto, an dem kein Weg vorbeiführte.

    Die Autohersteller zeigten sich denn bei der Eröffnung der 47. IAA auch zufrieden und gemässigt optimistisch. Nur die Senkung des Bleigehalts im Benzin geisselten sie als Fehlleistung, da damit wegen der niedriger zu verdichtenden Motoren die Verbräuche grösser würden und drohenden Lärmnormen traten sie mit dem Argument, dass das Auto bereits viel leiser als Zug oder Flugzeug seien, entgegen.

    Wichtig für die exportorientierte deutsche Automobil Industrie waren im Jahre 1977 einheitliche Normen für die Zulassung von Fahrzeugen und das Verhindern von Protektionismus. Sorgen machte den deutschen Herstellern das hohe Inland-Kostenniveau, das gemäss Toni Schmücker (VW) nur mit Produkten gerechtfertigt werden könne, die echte Vorteile gegenüber der Konkurrenz böten.

    Unter den Premieren der 47. IAA war der Halbkombi Audi 100 Avant, dessen Innenraum mit wenigen Handgriffen für maximale Ladefläche umgewandelt werden konnte.

    BMW baute neu Reihensechszylinder-Motoren in die Modelle 320 und 520 ein. Erstmals an einer Ausstellung wurde die Siebner-Reihe als Nachfolger der Limousinen 2500 bis 3,3 Li gezeigt.

    Ford stellte den ruhigeren, kantigeren und aerodynamisch optimierten Granada in den Mittelpunkt.

    Mercedes Benz zeigte erstmals das T-Modell, einen Kombiversion der kleinsten Baureihe mit Motoren von 2,3 bis 3 Litern Hubraum. Zudem interessierten sich viele Besucher auch für den Aluminium-Fünfliter-V8-Motor, der im Coupé 450 SLC 5.0 zum Einsatz kam.

    Opel präsentierte die neuen Modelle Senator und Monza, sowie den mit neuer Karosserie verjüngten Opel Rekord.

    Der Porsche Turbo leistete nun 300 PS dank einer Hubraumvergrösserung um 300 cm3, wie sich die staunenden Messebesucher versichern konnten. Zudem beindruckte natürlich auch das 4,5-Liter-Kraftpaket aus dem Porsche 928 die Leute.

    Volkswagen hatte den VW Passat strömungsgünstiger gemacht und die 1,6-Liter-Motoren beim Golf durch 1,5-Liter-Aggregate ersetzt.

    Auch aus dem Ausland kamen einige Neuheiten nach Frankfurt, so der neue Ferrari 308 GTS, die TI-Version des Alfa Romeo Alfasud, der Saab Turbo, der Mitsubishi Sapporo oder der Datsun 200 L, um nur einige Beispiele zu nennen. Die japanische Exportoffensive hatte inzwischen auch Deutschland erfasst und kaum jemand mehr belächelte die japanischen Herstellern mehr.

    Am Rande der IAA sorgte ein norddeutscher Autohändler für eine Mini-Sensation, indem er ein Fahrzeug namens Borgward Isabella 23 ankündigte, das aus der Kombination eines American Motors Hornet-Coupés und des in Mexico produzierten Borgward-P100-2,3-Liter-Sechszylindermotors entstehen sollte.

    Opel Kadett (1979) - Auf der Frankfurter IAA 1979 fand der Kadett D, der erste Opel mit Frontantrieb, großen Anklang beim Publikum
    © Copyright / Fotograf: Opel / General Motors

    1979 - weniger Verbrauch durch mehr Technik

    Die 48. Internationale Automobilausstellung öffnete am 11. September 1979 unter dem Motto “Mit dem Auto mobil” ihre Tore. Die Autoindustrie bewährte sich weiterhin als Wachstumsmotor - jeder siebte Arbeitsplatz in der BRD hing direkt oder indirekt vom Automobil ab - und war weitgehend unbestritten in Deutschland. Kein Wunder verbaten sich die selbstbewussten Wirtschaftsführer jegliche staatliche Intervention, sei es in Form von Abgas-, Lärm- oder Geschwindigkeitsnormen. Die inhärenten Zielkonflikte zwischen Sicherheit, Komfort, Gewicht, Treibstoffverbrauch und Umwelteinflüssen wollten die Fahrzeughersteller aus eigener Kraft lösen und dedizierten auch beträchtliche Mittel, um dies zu tun.

    Als Ansatzpunkte für die “bessere” Autos genannt wurden optimierte Hubkolbenmotoren für Benzin- oder Dieseltreibstoffe, zusätzliche Gangstufen beim Getriebe (der fünfte Gang), Weiterentwicklungen der Automatik-Getriebe, Senkung des Gewichtes durch Einsatz von Kunststoffen und Leichtmetallen, gesenkte Luftwiderstandsbeiwerte (eine um 10-15% Verbrauchssenkung erschien damit möglich) sowie eine optimierte Verkehrslenkung. Volkswagen arbeitete an einem strömungsgünstigen “Golf” mit Dreizylinder-Dieselmotor, Ford präsentierte an der IAA die Zukunftsvision “Probe 1” mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0.22 und entsprechend günstigen Verbrauchswerten, um die Bemühungen zu illustrieren.

    Im Zentrum des Interesses standen natürlich auch 1979 die Neuheiten. Audi zeigte erstmals das Topmodell 200 und 200 Turbo.

    Bitter präsentierte das neue Coupé “SC”, aufbauend auf der Opel Senator-/Monza-Plattform.

    BMW lockte die Zuschauer mit der überarbeiteten Siebner-Reihe, dem neuen Topmodell 745i mit Turbo, dem BMW 535i der Motorsport GmbH und zwei M1-Fahrzeugen an.

    Ford zeigte die überarbeiteten Reihen Taunus und Granada.

    Mercedes Benz bewies mit der neuen S-Klasse, dass mit Feinarbeit im Windkanal der cw-Wert um rund 14 % auf 0.36 bis 0.37 verbessert werden konnte.

    Opel zeigte den neuen Kadett mit Frontantrieb und stellte gleich eine Rennsportversion “Cup” daneben.

    Mit dem 928 S stockte Porsche die Leistung beim Achtzylinder-Frontmotor-Modell auf. Zudem wurde ein Vorserienprototyp des Porsche 924 Carrera GT gezeigt

    Volkswagen feierte die Weltpremiere das VW Jetta.

    Auch die ausländischen Marken zeigten viele Neuheiten, so präsentierte GM den Cadillac Seville mit Frontantrieb und einem ungewöhnlichen Styling mit Vorkriegselementen. Alfa Romeo zeigte einen Diesel-Motor von VM für die Alfetta. Ferrari brachte den 400 GT mit Einspritzmotor nach Frankfurt. Für Fiat sprang Betone in die Bresche und zeigte das Ritmo Cabriolet mit Bügel. Lancia präsentierte den viertürigen Delta im Golf-Format der Welt. Im Mittelpunkt der Peugeot-Aktivitäten stand der neue 505, während Renault neue Motoren für den R5 und R14, sowie den R20 dabei hatte.

    An der IAA 1979 feiere auch die wiederbelebte Marke Talbot erstmals öffentlich ihren Einstand. Talbot fasste die Aktivitäten von Chrysler-Simca, Matra und Sunbeam zusammen. Gezeigt wurde neben einem originalen historischen Talbot-Sportwagen unter anderem die neue Baureihe Talbot-Simca 1510.

    Stark präsent waren 1979 die Japaner mit den in Deutschland vertretenen Marken Daihatsu, Datsun, Honda, Isuzu, Mazda, Mitsubishi, Suzuki und Toyota. Weltpremieren blieben zwar weitgehend aus, doch feierte immerhin die neue Corolla-Baureihe ihr erstmaliges Auftreten in Europa, Datsun zeigte den Cherry, Honda den Civic der zweiten Generation und Mitsubishi den Lancer erstmals in unseren Breitengraden.

    Dem Motto “Mit dem Auto mobil” konnte die 48. IAA nicht immer gerecht werden, so schaffte es ein Mitglied des AR-Teams wegen fehlenden Parkplatzangebotes nicht rechtzeitig zur Eröffnungsfeier und auch die schon wucherhaften Hotelpreise im Umfeld und die gegenüber der Vergangenheit beinahe verdoppelten Getränkepreise lösten Missfallen aus. Trotzdem beschied die Berichterstattung der AR, dass Frankfurt und die IAA eine Reise wert sei.

    Alle 71 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Keine Kommentare

     
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Markenseiten

    Alles über Audi

    Artikelsammlungen zum Thema

    Autosalons und Automobilausstellungen

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Audi 100 Avant (Typ C43) (1978-1982)
    Kombilimousine, 85 PS, 1588 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Audi 100 Avant (Typ C43) (1978-1982)
    Kombilimousine, 136 PS, 2144 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Audi 100 Avant (Typ C43) (1978-1982)
    Kombilimousine, 115 PS, 2144 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Audi 100 Avant (Typ C43) (1978-1982)
    Kombilimousine, 70 PS, 1986 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Audi 100 (Typ 43) (1976-1978)
    Limousine, viertürig, 115 PS, 1960 cm3